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	<title>krieg &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
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	<title>krieg &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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		<title>Demonstration &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 21:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[HTS]]></category>
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					<description><![CDATA[Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 &#124; 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: Es rufen auf folgende Einzelpersonen: Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen! In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen. Wer ist Ahmad al-Sharaa?Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft. Die Lage in Syrien und RojavaDie jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt. Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. Wir fordern: Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin &#124; E-Mail: info@ceni-frauen.org &#124; https://ceni-frauen.org]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong>Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 | 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag</strong></p>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Alan Kurdi &#8211; Initiative von Geflüchteten aus Kurdistan @alankurdipenaber.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Association of Syrian Alawites in Europe</li>



<li class="has-medium-font-size">Bewegung der Kurdischen Jugend Europa (TCS-Europa)</li>



<li class="has-medium-font-size">Borderless Collective @borderless.collective</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der alevitischen Studierenden Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der Kommunst:innen @kommunist_innen</li>



<li class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdischen Frauenbüro für Frieden e.V. @ceni_e.v</li>



<li class="has-medium-font-size">Civaka Azad @civaka.official</li>



<li class="has-medium-font-size">Ciwanen Berlin &#8211; Kurdische Jugend Berlin @ci.wan.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Dachverband der Êzîdischen Frauenräte e. V. &#8211; SMJÊ</li>



<li class="has-medium-font-size">DAKB (Demokratik Alevi Kadinlar Birligi)</li>



<li class="has-medium-font-size">Dest Dan &#8211; Kurdischer Frauenrat e. V. @destdan_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">DEM Deutschland @demdeutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">SJ &#8211; Die Falken Berlin @falken_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Die Plattform @dieplattform_</li>



<li class="has-medium-font-size">FEDA &#8211; Föderation der demokratischen Aleviten e.V.) @berlin_feda</li>



<li class="has-medium-font-size">Feministische Organisierung Gemeinsam Kämpfen &#8211; für Selbstbestimmung und demokratische Autonomie @gemeinsam_kaempfen</li>



<li class="has-medium-font-size">Eziden in der Diaspora (KED)</li>



<li class="has-medium-font-size">Êzidischer Frauenrat Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Familien für den Frieden</li>



<li class="has-medium-font-size">Frauenrat Rojbîn Hamburg</li>



<li class="has-medium-font-size">Flüchtlingsrat Berlin @fluechtlingsrat_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Gemeinschaft der kurdischen Hochschulgruppen @kurdischestudierende</li>



<li class="has-medium-font-size">Hamburg für Rojava @hamburgfuerrojava</li>



<li class="has-medium-font-size">Hawar Help @hawar.help</li>



<li class="has-medium-font-size">Initiative Frieden und Hoffnung e.V. @initiative.frieden.hoffnung</li>



<li class="has-medium-font-size">Interventionistische Linke @interventionistischelinke</li>



<li class="has-medium-font-size">ISKS // Ihr Seid Keine Sicherheit @ihrseidkeinesicherheit</li>



<li class="has-medium-font-size">Jinên Ciwan Berlin @jinen_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Junge Frauen Kommunen @jungefrauenkommunen</li>



<li class="has-medium-font-size">Kali Feminists @kali_feminists</li>



<li class="has-medium-font-size">Kampagne Women Defend Rojava @womendefendrojava_brd</li>



<li class="has-medium-font-size">KON-MED &#8211; Konföderation der Gemeinschaft Kurdistans in Deutschland e. V. @kon.med</li>



<li class="has-medium-font-size">Konfederasyona Kurdên Ewrûpa</li>



<li class="has-medium-font-size">Kongra Star &#8211; Women´s Movement Rojava @star_kongra</li>



<li class="has-medium-font-size">Links Jugend @linksjugend_solid</li>



<li class="has-medium-font-size">MAF-DAD &#8211; Verein für Demokratie und internationales Recht e. V.</li>



<li class="has-medium-font-size">Mannheimer Konferenz</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Berlin @mera25.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Deutschland @mera25.de</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-Berlin @nav_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-YEK &#8211; Zentralverband der Êzîdischen Vereine e.V. @navyek_eziden</li>



<li class="has-medium-font-size">O-platz United @oplatzunited</li>



<li class="has-medium-font-size">Partei der Demokratischen Union (PYD) &#8211; Deutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">Peace Party &#8211; Syrian</li>



<li class="has-medium-font-size">Rozalia &#8211; Demokratische Junge Frauen</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg-Dêrik @staepa_derik</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e.V. @frankfurtkobane</li>



<li class="has-medium-font-size">Solardarity For Rojava @solardarity_rojava</li>



<li class="has-medium-font-size">European Ecology Moevement for Kurdistan @tev_eko</li>



<li class="has-medium-font-size">Yekîtiya Jinên Elewî Yên Demokratîk</li>



<li class="has-medium-font-size">YUNA &#8211; Demokratische Jugend @demokratischejugend @demokratischejugend.b</li>



<li class="has-medium-font-size">Zentraler Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland @zmr.kurdinnen</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Asha Hedayati</li>



<li class="has-medium-font-size">Aslı Filiz</li>



<li class="has-medium-font-size">Burak Yilmaz</li>



<li class="has-medium-font-size">Cansu Özdemir, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Cemile Dinçer</li>



<li class="has-medium-font-size">Civan Akbulut</li>



<li class="has-medium-font-size">Dahabflex</li>



<li class="has-medium-font-size">Daniela Sepehri</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Dilar Dirik&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Ferat Koçak, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Gökay Akbulut, MdB, Die Linke&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Omar Alkadamani, SPD</li>



<li class="has-medium-font-size">Kassem Taher Saleh, Die Grüne</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Kerem Schamberger</li>



<li class="has-medium-font-size">Nazanin Noori&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Serpil Temiz Unvar</li>



<li class="has-medium-font-size">Şeyda Kurt</li>



<li class="has-medium-font-size">Simin Jawabreh</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</strong><br><br>In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen.<br><br><strong>Wer ist Ahmad al-Sharaa?</strong><br>Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft.<br><br><strong>Die Lage in Syrien und Rojava</strong><br>Die jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt.<br><br><strong>Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?</strong><br>Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden.<br><br><strong>Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. </strong><br><br><strong>Wir fordern:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">die Absage des geplanten Treffens,</li>



<li class="has-medium-font-size">Volle Transparenz über außenpolitische Kontakte,</li>



<li class="has-medium-font-size">Eine klare Abkehr von der politischen Aufwertung extremistischer Akteure wie Jolani, und<br>eine konsequente Unterstützung demokratischer Kräfte in Syrien.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p class="has-medium-font-size">Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin | E-Mail: info@ceni-frauen.org | https://ceni-frauen.org</p>
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					<![CDATA[Aufruf]]>
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				</item>
		<item>
		<title>Aufruf: Mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/aufruf-mit-entschlossenheit-fuer-frieden-demokratie-und-aufarbeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2025 08:57:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung der PKK]]></category>
		<category><![CDATA[DEM]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Imrali]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[pkk]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen. In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden. Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten. Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht. Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige. Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde. Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System. Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt. Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme. Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî! Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen.</p>



<p>In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden.</p>



<p>Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht.</p>
</blockquote>



<p>Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige.</p>



<p>Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde.</p>



<p>Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System.</p>
</blockquote>



<p>Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen.</p>



<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt.<br><br>Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme.</p>



<p>Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî!</p>



<p><strong>Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erklärung zum 25. November: Unsere Selbstverteidigung gegen ihre Kriege!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/erklaerung-zum-25-november-unsere-selbstverteidigung-gegen-ihre-kriege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2024 19:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[mirabal]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverteidigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar. Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen. Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen. Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben. Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen. Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. 23. November 2024]]></description>
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<p>Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar.</p>



<p>Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen.</p>



<p>Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen.</p>



<p>Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben.</p>



<p>Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen.</p>



<p>Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!<br>Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p>23. November 2024</p>
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		<title>Freiheit für alle Unterdrückten, Frieden in Gaza!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/freiheit-fuer-alle-unterdrueckten-frieden-in-gaza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 20:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[demokratischer konföderalismus]]></category>
		<category><![CDATA[gaza]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor unseren Augen findet seit acht Monaten ein permanenter blutiger Krieg statt. Das israelische Militär bombardiert Gaza unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und hat dabei zehntausende Zivilist*innen getötet. Die brutalen Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die Aushungerung und die Vertreibung der Menschen in Gaza stellen schwere Verstöße gegen das Völkerrecht dar. Die jüngste Offensive auf die Grenzstadt Rafah, und insbesondere der Angriff auf Zelte für Binnengeflüchtete in der Nacht auf den 27. Mai, hat dies nochmal in aller Deutlichkeit gezeigt. Nicht einmal in als Schutzzonen markierten Orten gibt es Zuflucht, ganz Gaza ist unter Dauerbeschuss durch die israelische Armee. Der Forderung des Internationalen Gerichtshofs, die Offensive auf Rafah müsse sofort beendet werden, leistete Israel keine Folge und verschärfte seine Angriffe nur noch weiter. Als kurdische Frauen ist uns diese Art des staatlichen Terrors nicht fremd und wir wissen, wie sehr insbesondere Frauen und Kinder, sowie Minderheiten und besonders schutzbedürftige Menschen von Krieg betroffen sind. Sie sind wie so oft die Hauptleidtragenden, während Militär und reaktionäre Kräfte den Krieg eskalieren und dabei den Tod von tausenden Menschen täglich in Kauf nehmen. Frauen sind im Krieg jedoch nicht bloß Opfer, sondern oft auch Vorreiterinnen im Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung. Das sehen wir auch im Sudan oder in Rojava, wo Frauen an vorderster Front waren, um die Gesellschaft sowohl gegen staatliche Unterdrückung als auch gegen islamistische Kräfte zu verteidigen. Als kurdische Frauen betonen wir, dass dieser Krieg nicht beendet werden kann, solange religiös-nationalistische Ideologien und reaktionäre Kräfte die Region beherrschen. Unsere Lösung als Teil der kurdischen Befreiungsbewegung ist die Selbstverwaltung aller Völker unter dem Modell des Demokratischen Konföderalismus, wie er derzeit z.B. in Rojava praktiziert wird. Die demokratische Selbstorganisierung und Selbstbestimmung aller Menschen ist der einzige Schlüssel zum Frieden und das einzige Fundament für eine wirkliche Befreiung der Gesellschaft und der Frau. Als kurdisches Frauenbüro für Frieden fordern wir eine sofortige Waffenruhe und darüber hinaus ein Ende der jahrzehntelangen Besatzungspolitik Israels. Wir fordern einen gerechten Frieden, der nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern wirkliche Befreiung von jeglicher Art von staatlicher und patriarchaler Gewalt beinhaltet. Wir unterstützen die Proteste hierzulande, die sich gegen die Besatzung, gegen die Eskalation des Krieges, gegen rassistische und antisemitische Gewalt und gegen staatliche Repressionen richten. Die Kriminalisierung friedlicher Proteste von jüdischen und palästinensischen Aktivist*innen und Studierenden durch den deutschen Staat darf nicht stillschweigend hingenommen werden, genauso wenig wie die Haltung vieler deutscher Politiker*innen und Medien, die diese Kriegsverbrechen verharmlosen und alle Proteste dagegen pauschal als Hamas-Befürwortung abstempeln. Wir sind an der Seite aller Betroffener von staatlicher Gewalt und Repressionen. Wir sind an der Seite aller unterdrückten Völker, die für ihre Freiheit und für Frieden kämpfen. Hoch die internationale Solidarität! Ceasefire now! Freiheit und Frieden für Palästina, Kurdistan, Sudan und für alle Menschen, die staatliche und patriarchale Gewalt und Krieg erleben. Solidarität mit allen Unterdrückten, mit allen kämpfenden Frauen und Völkern! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden&#160;&#8211;&#160;29.05.2024 Foto: Montecruz Foto, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons]]></description>
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<p>Vor unseren Augen findet seit acht Monaten ein permanenter blutiger Krieg statt. Das israelische Militär bombardiert Gaza unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und hat dabei zehntausende Zivilist*innen getötet. Die brutalen Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die Aushungerung und die Vertreibung der Menschen in Gaza stellen schwere Verstöße gegen das Völkerrecht dar. Die jüngste Offensive auf die Grenzstadt Rafah, und insbesondere der Angriff auf Zelte für Binnengeflüchtete in der Nacht auf den 27. Mai, hat dies nochmal in aller Deutlichkeit gezeigt. Nicht einmal in als Schutzzonen markierten Orten gibt es Zuflucht, ganz Gaza ist unter Dauerbeschuss durch die israelische Armee. Der Forderung des Internationalen Gerichtshofs, die Offensive auf Rafah müsse sofort beendet werden, leistete Israel keine Folge und verschärfte seine Angriffe nur noch weiter.</p>



<p>Als kurdische Frauen ist uns diese Art des staatlichen Terrors nicht fremd und wir wissen, wie sehr insbesondere Frauen und Kinder, sowie Minderheiten und besonders schutzbedürftige Menschen von Krieg betroffen sind. Sie sind wie so oft die Hauptleidtragenden, während Militär und reaktionäre Kräfte den Krieg eskalieren und dabei den Tod von tausenden Menschen täglich in Kauf nehmen.</p>



<p>Frauen sind im Krieg jedoch nicht bloß Opfer, sondern oft auch Vorreiterinnen im Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung. Das sehen wir auch im Sudan oder in Rojava, wo Frauen an vorderster Front waren, um die Gesellschaft sowohl gegen staatliche Unterdrückung als auch gegen islamistische Kräfte zu verteidigen. Als kurdische Frauen betonen wir, dass dieser Krieg nicht beendet werden kann, solange religiös-nationalistische Ideologien und reaktionäre Kräfte die Region beherrschen. Unsere Lösung als Teil der kurdischen Befreiungsbewegung ist die Selbstverwaltung aller Völker unter dem Modell des Demokratischen Konföderalismus, wie er derzeit z.B. in Rojava praktiziert wird. Die demokratische Selbstorganisierung und Selbstbestimmung aller Menschen ist der einzige Schlüssel zum Frieden und das einzige Fundament für eine wirkliche Befreiung der Gesellschaft und der Frau.</p>



<p>Als kurdisches Frauenbüro für Frieden fordern wir eine sofortige Waffenruhe und darüber hinaus ein Ende der jahrzehntelangen Besatzungspolitik Israels. Wir fordern einen gerechten Frieden, der nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern wirkliche Befreiung von jeglicher Art von staatlicher und patriarchaler Gewalt beinhaltet.</p>



<p>Wir unterstützen die Proteste hierzulande, die sich gegen die Besatzung, gegen die Eskalation des Krieges, gegen rassistische und antisemitische Gewalt und gegen staatliche Repressionen richten. Die Kriminalisierung friedlicher Proteste von jüdischen und palästinensischen Aktivist*innen und Studierenden durch den deutschen Staat darf nicht stillschweigend hingenommen werden, genauso wenig wie die Haltung vieler deutscher Politiker*innen und Medien, die diese Kriegsverbrechen verharmlosen und alle Proteste dagegen pauschal als Hamas-Befürwortung abstempeln. Wir sind an der Seite aller Betroffener von staatlicher Gewalt und Repressionen. Wir sind an der Seite aller unterdrückten Völker, die für ihre Freiheit und für Frieden kämpfen.</p>



<p><strong>Hoch die internationale Solidarität!<br></strong></p>



<p><strong>Ceasefire now!<br></strong></p>



<p><strong>Freiheit und Frieden für Palästina, Kurdistan, Sudan und für alle Menschen, die staatliche und patriarchale Gewalt und Krieg erleben. Solidarität mit allen Unterdrückten, mit allen kämpfenden Frauen und Völkern!</strong></p>



<p><strong>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden&nbsp;&#8211;&nbsp;29.05.2024</strong></p>



<p></p>



<p></p>



<p class="has-small-font-size">Foto: Montecruz Foto, CC BY-SA 2.0 <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0</a>, via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Gemeinsam gegen den Krieg in Kurdistan!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/gemeinsam-gegen-den-krieg-in-kurdistan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 13:41:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[barzani]]></category>
		<category><![CDATA[ceni]]></category>
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		<category><![CDATA[türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[Erklärung von Cenî &#8211; 05. Juni 2022 Die Angriffe der Türkei in Südkurdistan und Rojava dauern weiterhin an und die Türkei droht nun mit einer weiteren Invasion und Besetzung Rojavas wie schon 2018 in Efrîn. Im Schatten des Ukraine-Kriegs bombardiert die Türkei, der Staat mit der zweitgrößten NATO-Armee, ungehindert kurdische Gebiete und Zivilist:innen. Ob medizinische Zentren, Krankenhäuser oder Geflüchtetencamps – die Türkei kennt bei den Angriffen keine Grenzen und versucht die kurdische Existenz sowie sämtliche Versuche der Kurd:innen, sich selbst zu verwalten und in Frieden zu leben, im Keim zu ersticken. Zahlreiche Appelle und Frauenorganisationen haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei diesen Angriffen auch um patriarchale Angriffe handelt. Insbesondere in Rojava, wo Frauen auf jeder Ebene autonome Selbstverwaltungsstrukturen aufgebaut haben, maßgeblich am Aufbau einer befreiten Gesellschaft beteiligt sind und die Revolution anführen, wird das deutlich. Rojava anzugreifen bedeutet, die Frauenrevolution anzugreifen. Rojava anzugreifen bedeutet, ein einzigartiges emanzipatorisches Projekt anzugreifen, das Menschen im Mittleren Osten und auf der ganzen Welt inspiriert und bewegt hat. In Südkurdistan kollaboriert die Türkei mit der dortigen kurdischen Regionalregierung, um die kurdische Freiheitsbewegung anzugreifen und damit den Widerstand aller Kurd:innen gegen Besatzung und Krieg zu schwächen. Die Angriffe und Repressionen der Türkei gegen die Kurd:innen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Staatsgrenzen, stellen einen neuen Höhepunkt des Versuchs der Türkei dar, die kurdische Identität zu unterdrücken und den Widerstand von Freiheitsbewegungen im Land zu brechen. Mit der steigenden Repression und den sich verschärfenden Krisen erhöht sich auch patriarchale Gewalt und Femizid. All das geht miteinander einher. Als kurdisches Frauenbüro für Frieden machen wir immer wieder darauf aufmerksam, wie katastrophal sich Krieg sowie wirtschaftliche und politische Instabilität auf die Situation von Frauen auswirken. Sie führen zu Femizid, sexualisierter Gewalt, Entführungen, Menschenhandel und mehr. Die Türkei hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Freiheit von Frauen, insbesondere êzîdischen, kurdischen und alevitischen Frauen in der gesamten Region zu vernichten, indem sie den IS unterstützt hat und die Region in einem dauerhaften Zustand der Instabilität hält. Politisch muss von einer angeblich feministischen Regierung mehr kommen als nur Lippenbekenntnisse. Als kurdisches Frauenbüro für Frieden fordern wir von allen relevanten Akteuren, diesen Krieg zu stoppen und Erdogan Grenzen aufzuzeigen. Wir appellieren zudem an alle Feminist:innen, diesen Krieg in ihren Kreisen zu thematisieren, aktiv zu werden und gegen die Angriffe in Kurdistan, die ein Angriff gegen uns alle sind, gemeinsam mit uns zu rebellieren. Wir schließen uns in diesem Sinne auch den Forderungen im jüngsten Aufruf von „Women Defend Rojava“ und der Frauenbewegung „Kongra Star“ an, und sagen: Die Türkei muss bei ihrem Vorhaben, einen neuen Angriffskrieg zu starten, aufgehalten werden! Kämpfen und protestieren wir gemeinsam, und lassen wir die dortige Bevölkerung, sowie die kurdische Frauenbewegung nicht allein! Frieden und Freiheit für Kurdistan, Jin Jiyan Azadî!]]></description>
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<p>Erklärung von Cenî &#8211; 05. Juni 2022</p>



<p>Die Angriffe der Türkei in Südkurdistan und Rojava dauern weiterhin an und die Türkei droht nun mit einer weiteren Invasion und Besetzung Rojavas wie schon 2018 in Efrîn. Im Schatten des Ukraine-Kriegs bombardiert die Türkei, der Staat mit der zweitgrößten NATO-Armee, ungehindert kurdische Gebiete und Zivilist:innen. Ob medizinische Zentren, Krankenhäuser oder Geflüchtetencamps – die Türkei kennt bei den Angriffen keine Grenzen und versucht die kurdische Existenz sowie sämtliche Versuche der Kurd:innen, sich selbst zu verwalten und in Frieden zu leben, im Keim zu ersticken.</p>



<p>Zahlreiche Appelle und Frauenorganisationen haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei diesen Angriffen auch um patriarchale Angriffe handelt. Insbesondere in Rojava, wo Frauen auf jeder Ebene autonome Selbstverwaltungsstrukturen aufgebaut haben, maßgeblich am Aufbau einer befreiten Gesellschaft beteiligt sind und die Revolution anführen, wird das deutlich. Rojava anzugreifen bedeutet, die Frauenrevolution anzugreifen. Rojava anzugreifen bedeutet, ein einzigartiges emanzipatorisches Projekt anzugreifen, das Menschen im Mittleren Osten und auf der ganzen Welt inspiriert und bewegt hat.</p>



<p>In Südkurdistan kollaboriert die Türkei mit der dortigen kurdischen Regionalregierung, um die kurdische Freiheitsbewegung anzugreifen und damit den Widerstand aller Kurd:innen gegen Besatzung und Krieg zu schwächen. Die Angriffe und Repressionen der Türkei gegen die Kurd:innen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Staatsgrenzen, stellen einen neuen Höhepunkt des Versuchs der Türkei dar, die kurdische Identität zu unterdrücken und den Widerstand von Freiheitsbewegungen im Land zu brechen.</p>



<p>Mit der steigenden Repression und den sich verschärfenden Krisen erhöht sich auch patriarchale Gewalt und Femizid. All das geht miteinander einher. Als kurdisches Frauenbüro für Frieden machen wir immer wieder darauf aufmerksam, wie katastrophal sich Krieg sowie wirtschaftliche und politische Instabilität auf die Situation von Frauen auswirken. Sie führen zu Femizid, sexualisierter Gewalt, Entführungen, Menschenhandel und mehr. Die Türkei hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Freiheit von Frauen, insbesondere êzîdischen, kurdischen und alevitischen Frauen in der gesamten Region zu vernichten, indem sie den IS unterstützt hat und die Region in einem dauerhaften Zustand der Instabilität hält.</p>



<p>Politisch muss von einer angeblich feministischen Regierung mehr kommen als nur Lippenbekenntnisse. Als kurdisches Frauenbüro für Frieden fordern wir von allen relevanten Akteuren, diesen Krieg zu stoppen und Erdogan Grenzen aufzuzeigen. Wir appellieren zudem an alle Feminist:innen, diesen Krieg in ihren Kreisen zu thematisieren, aktiv zu werden und gegen die Angriffe in Kurdistan, die ein Angriff gegen uns alle sind, gemeinsam mit uns zu rebellieren. Wir schließen uns in diesem Sinne auch den Forderungen im jüngsten Aufruf von „Women Defend Rojava“ und der Frauenbewegung „Kongra Star“ an, und sagen:</p>



<p>Die Türkei muss bei ihrem Vorhaben, einen neuen Angriffskrieg zu starten, aufgehalten werden! Kämpfen und protestieren wir gemeinsam, und lassen wir die dortige Bevölkerung, sowie die kurdische Frauenbewegung nicht allein! Frieden und Freiheit für Kurdistan, Jin Jiyan Azadî!</p>
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