<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" >

<channel>
	<title>frauen &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
	<atom:link href="https://ceni-frauen.org/tag/frauen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://ceni-frauen.org</link>
	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 May 2025 21:53:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.4</generator>

<image>
	<url>https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2023/09/cropped-9FFDA3B0-EC9A-405B-935D-7BABA76003F4-2-32x32.png</url>
	<title>frauen &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
	<link>https://ceni-frauen.org</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>„Wir haben nach Lösungswegen für eine neue Zeit gesucht. Nach einem kollektiven und menschlichen Leben!“</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/artikel/wir-haben-nach-loesungswegen-fuer-eine-neue-zeit-gesucht-nach-einem-kollektiven-und-menschlichen-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 May 2025 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[amara]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[frauenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[uta]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1175</guid>

					<description><![CDATA[Vor 20 Jahren sind Uta Schneiderbanger (Nûdem) und Ekin Ceren Doğruak (Amara) bei einem Autounfall in Kurdistan ums Leben gekommen. Uta Schneiderbanger ist 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren und war seit den 1990er Jahren in der kurdischen Frauenbewegung aktiv. Ekin Ceren Doğruak (Amara) ist 1981 als Tochter türkischer Eltern in Ankara zur Welt gekommen. Beide Frauen starben am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall in der Nähe der südkurdischen Kleinstadt Qeladizê. Die beiden Internationalistinnen befanden sich auf dem Rückweg von der III. Generalversammlung des Volkskongresses Kurdistans (Kongra Gel) nach Europa, als der Fahrer in dem steilen Berggelände die Kontrolle über den Wagen verlor. Freundinnen von Uta veröffentlichten mit Cenî 2010 das Buch „Mit Kampf und Liebe in eine neue Zeit – Nudêm. Aus dem Leben von Uta Schneiderbanger“. Das Buch zeichnet das Leben einer bemerkenswerten, mutigen und vielseitigen Frau nach: gelernte Heilpraktikerin, Arbeitertochter aus dem Ruhrgebiet, Lesbe, Internationalistin, Aktivistin der Frauenbefreiungspartei Kurdistans (PAJK), Mitglied im Leitungsrat von Kongra Gel. Den Namen Nûdem, kurdisch für „neue Zeit“, wählte sich Uta Schneiderbanger als Nom de Guerre. „Wir haben nach Lösungswegen für eine neue Zeit gesucht. Nach einem kollektiven und menschlichen Leben!“ schrieb sie in ihren Aufzeichnungen. Diese Suche reichte von der Befreiungstheologie über die Häuserkämpfe, antiimperialistischen und antifaschistischen Widerstand, von der autonomen Frauen- und Lesbenorganisierung bis hin zum praktischen Internationalismus. Uta richtete sich kein bequemes Leben ein, sondern schaute hinter die Fassaden, verfolgte &#8211; trotz aller Schwierigkeiten &#8211; konsequent ihre Ziele. Zu ihrem vielfältigen Leben gehörten Politik und Frauenorganisierung ebenso wie ihre Liebe zu Menschen und der Natur, ihre Leidenschaft für Musik, Kultur und Naturheilkunde, genauso wie ihre Reisen in die Türkei und nach Kurdistan. Uta Schneiderbanger war eine Frau, die mit ihrer Solidarität, mit ihrem Kampf und ihrer Liebe die Welt ein Stück verändert hat. Die „Freundinnen von Uta“, die das Werk vor elf Jahren herausgaben, wollten, dass es zum Erinnern, Nachdenken, Diskutieren, zum Weiterschreiben und Weiterkämpfen anregt. Es sollte sowohl ein Stück von über 20 Jahren kontroverser feministischer, antiimperialistischer und internationalistischer Geschichte in der BRD als auch das Leben einer besonderen Frau, die Teil dieser Kämpfe war, allen interessierten Leser:innen näherbringen. Anlässlich ihres 20. Todestages wollen wir dieses Buch allen zugänglich machen:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor 20 Jahren sind Uta Schneiderbanger (Nûdem) und Ekin Ceren Doğruak (Amara) bei einem Autounfall in Kurdistan ums Leben gekommen.</p>



<p>Uta Schneiderbanger ist 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren und war seit den 1990er Jahren in der kurdischen Frauenbewegung aktiv. Ekin Ceren Doğruak (Amara) ist 1981 als Tochter türkischer Eltern in Ankara zur Welt gekommen. Beide Frauen starben am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall in der Nähe der südkurdischen Kleinstadt Qeladizê. Die beiden Internationalistinnen befanden sich auf dem Rückweg von der III. Generalversammlung des Volkskongresses Kurdistans (Kongra Gel) nach Europa, als der Fahrer in dem steilen Berggelände die Kontrolle über den Wagen verlor.</p>



<p>Freundinnen von Uta veröffentlichten mit Cenî 2010 das Buch „Mit Kampf und Liebe in eine neue Zeit – Nudêm. Aus dem Leben von Uta Schneiderbanger“. Das Buch zeichnet das Leben einer bemerkenswerten, mutigen und vielseitigen Frau nach: gelernte Heilpraktikerin, Arbeitertochter aus dem Ruhrgebiet, Lesbe, Internationalistin, Aktivistin der Frauenbefreiungspartei Kurdistans (PAJK), Mitglied im Leitungsrat von Kongra Gel.</p>



<p>Den Namen Nûdem, kurdisch für „neue Zeit“, wählte sich Uta Schneiderbanger als Nom de Guerre. „Wir haben nach Lösungswegen für eine neue Zeit gesucht. Nach einem kollektiven und menschlichen Leben!“ schrieb sie in ihren Aufzeichnungen. Diese Suche reichte von der Befreiungstheologie über die Häuserkämpfe, antiimperialistischen und antifaschistischen Widerstand, von der autonomen Frauen- und Lesbenorganisierung bis hin zum praktischen Internationalismus. Uta richtete sich kein bequemes Leben ein, sondern schaute hinter die Fassaden, verfolgte &#8211; trotz aller Schwierigkeiten &#8211; konsequent ihre Ziele. Zu ihrem vielfältigen Leben gehörten Politik und Frauenorganisierung ebenso wie ihre Liebe zu Menschen und der Natur, ihre Leidenschaft für Musik, Kultur und Naturheilkunde, genauso wie ihre Reisen in die Türkei und nach Kurdistan.</p>



<p>Uta Schneiderbanger war eine Frau, die mit ihrer Solidarität, mit ihrem Kampf und ihrer Liebe die Welt ein Stück verändert hat. Die „Freundinnen von Uta“, die das Werk vor elf Jahren herausgaben, wollten, dass es zum Erinnern, Nachdenken, Diskutieren, zum Weiterschreiben und Weiterkämpfen anregt. Es sollte sowohl ein Stück von über 20 Jahren kontroverser feministischer, antiimperialistischer und internationalistischer Geschichte in der BRD als auch das Leben einer besonderen Frau, die Teil dieser Kämpfe war, allen interessierten Leser:innen näherbringen.</p>



<p>Anlässlich ihres 20. Todestages wollen wir dieses Buch allen zugänglich machen:</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/05/webutabuch.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:550px" aria-label="Einbettung von webutabuch."></object><a id="wp-block-file--media-7762f651-6563-41c6-9b02-e4581d291b84" href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/05/webutabuch.pdf">webutabuch</a><a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/05/webutabuch.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-7762f651-6563-41c6-9b02-e4581d291b84">Herunterladen</a></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/05/utaundamara.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="618"
				height="431">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[utaundamara]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/05/utaundamara-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Rückblick: Kurdische Frauen Kulturtage in Berlin</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/rueckblick-kurdische-frauen-kulturtage-in-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 21:44:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturtage]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Govend]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kulturtage]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1165</guid>

					<description><![CDATA[(ENGLISH BELOW) Nach einer intensiven Vorbereitungszeit fanden in Berlin die Kurdischen Frauen Kulturtage unter dem Motto &#8222;Xwebûn – die Kunst des Widerstands&#8220; statt. Xwebûn bedeutet so viel wie &#8222;sich selbst sein&#8220; oder &#8222;bei sich selbst bleiben&#8220; und beschreibt den Akt der Selbstbehauptung inmitten von Unterdrückung und Fremdbestimmung. Die Veranstaltungsreihe bot eine Plattform für Kunst, Kultur und politischen Austausch und wurde von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern begleitet. Eröffnung mit beeindruckender Vernissage Die Kulturtage begannen am 1. März mit einer feierlichen Vernissage in der Alten Münze. Werke von Bêrîvan Îbîn, Shilan Reshid, Susan Azizi, NubikArts, Selina Tango und Melina Tango wurden präsentiert. Für die musikalische Untermalung sorgte Özgür Isik. Die Ausstellung konnte bis zum 7. März besucht werden. Panels und Diskussionen zur Rolle der Frau in Kunst und Gesellschaft Am zweiten Tag der Kulturtage fand eine Podiumsdiskussion in der Spore Initiative statt. Unter den Panelistinnen befanden sich Mizgîn Tahir, die erste kurdische Opernsängerin und Dirigentin aus Rojava, die darüber sprach, wie kulturelle Arbeit zur Bewahrung der kurdischen Identität beiträgt. Die kurdisch-alevitische Aktivistin Açelya Erbasli thematisierte ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Alevitentum. Berfîn Emektar, Theaterschauspielerin aus Amed, sprach über die Assimilationspolitik des türkischen Staates und den Widerstand der kurdischen Frauen in der Diaspora. Schriftstellerin und Regisseurin Cemîle Sahîn beleuchtete patriarchale Strukturen im Kunstbetrieb und deren politische Herausforderungen. Musikalische und kulturelle Highlights Am dritten Tag traten die Frauen des Zaza Women Projects sowie die Sängerinnen Maviş Güneşer und Gule Mayera mit traditionellen Klamî/Deyîs-Gesängen auf. Gülten Firat präsentierte Dengbêj, eine mündliche und musikalische Überlieferung wichtiger historischer Ereignisse. Ein weiteres Highlight war das am vierten Tag im Theater X aufgeführte Theaterstück &#8222;Amargî&#8220;. Die Vorstellung war restlos ausverkauft. Am fünften Tag widmeten sich die jungen Frauen von Tekojin der Geschichte des Nelkenapfels. Im Rahmen eines Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Lesezeichen und Armbänder gestalten. Deqqaqe Dîlara, die zur Tradition des Deq forscht, gab Einblicke in ihre Arbeit und stellte Methoden dieser körperlichen Kunstform vor. Interessierte konnten sich selbst am traditionellen Stechen von Deq versuchen. Am sechsten Tag standen traditionelle kurdische Trachten im Mittelpunkt. Koma Ferasîn und Koma Delîl Çiyager präsentierten Trachten aus Bakûrê Kurdistanê und Hesekê (Rojava). Eine Modenschau rundete die Veranstaltung ab, die mit kurdischen Tänzen ihren Höhepunkt fand. Workshops zur Jineolojî und sozialer Ökologie Am siebten Tag der Kulturtage fanden in der Spore Initiative Workshops zur Jineolojî und sozialen Ökologie statt. Die JXK Berlin, Sermîn G. und Menekse K. führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diese Themen ein und präsentierten abschließend ihre Ergebnisse. Abschluss mit musikalischem Höhepunkt Die Kulturtage endeten am 8. März mit einem großen Konzert im HAU2. Die Künstlerinnen Dîlan Top und Sheyda Ghavami sorgten für einen unvergesslichen musikalischen Abend. Ein starkes Zeichen des Widerstands Die Kurdischen Frauen Kulturtage zeigten eindrucksvoll, dass Kunst und Kultur zentrale Elemente des Widerstands sind. Sie boten Raum für politische Debatten, künstlerische Selbstbehauptung und kollektives Erinnern. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Künstlerinnen, Organisatorinnen und Unterstützerinnen, die diese Tage möglich gemacht haben. Insgesamt besuchten rund 900 bis 1.000 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen der Kulturtage. Die Organisatorinnen riefen abschließend dazu auf, den 8. März nicht nur als Feiertag, sondern als Tag der Mobilisierung zu verstehen: &#8222;Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren. Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Einsatz für eine gerechtere Welt.&#8220; ENGLISH After an intensive preparation period, the Kurdish Women&#8217;s Cultural Days took place in Berlin under the motto &#8222;Xwebûn – The Art of Resistance.&#8220; Xwebûn translates to &#8222;being oneself&#8220; or &#8222;staying true to oneself&#8220; and describes the act of self-assertion amid oppression and external control. The event series provided a platform for art, culture, and political exchange and was attended by numerous visitors. Opening with an Impressive Vernissage The Cultural Days began on March 1 with a festive vernissage at the Alte Münze. Works by Bêrîvan Îbîn, Shilan Reshid, Susan Azizi, NubikArts, Selina Tango, and Melina Tango were presented. The musical accompaniment was provided by Özgür Isik. The exhibition was open until March 7. Panels and Discussions on the Role of Women in Art and Society On the second day of the Cultural Days, a panel discussion took place at the Spore Initiative. Among the panelists was Mizgîn Tahir, the first Kurdish opera singer and conductor from Rojava, who spoke about preserving Kurdish identity through cultural work. Kurdish-Alevi activist Açelya Erbasli discussed her artistic engagement with Alevism. Berfîn Emektar, a theater actress from Amed, addressed the Turkish state&#8217;s assimilation policies and Kurdish women&#8217;s resistance in the diaspora. Writer and director Cemîle Sahîn highlighted patriarchal structures in the art industry and the political challenges they pose. Musical and Cultural Highlights On the third day, the women of the Zaza Women Project, along with singers Maviş Güneşer and Gule Mayera, performed traditional Klamî/Deyîs songs. Gülten Firat presented Dengbêj, an oral and musical tradition preserving significant historical events. Another highlight was the theater play &#8222;Amargî&#8220; on the fourth day, which was performed at Theater X. The performance was completely sold out. On the fifth day, the young women of Tekojin explored the history of the Nelkenapfel. In a workshop, participants had the opportunity to create bookmarks and bracelets. Deqqaqe Dîlara, an expert on the tradition of Deq, provided insights into her research and demonstrated methods of this body art form. Interested participants could try their hand at traditional Deq tattooing. On the sixth day, traditional Kurdish costumes took center stage. Koma Ferasîn and Koma Delîl Çiyager presented outfits from Bakûrê Kurdistanê and Hesekê (Rojava). A fashion show rounded off the event, which culminated in Kurdish dances. Workshops on Jineolojî and Social Ecology On the seventh day of the Cultural Days, workshops on Jineolojî and social ecology were held at the Spore Initiative. JXK Berlin, Sermîn G., and Menekse K. introduced participants to these topics and presented their final results. Conclusion with a Musical Highlight The Cultural Days concluded on March 8 with a grand concert at HAU2. Artists Dîlan Top and Sheyda Ghavami provided an unforgettable musical evening. A Strong Statement of Resistance The Kurdish Women&#8217;s Cultural Days impressively demonstrated that art and culture are central elements of resistance. They provided space for political debates, artistic self-assertion, and collective remembrance. A special thanks goes to the many artists, organizers, and supporters who made these days possible. In total, around 900 to 1,000 people attended the various events of the Cultural Days. The organizers concluded with a call to see March 8 not just as a holiday but as a day of mobilization: &#8222;Our struggle does not end as long as patriarchy and capitalism exist. Our weapon is our solidarity and our tireless commitment to a more just world.&#8220;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>(ENGLISH BELOW)</em></p>



<p>Nach einer intensiven Vorbereitungszeit fanden in Berlin die Kurdischen Frauen Kulturtage unter dem Motto &#8222;Xwebûn – die Kunst des Widerstands&#8220; statt. Xwebûn bedeutet so viel wie &#8222;sich selbst sein&#8220; oder &#8222;bei sich selbst bleiben&#8220; und beschreibt den Akt der Selbstbehauptung inmitten von Unterdrückung und Fremdbestimmung. Die Veranstaltungsreihe bot eine Plattform für Kunst, Kultur und politischen Austausch und wurde von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern begleitet.</p>



<p><strong>Eröffnung mit beeindruckender Vernissage</strong></p>



<p>Die Kulturtage begannen am 1. März mit einer feierlichen Vernissage in der Alten Münze. Werke von Bêrîvan Îbîn, Shilan Reshid, Susan Azizi, NubikArts, Selina Tango und Melina Tango wurden präsentiert. Für die musikalische Untermalung sorgte Özgür Isik. Die Ausstellung konnte bis zum 7. März besucht werden.</p>



<p><strong>Panels und Diskussionen zur Rolle der Frau in Kunst und Gesellschaft</strong></p>



<p>Am zweiten Tag der Kulturtage fand eine Podiumsdiskussion in der Spore Initiative statt. Unter den Panelistinnen befanden sich Mizgîn Tahir, die erste kurdische Opernsängerin und Dirigentin aus Rojava, die darüber sprach, wie kulturelle Arbeit zur Bewahrung der kurdischen Identität beiträgt. Die kurdisch-alevitische Aktivistin Açelya Erbasli thematisierte ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Alevitentum. Berfîn Emektar, Theaterschauspielerin aus Amed, sprach über die Assimilationspolitik des türkischen Staates und den Widerstand der kurdischen Frauen in der Diaspora. Schriftstellerin und Regisseurin Cemîle Sahîn beleuchtete patriarchale Strukturen im Kunstbetrieb und deren politische Herausforderungen.</p>



<p><strong>Musikalische und kulturelle Highlights</strong></p>



<p>Am dritten Tag traten die Frauen des Zaza Women Projects sowie die Sängerinnen Maviş Güneşer und Gule Mayera mit traditionellen Klamî/Deyîs-Gesängen auf. Gülten Firat präsentierte Dengbêj, eine mündliche und musikalische Überlieferung wichtiger historischer Ereignisse.</p>



<p>Ein weiteres Highlight war das am vierten Tag im Theater X aufgeführte Theaterstück &#8222;Amargî&#8220;. Die Vorstellung war restlos ausverkauft.</p>



<p>Am fünften Tag widmeten sich die jungen Frauen von Tekojin der Geschichte des Nelkenapfels. Im Rahmen eines Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Lesezeichen und Armbänder gestalten. Deqqaqe Dîlara, die zur Tradition des Deq forscht, gab Einblicke in ihre Arbeit und stellte Methoden dieser körperlichen Kunstform vor. Interessierte konnten sich selbst am traditionellen Stechen von Deq versuchen.</p>



<p>Am sechsten Tag standen traditionelle kurdische Trachten im Mittelpunkt. Koma Ferasîn und Koma Delîl Çiyager präsentierten Trachten aus Bakûrê Kurdistanê und Hesekê (Rojava). Eine Modenschau rundete die Veranstaltung ab, die mit kurdischen Tänzen ihren Höhepunkt fand.</p>



<p><strong>Workshops zur Jineolojî und sozialer Ökologie</strong></p>



<p>Am siebten Tag der Kulturtage fanden in der Spore Initiative Workshops zur Jineolojî und sozialen Ökologie statt. Die JXK Berlin, Sermîn G. und Menekse K. führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diese Themen ein und präsentierten abschließend ihre Ergebnisse.</p>



<p><strong>Abschluss mit musikalischem Höhepunkt</strong></p>



<p>Die Kulturtage endeten am 8. März mit einem großen Konzert im HAU2. Die Künstlerinnen Dîlan Top und Sheyda Ghavami sorgten für einen unvergesslichen musikalischen Abend.</p>



<p><strong>Ein starkes Zeichen des Widerstands</strong></p>



<p>Die Kurdischen Frauen Kulturtage zeigten eindrucksvoll, dass Kunst und Kultur zentrale Elemente des Widerstands sind. Sie boten Raum für politische Debatten, künstlerische Selbstbehauptung und kollektives Erinnern. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Künstlerinnen, Organisatorinnen und Unterstützerinnen, die diese Tage möglich gemacht haben.</p>



<p>Insgesamt besuchten rund 900 bis 1.000 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen der Kulturtage. Die Organisatorinnen riefen abschließend dazu auf, den 8. März nicht nur als Feiertag, sondern als Tag der Mobilisierung zu verstehen: &#8222;Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren. Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Einsatz für eine gerechtere Welt.&#8220;</p>



<p></p>



<p><em><strong>ENGLISH</strong></em></p>



<p>After an intensive preparation period, the Kurdish Women&#8217;s Cultural Days took place in Berlin under the motto &#8222;Xwebûn – The Art of Resistance.&#8220; Xwebûn translates to &#8222;being oneself&#8220; or &#8222;staying true to oneself&#8220; and describes the act of self-assertion amid oppression and external control. The event series provided a platform for art, culture, and political exchange and was attended by numerous visitors.</p>



<p><strong>Opening with an Impressive Vernissage</strong></p>



<p>The Cultural Days began on March 1 with a festive vernissage at the Alte Münze. Works by Bêrîvan Îbîn, Shilan Reshid, Susan Azizi, NubikArts, Selina Tango, and Melina Tango were presented. The musical accompaniment was provided by Özgür Isik. The exhibition was open until March 7.</p>



<p><strong>Panels and Discussions on the Role of Women in Art and Society</strong></p>



<p>On the second day of the Cultural Days, a panel discussion took place at the Spore Initiative. Among the panelists was Mizgîn Tahir, the first Kurdish opera singer and conductor from Rojava, who spoke about preserving Kurdish identity through cultural work. Kurdish-Alevi activist Açelya Erbasli discussed her artistic engagement with Alevism. Berfîn Emektar, a theater actress from Amed, addressed the Turkish state&#8217;s assimilation policies and Kurdish women&#8217;s resistance in the diaspora. Writer and director Cemîle Sahîn highlighted patriarchal structures in the art industry and the political challenges they pose.</p>



<p><strong>Musical and Cultural Highlights</strong></p>



<p>On the third day, the women of the Zaza Women Project, along with singers Maviş Güneşer and Gule Mayera, performed traditional Klamî/Deyîs songs. Gülten Firat presented Dengbêj, an oral and musical tradition preserving significant historical events.</p>



<p>Another highlight was the theater play &#8222;Amargî&#8220; on the fourth day, which was performed at Theater X. The performance was completely sold out.</p>



<p>On the fifth day, the young women of Tekojin explored the history of the Nelkenapfel. In a workshop, participants had the opportunity to create bookmarks and bracelets. Deqqaqe Dîlara, an expert on the tradition of Deq, provided insights into her research and demonstrated methods of this body art form. Interested participants could try their hand at traditional Deq tattooing.</p>



<p>On the sixth day, traditional Kurdish costumes took center stage. Koma Ferasîn and Koma Delîl Çiyager presented outfits from Bakûrê Kurdistanê and Hesekê (Rojava). A fashion show rounded off the event, which culminated in Kurdish dances.</p>



<p><strong>Workshops on Jineolojî and Social Ecology</strong></p>



<p>On the seventh day of the Cultural Days, workshops on Jineolojî and social ecology were held at the Spore Initiative. JXK Berlin, Sermîn G., and Menekse K. introduced participants to these topics and presented their final results.</p>



<p><strong>Conclusion with a Musical Highlight</strong></p>



<p>The Cultural Days concluded on March 8 with a grand concert at HAU2. Artists Dîlan Top and Sheyda Ghavami provided an unforgettable musical evening.</p>



<p><strong>A Strong Statement of Resistance</strong></p>



<p>The Kurdish Women&#8217;s Cultural Days impressively demonstrated that art and culture are central elements of resistance. They provided space for political debates, artistic self-assertion, and collective remembrance. A special thanks goes to the many artists, organizers, and supporters who made these days possible.</p>



<p>In total, around 900 to 1,000 people attended the various events of the Cultural Days. The organizers concluded with a call to see March 8 not just as a holiday but as a day of mobilization: &#8222;Our struggle does not end as long as patriarchy and capitalism exist. Our weapon is our solidarity and our tireless commitment to a more just world.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Govend_2-scaled.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="1707"
				height="2560">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[Processed with VSCO with ss1 preset]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Govend_2-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Frauen an der Spitze des Widerstands – Kein Frieden mit Patriarchat und Kapitalismus! &#8211; Statement zum 8. März</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/frauen-an-der-spitze-des-widerstands-kein-frieden-mit-patriarchat-und-kapitalismus-statement-zum-8-maerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 22:46:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[8März]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1160</guid>

					<description><![CDATA[Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&#160; Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter. Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt. Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung. Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält. Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&#160; In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird. Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung. Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&#160; Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&#160; Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt. Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution! Jin Jiyan Azadi! 08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&nbsp;</p>



<p>Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter.</p>



<p>Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt.</p>



<p>Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung.</p>



<p>Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält.</p>



<p>Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&nbsp;</p>



<p>In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird.</p>



<p>Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung.</p>



<p>Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&nbsp;</p>



<p>Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&nbsp;</p>



<p>Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt.</p>



<p>Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution!</p>



<p>Jin Jiyan Azadi!</p>



<p>08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-03-07-231129.jpeg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="1280"
				height="989">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[signal-2025-03-07-231129]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-03-07-231129-150x150.jpeg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Beharren wir auf den Frieden! Erklärung zum Friedens- und Demokratieaufruf von Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/beharren-wir-auf-den-frieden-erklaerung-zum-friedens-und-demokratieaufruf-von-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 10:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[pkk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1158</guid>

					<description><![CDATA[Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten. Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben. Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle. Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht. Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben. „Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft. Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“ In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert. Jin Jiyan Azadî! 05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten.</p>



<p>Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben.</p>



<p>Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle.</p>



<p>Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht.</p>



<p>Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben.</p>



<p>„Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft.</p>



<p>Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“</p>



<p>In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert.</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufruf 8. März Demo &#8211; Der unaufhaltsame Widerstand der Frauen* (nur Flinta*)</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/8-maerz-demo-der-unaufhaltsame-widerstand-der-frauen-nur-flinta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 09:21:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[8März]]></category>
		<category><![CDATA[feministischer Kampftag]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1141</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Freund*innen, Schwestern, Mütter, Genoss*innen, überall auf der Welt nimmt der Angriff auf uns Frauen zu: In den Gefängnissen von Goma, in den Krankenhäusern von Kolkata, im Sudan, in Palästina, Kurdistan, Chiapas und anderswo. Wir werden misshandelt, versklavt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Jeden Tag und zu jeder Sekunde. Derweil ziehen weltweit immer mehr konservative und rechte Kräfte in die Parlamente, die für Kriegstreiberei, Genozide sowie frauenfeindliche und faschistische Politik verantwortlich sind. Unsere Antwort lautet: Selbstverteidigung. Überall dort, wo wir Frauen und andere Geschlechter unterdrückt werden, leisten wir Widerstand gegen Patriarchat, Kapital, Faschismus und Imperialismus. Widerstand ist Leben und unser Widerstand ist unaufhaltsam! Lasst uns deshalb am 8. März gemeinsam durch die Straßen ziehen und unseren Ärger, unsere Trauer und unsere Wut lauter ertönen denn je! Hoch lebe die Frauenrevolution in Rojava und weltweit! Jin Jiyan Azadî! Datum: 08.03.2025Uhrzeit: 14 UhrOrt: Brandenburger Tor Call for March 8 demo &#8211; The unstoppable resistance of women* (flinta* only) Dear friends, sisters, mothers, comrades, All over the world, the attack on us women is increasing: In the prisons of Goma, in the hospitals of Kolkata, in Sudan, in Palestine, Kurdistan, Chiapas and elsewhere. We are abused, enslaved, raped, burned and killed. Every day and every second. Meanwhile, more and more conservative and right-wing forces responsible for warmongering, genocide, misogynist and fascist policies are entering parliaments around the world. Our answer is self-defense. Wherever we women and other genders are oppressed, we resist patriarchy, capital, fascism and imperialism. Resistance is life and our resistance is unstoppable! So let&#8217;s march together on March 8th and let our anger, grief and rage be heard louder than ever! Long live the women&#8217;s revolution in Rojava and worldwide! Jin, Jiyan, Azadî! Date: 08.03.2025Time: 14 UhrPlace: Brandenburger Tor]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Freund*innen, Schwestern, Mütter, Genoss*innen,</p>



<p>überall auf der Welt nimmt der Angriff auf uns Frauen zu: In den Gefängnissen von Goma, in den Krankenhäusern von Kolkata, im Sudan, in Palästina, Kurdistan, Chiapas und anderswo. Wir werden misshandelt, versklavt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Jeden Tag und zu jeder Sekunde.</p>



<p>Derweil ziehen weltweit immer mehr konservative und rechte Kräfte in die Parlamente, die für Kriegstreiberei, Genozide sowie frauenfeindliche und faschistische Politik verantwortlich sind.</p>



<p>Unsere Antwort lautet: Selbstverteidigung. Überall dort, wo wir Frauen und andere Geschlechter unterdrückt werden, leisten wir Widerstand gegen Patriarchat, Kapital, Faschismus und Imperialismus. Widerstand ist Leben und unser Widerstand ist unaufhaltsam!</p>



<p>Lasst uns deshalb am 8. März gemeinsam durch die Straßen ziehen und unseren Ärger, unsere Trauer und unsere Wut lauter ertönen denn je! Hoch lebe die Frauenrevolution in Rojava und weltweit!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Datum: 08.03.2025<br>Uhrzeit: 14 Uhr<br>Ort: Brandenburger Tor</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Call for March 8 demo &#8211; The unstoppable resistance of women* (flinta* only)</h2>



<p>Dear friends, sisters, mothers, comrades,</p>



<p>All over the world, the attack on us women is increasing: In the prisons of Goma, in the hospitals of Kolkata, in Sudan, in Palestine, Kurdistan, Chiapas and elsewhere. We are abused, enslaved, raped, burned and killed. Every day and every second.</p>



<p>Meanwhile, more and more conservative and right-wing forces responsible for warmongering, genocide, misogynist and fascist policies are entering parliaments around the world.</p>



<p>Our answer is self-defense. Wherever we women and other genders are oppressed, we resist patriarchy, capital, fascism and imperialism. Resistance is life and our resistance is unstoppable!</p>



<p>So let&#8217;s march together on March 8th and let our anger, grief and rage be heard louder than ever! Long live the women&#8217;s revolution in Rojava and worldwide!</p>



<p>Jin, Jiyan, Azadî!</p>



<p>Date: 08.03.2025<br>Time: 14 Uhr<br>Place: Brandenburger Tor</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608.jpeg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="1080"
				height="1080">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[signal-2025-02-25-200608]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-150x150.jpeg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Kurdische Frauen Kulturtage, Berlin 2025</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/kurdische-frauen-kulturtage-berlin-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 18:28:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturtage]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kulturtage]]></category>
		<category><![CDATA[kulturwoche]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[widerstand]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1061</guid>

					<description><![CDATA[Einladung zu den kurdischen Frauenkulturtagen 2025! Ausstellung &#124; Panel &#124; Deyîş &#38; Dengbêj &#124; Theater &#124; DEQ &#38; Nelken &#124; Govend &#124; Jineolojî &#38; Soziale Ökologie &#124; 8. März Demo &#124; 8. März Konzert Cênî präsentiert in Zusammenarbeit mit JXK, TekoJIN, KJAR, Dest-Dan und Hûnera Mizgîn die Kurdischen Frauen Kulturtage 2025 unter dem Thema: „Xwebûn – Die Kunst des Widerstands“ Vom 01. bis 08. März 2025 erwartet euch eine inspirierende Woche voller Kunst, Kultur und Austausch. Wir eröffnen die Kulturtage am 01. März mit einer Vernissage, die den Auftakt für ein vielfältiges Programm bildet. Freut euch auf bewegende Musik, beeindruckende Kunst, dynamischen Tanz und inspirierende Workshops – jede Veranstaltung eröffnet ein einzigartiges Fenster in die Welt des Widerstands und der Selbstbestimmung, die sich im Konzept von Xwebûn widerspiegeln. Im Laufe der Woche könnt ihr euch auf ein breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen freuen, darunter Workshops, Gesangsabende, eine traditionelle Govendvorführung (Folkloretanz), Musik, Kunst und Theater. Den feierlichen Abschluss bildet am 08. März ein Konzert nur für FLINTA*. Zieht gerne eure tradionellen Trachten/Kleidung an für das Abschlusskonzert. Lasst uns alle gemeinsam am feministischen Kampftag, auf der Demo um 14 Uhr am Brandenburger Tor laut werden! Und danach zusammen singen und tanzen als Abschluss der Kulturtage! Leider rüstet der Deutsche Bundeshaushalt in Rekordhöhe auf und kürzt im Bereich der Kunst und Kultur, deswegen brauchen wir eure Unterstützung, um die Kulturtage umzusetzen. Informieren und spenden: &#60;a href=&#39;https://www.betterplace.org/de/projects/149316-seid-teil-der-kurdischen-frauen-kulturtage-2025&#39; target=&#39;_blank&#39;&#62;„Seid Teil der Kurdischen Frauen Kulturtage 2025 “&#60;/a&#62; auf betterplace.org öffnen. Programm der Kulturtage: Samstag 01. MÄRZ: VERNISSAGE AUSSTELLUNG 18 UhrAusstellende Künstler:innen: Bêrîvan Îbîn, Nefel, NubikArts, Selina Tango, Melina Tango, Susan Azizi, Shilda Rashid, kurdische FrauenbewegungOrt: Alte Münze, Am Krögel 2, Berlin Besuchszeiten der Ausstellung: 03.-07. März, 10-18 UhrEintritt: Kostenlos Bêrîvan Îbîn ist bildende Künstlerin und Tätowiererin. Sie hat einen Bachelor in Philosophie und Spanisch an der Universität Osnabrück und der Universidad de La Plata in Argentinien gemacht. An der Universität Hildesheim hat sie ihren Master in Philosophie und Künste interkulturell mit dem Schwerpunkt post- und dekoloniale Theorien gemacht. Mit Fokus auf kurdische Kultur, Identität und Widerstand verbindet sie Kunst, soziale Themen und persönliche Geschichten in ihren Werken. Susan Azizi ist kurdisch-iranische Installations-Künstlerin und Bildhauerin. Im Iran arbeitete sie als Bildhauerin und Leiterin einer Werkstatt für Kunst im Öffentlichen Raum. Ihre Arbeit behandelt Themen wie Migration, Unterdrückung, Macht und Geschichte auf politischer und persönlicher, intimer und existenzieller Ebene. Seit 2014 lebt sie im Exil in Deutschland. Selina Tango ist Kunststudentin und Künstlerin &#8211; &#8222;Seit 2016 widme ich mich intensiv der Kunst, geprägt von meinen kurdischen Wurzeln und dem Wunsch, Kultur und Identität lebendig zu halten. Ein zentrales Thema meiner Werke ist die Stärke der Frauen – ihre Geschichten sichtbar zu machen, liegt mir besonders am Herzen. Kunst gibt mir die Freiheit, meine Gedanken in greifbare Formen zu verwandeln. Der kreative Austausch mit meiner Schwester, die ebenfalls Künstlerin ist, inspiriert mich und bereichert meinen Schaffensprozess.&#8220; Nefel ist eine in Berlin lebende Filmfotografin. In ihrer Arbeit setzt sie den Fokus auf Kurdistan sowie das Leben in der kurdischen Diaspora in Deutschland. Mit ihren Momentaufnahmen fängt sie die Natur und den Alltag in Kurdistan sowie in der Diaspora authentisch ein. Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist die Sichtbarkeitsarbeit: Sie dokumentiert traditionelle Trachten, Tänze, Musik, Festivals und Demonstrationen und schafft so ein visuelles Archiv kurdischer Identität und Kultur. Dazu gehört auch die Sichtbarmachung kurdischer FLINTA, deren Geschichten, Kämpfe und Widerstände in ihren Bildern einen besonderen Raum finden. Nubikarts, mit bürgerlichem Namen Nubihar, ist eine kurdische Künstlerin aus Amed. Für sie ist Kunst weit mehr als nur Ausdruck – sie ist Therapie, Widerstand und ein Weg, die Welt lebendiger zu gestalten. In jedem Pinselstrich steckt ein Stück Heilung, in jeder Farbe ein Stück Hoffnung. Trotz einer naturwissenschaftlichen Ausbildung, die sie gegen ihren Willen absolvieren musste, hat sie ihren künstlerischen Weg nie verlassen. Ihre Kunst ist ein Statement: Kurdische Kultur und Identität sollen nicht nur mit Krieg und Leid in Erinnerung bleiben, sondern auch mit Schönheit, Kreativität und Beständigkeit. Mit ihrer Kunst bewahrt und gestaltet sie die Existenz ihres Volkes, gibt Emotionen Raum und macht die Welt ein Stück bunter – denn ohne Kunst wäre sie schlicht zu langweilig. Sonntag 02. MÄRZ PODIUMSDISKUSSION 19 Uhr mit “Xwebûn in der Kunst” Panelist:innen: Mizîn Tahîr &#8211; Opernsängerin aus Rojava, Açelya, Berfîn Emektar, Cemîle Şahîn, Ort: Spore Initiative, Hermannstraße 86, 12051 Berlin, 19 UhrSprachen: Kurmancî &#124; DeutschEintritt: Kostenlos Im Zentrum steht *Xwebûn* – das radikale Konzept der Selbstbestimmung. Es ist mehr als ein Wort, es ist eine Haltung, ein Kampf, eine gelebte Realität. Jede der Künstlerinnen bringt ihre eigene Interpretation mit, doch sie alle vereint ein Ziel: durch ihre Kunst Grenzen zu sprengen, das Unsichtbare sichtbar zu machen, den Geist eines freien Volkes und einer freien Frau in jedem Strich, jedem Ton, jedem Wort lebendig werden zu lassen.&#160; Ihre künstlerischen Arbeiten sind keine bloßen ästhetischen Gesten – sie sind Rufe nach Gerechtigkeit, sie sind Zeugnisse der Geschichte, sie sind der Atem eines Volkes, das sich nicht unterwerfen lässt. Ob durch Malerei, Musik, Literatur oder Performance – diese Künstlerinnen verwandeln Schmerz in Schönheit, Wunden in Widerstand und Unterdrückung in Aufstand. In diesem Podium hört das Publikum nicht nur zu, sondern wird Teil eines kollektiven Widerstands.&#160; Kommt, hört zu, stellt Fragen – Xwebûn ist hier. Und es lässt sich nicht mehr aufhalten. Die kurdische Opernsängerin Mizgîn Tahir wurde in einer Künstlerfamilie in der Stadt Derbasiya geboren und wuchs in Sere Kaniye (Raas al-Ain) im Norden Syriens auf. Ihr Vater war ein sehr bekannter Sänger, ihr Bruder und ihre Schwester waren ebenfalls Sänger. Aber Mizgîn wollte einen anderen Weg einschlagen, sie wollte Opernsängerin werden. Sie begann ihr Musikstudium 1999 und schloss es 2004 mit dem Bachelor of Music ab. Seit ihrem Abschluss hat Mizgin Tahir an vielen Konzerten teilgenommen und unterrichtet Musik an der Akademie von Cigerxwin in Diyarbakir. Cemîle Şahîn ist Autorin und Künstlerin und wurde 1990 in Wiesbaden geboren. Sie hat in London und Berlin studiert und ist ars viva-Preisträgerin für Bildende Kunst. »TAXI« war ihr Debütroman, »ALLE HUNDE STERBEN« ihr zweiter, »KOMMANDO AJAX« ihr dritter Roman. Für ihr Schreiben wurde Cemile Sahin mit der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin. Açelya Erbaşlı, geboren 1997 in eine Arbeiterfamilie, bewegt sich zwischen Psychologie, alevitischer Lehre und Kunst. In ihrer akademischen Laufbahn arbeitete sie mit marginalisierten Jugendlichen und erforschte als Psychologin die Identitätsstrukturen und Emotionen kurdisch-deutscher Menschen. Seit ihrer Jugend schreibt sie Gedichte und nutzt Worte als Mittel um Widerstände und Gefühle greifbar zu machen. Auf Social Media setzt sie sich für Sichtbarkeit und Vernetzung insbesondere alevitischer und kurdischer Menschen ein. Berfin Emektar, geboren 1979 in Bingöl, begann ihre Theaterkarriere 1996 mit der Theatergruppe Şanoya Hevî, die unter dem MKM in İzmir tätig war. Zwischen 2004 und 2008 setzte sie ihre Arbeit mit Teatra Jîyana Nû in Istanbul fort. 2009 trat sie dem Stadttheater der Stadtverwaltung Diyarbakır bei. Im Jahr 2016 wurde ihr Arbeitsverhältnis nach der Einsetzung von Zwangsverwaltern in die Gemeinden beendet. Seit 2017 arbeitet sie als Schauspielerin, Regisseurin und Managerin am Amed-Stadttheater. Montag 03. MÄRZ &#8211; GESANGSABEND, Deyîş û Klamî û Dengbêj: 18:30 UhrDengbêj: Gülten Firat, Deyîş û Klamî: Maviş Güneşer &#38; Gule MayeraOrt: Dragonerareal Kiezraum, Mehringdamm, 10963 Berlin, 18:30 UhrEintritt: Kostenlos Alevitische Deyiş (Kirmanckî: Klamî/Kilamê) sind wesentlicher Bestandteil der alevitischen Glaubenspraxis und Kultur. Deyiş/Klamî sind keine klassischen Lieder, sondern eine poetische und lyrische Ausdrucksform, die sich mit religiösen und philosophischen Themen des Alevitentums beschäftigt. Traditionell geht es beispielsweise um Prinzipien von Liebe, Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Respekt für die Natur. Da Alevit*innen in der Vergangenheit und noch immer von Unterdrückung und staatlicher Gewalt betroffen sind, sind Deyiş/Klamî als mündliche Überlieferungen kulturellen Wissens zu verstehen. Dies wird vor allem durch die mündliche Weitergabe von alevitischen Frauen aufrechterhalten. Êzîdische Dengbêj stehen ebenfalls in dieser mündlich überlieferten Tradition. Der Gesang zeichnet sich durch emotionale, kraftvolle und eindringliche Töne aus. Es geht unter anderem um alltägliche Lebenserfahrungen, religiöse Themen und historische Ereignisse, wie Genozide (Ferman), denen&#160;Êzîd*innen immer wieder ausgesetzt waren. Dengbêj vermitteln Leid und Schmerz, aber erzählen auch von Liebe, religiösen Bräuchen und anderen mythologischen Erzählungen. Dengbêj bewahren somit das kulturelle Gedächtnis der êzîdischen Gemeinschaft, die als eine Form des kulturellen Widerstands zu verstehen ist. Insbesondere Frauen sind mit dieser mündlichen Kultur und religiösen Praktik tief verwurzelt und erhalten sie aufrecht. Deyiş/Klamî und Dengbêj sind essenziell für den Erhalt des Êzîdentums und Alevitentums. Beide Gemeinschaften und Praktiken stehen im Kontrast zu patriarchalen und staatlichen Mentalitäten, daher ist ihre Existenz stets bedroht. Deyiş und Dengbêj sind eine Bewahrung der Kultur und Widerstandsform gegen diese Existenzbedrohungen. Gerade alevitische und êzîdische Frauen übernehmen in der mündlichen Überlieferung dieses Wissens eine Vorreiterinnenrolle. Wir möchten in unserer Veranstaltung diese traditionelle und kulturelle Form des Widerstands würdigen und laden Euch ein, zu einem Abend voller kulturellen Wissen, traditionellen Klängen und Kollektivität. Maviş begann ihre Musikkarriere 1994 mit der Band Agıré Jiyan in Istanbul und veröffentlichte 1998 ihr erstes Soloalbum, Keje. Nach Aufenthalten in Brüssel und Paris ließ sie sich 2002 in Berlin nieder. Im Jahr 2004 brachte Maviş Güneşer eine Tochter zur Welt und setzte ihre musikalische Arbeit mit den Brüdern Metin &#38; Kemal Kahraman und der Lilith Band fort. Sie sang auf den Alben Meyman von Metin &#38; Kemal Kahraman, Çeveré Hazaru, das sich mit der alevitischen Literatur von Dersim befasst, Saé Moru, der König der Märchen und Oğul. Im März 2019 veröffentlichte Maviş Güneşer ihr zweites Soloalbum Ax de Vaji, ein dokumentarisches Werk, das die letzten 100 Jahre der politischen Geschichte von Dersim anhand von Klageliedern aufarbeitet. Maviş Güneşer, die ihren Hörern derzeit ihr drittes Soloalbum mit dem Titel Dılgran vorstellt, veröffentlicht ihre neuen Liebeslieder in Zazaki / Kirmanç. Gule Mayera wurde im Dorf Xaçeli in Hozat, Dêrsim geboren. Sie erhielt ihre Baglama-Ausbildung an der Erdal-Erzincan-Saz-Schule, und ihr professionelles Musikleben begann 1996 im Mesopotamien-Kulturzentrum. Im Jahr 1997 wirkte sie an dem Album Mezrabotanım Ez von Koma Rojhilat mit. In denselben Jahren nahm sie an verschiedenen Konzerten mit Koma Asmin teil, einer aus Frauen bestehenden Musikgruppe. 2001 ließ sich Mayêra in Deutschland nieder und arbeitete als Moderatorin von Kultur- und Kunstsendungen in Zazaki/Kırmançki auf verschiedenen Fernsehsendern wie Verasodır, Şiyasani, Teberık, Şemuge. Im Jahr 2010 veröffentlichte er sein zweites Album Mayéra mit Serya Mayéra. 2013 übersetzte und veröffentlichte Mayéra das Buch Rubaiyat Ömer Xeyyam ins Zazaki und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum Zazaki-Verlagswesen und zur modernen zaza-sprachigen Literatur. Heute engagiert sie sich neben ihrer Solokarriere für das Zaza Women Music Project. Dienstag 04. MÄRZ &#8211; THEATERSTÜCK &#8222;AMARGÎ&#8220;, 18:30 UhrTheatergruppe: Ceren Yildirim, Figen Doymus, Dilara Yildirim, Melisa TepeliOrt: Reformationskirche, Wiclefstraße 32, 10551 Berlin, 18:30 UhrTicket holen Amargi – Mit Jineolojî zu einem freien Theater? war die Abschlussarbeit im Masterstudiengang Angewandte Theaterwissenschaft von Ceren Yildirim. Das collective research Projekt entstand in Kooperation mit dem Jineoloji Zentrum Europa und in Koproduktion mit dem Implantieren Festival 2024, und führte durch teils öffentliche, teils geschlossene Prozesse von Vorträgen und Workshops zu einer Performance. Thematisch hat es sich mit Jineolojî beschäftigt und Gäste vom Jineoloji Zentrum Europa eingeladen. Jineolojî, ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die aus der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung entstanden ist. Die Bezeichnung setzt sich aus „jin“ für Frau (selbe Wurzel wie „jiyan“ für Leben) und „lojî“, was Wissen/ Erkenntnis bedeutet, zusammen. Ihr Ziel ist es, die Wahrheit über Frauen und die Gesellschaft zu erforschen und damit die Demokratisierung der Gesellschaft zu fördern. Nach drei Monaten kollektiver Forschung mit und über Jineolojî, der Wissenschaft der Frau und des Lebens, endete das Projekt Amargi mit einer Performance, die sich der Archäologie der Frau widmet. Wir &#8211; eine Gemeinschaft an Frauen, Forscherinnen, Aktivistinnen &#8211; graben, auf der Suche nach Frauenbefreiung, durch 9 Schichten in 9 Tausend Jahren und zeigen Fragmente unserer Funde. Amargi lädt dazu ein, die verborgenen Muster in der Geschichte der Frauen zu entdecken und neu zu interpretieren. Ausgehend von den kollektiven Forschungen und Erinnerungen prallen Mythen und Realität aufeinander. Es ist eine Reise zu den Wurzeln unserer Geschichte und Gemeinschaft, als Frauen, die gleichzeitig die Gegenwart reflektiert und mögliche Zukunftsperspektiven eröffnet. Künstlerische Leitung und Text: Ceren Yildirim Performerinnen: Figen Doymus, Dilara Yildirim, Melisa Tepeli Bühnenbild: Nhu Y Linda Nguyen Lichtdesign: Dana Maxim Fotografie: Ilhem Ben Jaballah Mit besonderem Dank an: Jineoloji Center Europa, Zozan Sîma,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Einladung zu den kurdischen Frauenkulturtagen 2025!</strong></p>



<p><a href="#ex" data-type="internal" data-id="#ex">Ausstellung</a> | <a href="#panel" data-type="internal" data-id="#panel">Panel</a> | <a href="#deyis">Deyî<em>ş</em> &amp; Dengbêj</a> | <a href="#theater">Theater</a> | <a href="#deq" data-type="internal" data-id="#deq">DEQ &amp; Nelken</a> | <a href="#gov">Govend</a> | <a href="#jin">Jineolojî &amp; Soziale Ökologie</a> | <a href="#demo">8. März Demo</a> | <a href="#kon">8. März Konzert</a></p>



<p>Cênî präsentiert in Zusammenarbeit mit JXK, TekoJIN, KJAR, Dest-Dan und Hûnera Mizgîn die Kurdischen Frauen Kulturtage 2025 unter dem Thema: „Xwebûn – Die Kunst des Widerstands“</p>



<p>Vom <strong>01. bis 08. März 2025</strong> erwartet euch eine inspirierende Woche voller Kunst, Kultur und Austausch. Wir eröffnen die Kulturtage am 01. März mit einer Vernissage, die den Auftakt für ein vielfältiges Programm bildet. Freut euch auf bewegende Musik, beeindruckende Kunst, dynamischen Tanz und inspirierende Workshops – jede Veranstaltung eröffnet ein einzigartiges Fenster in die Welt des Widerstands und der Selbstbestimmung, die sich im Konzept von Xwebûn widerspiegeln. Im Laufe der Woche könnt ihr euch auf ein breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen freuen, darunter Workshops, Gesangsabende, eine traditionelle Govendvorführung (Folkloretanz), Musik, Kunst und Theater. Den feierlichen Abschluss bildet am 08. März ein Konzert nur für FLINTA*. Zieht gerne eure tradionellen Trachten/Kleidung an für das Abschlusskonzert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1149 size-full" srcset="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-1024x683.jpg 1024w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-300x200.jpg 300w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-768x512.jpg 768w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-1536x1024.jpg 1536w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel-1140x760.jpg 1140w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/Design-ohne-Titel.jpg 1770w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Samstag 08. MÄRZ –  ABSCHLUSSKONZERT</strong> <br>Sänger:innen: Dîlan Top, Sheyda Ghavami<br><strong>Ort</strong>: HAU2, <a href="https://www.google.com/maps/place/data=!4m2!3m1!1s0x47a8502c5f538e7d:0x69b6b58cf073aab8?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hallesches Ufer 34,10963 Berlin</a><br><strong>&gt;&gt;&gt;&gt;Nur 200 Plätze&lt;&lt;&lt;&lt;</strong><br><strong>(NUR FÜR FLINTA* am</strong> <strong>feministischen Kampftag)</strong></p>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://hebbel-am-ufer-tickets.reservix.de/p/reservix/event/2370571?_locale=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konzert Tickets kaufen</a></div>
</div>
</div></div>



<p>Lasst uns alle gemeinsam am feministischen Kampftag, auf der Demo um 14 Uhr am Brandenburger Tor laut werden! Und danach zusammen singen und tanzen als Abschluss der Kulturtage!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Leider rüstet der Deutsche Bundeshaushalt in Rekordhöhe auf und kürzt im Bereich der Kunst und Kultur, deswegen brauchen wir eure Unterstützung, um die Kulturtage umzusetzen. </strong></p>



<iframe frameborder="0" marginheight="0" marginwidth="0" src="https://www.betterplace-widget.org/projects/149316?l=de" width="100%" height="320" style="border: 0; padding:0; margin:0;">Informieren und spenden: &lt;a href=&#39;https://www.betterplace.org/de/projects/149316-seid-teil-der-kurdischen-frauen-kulturtage-2025&#39; target=&#39;_blank&#39;&gt;„Seid Teil der Kurdischen Frauen Kulturtage 2025 “&lt;/a&gt; auf betterplace.org öffnen.</iframe>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Programm der Kulturtage:</strong></p>



<p id="ex"><strong>Samstag 01. MÄRZ: VERNISSAGE AUSSTELLUNG</strong> <strong>18 Uhr</strong><br>Ausstellende Künstler:innen:<strong> </strong>Bêrîvan Îbîn, Nefel, NubikArts, Selina Tango, Melina Tango, Susan Azizi, Shilda Rashid, kurdische Frauenbewegung<br>Ort: Alte Münze, Am Krögel 2, Berlin <br><strong>Besuchszeiten der Ausstellung: 03.-07. März, 10-18 Uhr</strong><br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p><strong>Bêrîvan Îbîn</strong> ist bildende Künstlerin und Tätowiererin. Sie hat einen Bachelor in Philosophie und Spanisch an der Universität Osnabrück und der Universidad de La Plata in Argentinien gemacht. An der Universität Hildesheim hat sie ihren Master in Philosophie und Künste interkulturell mit dem Schwerpunkt post- und dekoloniale Theorien gemacht. Mit Fokus auf kurdische Kultur, Identität und Widerstand verbindet sie Kunst, soziale Themen und persönliche Geschichten in ihren Werken.</p>



<p><strong>Susan Azizi</strong> ist kurdisch-iranische Installations-Künstlerin und Bildhauerin. Im Iran arbeitete sie als Bildhauerin und Leiterin einer Werkstatt für Kunst im Öffentlichen Raum. Ihre Arbeit behandelt Themen wie Migration, Unterdrückung, Macht und Geschichte auf politischer und persönlicher, intimer und existenzieller Ebene. Seit 2014 lebt sie im Exil in Deutschland.</p>



<p><strong>Selina Tango</strong> ist Kunststudentin und Künstlerin &#8211; &#8222;Seit 2016 widme ich mich intensiv der Kunst, geprägt von meinen kurdischen Wurzeln und dem Wunsch, Kultur und Identität lebendig zu halten. Ein zentrales Thema meiner Werke ist die Stärke der Frauen – ihre Geschichten sichtbar zu machen, liegt mir besonders am Herzen. Kunst gibt mir die Freiheit, meine Gedanken in greifbare Formen zu verwandeln. Der kreative Austausch mit meiner Schwester, die ebenfalls Künstlerin ist, inspiriert mich und bereichert meinen Schaffensprozess.&#8220;</p>



<p><strong>Nefel</strong> ist eine in Berlin lebende Filmfotografin. In ihrer Arbeit setzt sie den Fokus auf Kurdistan sowie das Leben in der kurdischen Diaspora in Deutschland. Mit ihren Momentaufnahmen fängt sie die Natur und den Alltag in Kurdistan sowie in der Diaspora authentisch ein. Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist die Sichtbarkeitsarbeit: Sie dokumentiert traditionelle Trachten, Tänze, Musik, Festivals und Demonstrationen und schafft so ein visuelles Archiv kurdischer Identität und Kultur. Dazu gehört auch die Sichtbarmachung kurdischer FLINTA, deren Geschichten, Kämpfe und Widerstände in ihren Bildern einen besonderen Raum finden.</p>



<p><strong>Nubikarts</strong>, mit bürgerlichem Namen Nubihar, ist eine kurdische Künstlerin aus Amed. Für sie ist Kunst weit mehr als nur Ausdruck – sie ist Therapie, Widerstand und ein Weg, die Welt lebendiger zu gestalten. In jedem Pinselstrich steckt ein Stück Heilung, in jeder Farbe ein Stück Hoffnung. Trotz einer naturwissenschaftlichen Ausbildung, die sie gegen ihren Willen absolvieren musste, hat sie ihren künstlerischen Weg nie verlassen. Ihre Kunst ist ein Statement: Kurdische Kultur und Identität sollen nicht nur mit Krieg und Leid in Erinnerung bleiben, sondern auch mit Schönheit, Kreativität und Beständigkeit. Mit ihrer Kunst bewahrt und gestaltet sie die Existenz ihres Volkes, gibt Emotionen Raum und macht die Welt ein Stück bunter – denn ohne Kunst wäre sie schlicht zu langweilig. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="panel"><strong>Sonntag 02. MÄRZ PODIUMSDISKUSSION 19 Uhr</strong> mit<strong> </strong>“Xwebûn in der Kunst” <br>Panelist:innen: Mizîn Tahîr &#8211; Opernsängerin aus Rojava, Açelya, Berfîn Emektar, Cemîle Şahîn, <br>Ort: Spore Initiative, <a href="https://www.google.com/maps/place//data=!4m2!3m1!1s0x47a84fd51de9d3bb:0xc6545250c9eb4468?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111">Hermannstraße 86, 12051 Berlin</a>, 19 Uhr<br>Sprachen: Kurmancî | Deutsch<br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p>Im Zentrum steht *Xwebûn* – das radikale Konzept der Selbstbestimmung. Es ist mehr als ein Wort, es ist eine Haltung, ein Kampf, eine gelebte Realität. Jede der Künstlerinnen bringt ihre eigene Interpretation mit, doch sie alle vereint ein Ziel: durch ihre Kunst Grenzen zu sprengen, das Unsichtbare sichtbar zu machen, den Geist eines freien Volkes und einer freien Frau in jedem Strich, jedem Ton, jedem Wort lebendig werden zu lassen.&nbsp;</p>



<p>Ihre künstlerischen Arbeiten sind keine bloßen ästhetischen Gesten – sie sind Rufe nach Gerechtigkeit, sie sind Zeugnisse der Geschichte, sie sind der Atem eines Volkes, das sich nicht unterwerfen lässt. Ob durch Malerei, Musik, Literatur oder Performance – diese Künstlerinnen verwandeln Schmerz in Schönheit, Wunden in Widerstand und Unterdrückung in Aufstand. In diesem Podium hört das Publikum nicht nur zu, sondern wird Teil eines kollektiven Widerstands.&nbsp; Kommt, hört zu, stellt Fragen – Xwebûn ist hier. Und es lässt sich nicht mehr aufhalten.</p>



<p>Die kurdische <strong>Opernsängerin Mizgîn Tahir</strong> wurde in einer Künstlerfamilie in der Stadt Derbasiya geboren und wuchs in Sere Kaniye (Raas al-Ain) im Norden Syriens auf. Ihr Vater war ein sehr bekannter Sänger, ihr Bruder und ihre Schwester waren ebenfalls Sänger. Aber Mizgîn wollte einen anderen Weg einschlagen, sie wollte Opernsängerin werden. Sie begann ihr Musikstudium 1999 und schloss es 2004 mit dem Bachelor of Music ab. Seit ihrem Abschluss hat Mizgin Tahir an vielen Konzerten teilgenommen und unterrichtet Musik an der Akademie von Cigerxwin in Diyarbakir.</p>



<p><strong>Cemîle Şahîn</strong> <strong>ist Autorin und Künstlerin</strong> und wurde 1990 in Wiesbaden geboren. Sie hat in London und Berlin studiert und ist ars viva-Preisträgerin für Bildende Kunst. »TAXI« war ihr Debütroman, »ALLE HUNDE STERBEN« ihr zweiter, »KOMMANDO AJAX« ihr dritter Roman. Für ihr Schreiben wurde Cemile Sahin mit der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.</p>



<p><strong>Açelya Erbaşlı</strong>, geboren 1997 in eine Arbeiterfamilie, bewegt sich zwischen Psychologie, alevitischer Lehre und Kunst. In ihrer akademischen Laufbahn arbeitete sie mit marginalisierten Jugendlichen und erforschte als Psychologin die Identitätsstrukturen und Emotionen kurdisch-deutscher Menschen. Seit ihrer Jugend schreibt sie Gedichte und nutzt Worte als Mittel um Widerstände und Gefühle greifbar zu machen. Auf Social Media setzt sie sich für Sichtbarkeit und Vernetzung insbesondere alevitischer und kurdischer Menschen ein.</p>



<p><strong>Berfin Emektar</strong>, geboren 1979 in Bingöl, begann ihre Theaterkarriere 1996 mit der Theatergruppe Şanoya Hevî, die unter dem MKM in İzmir tätig war. Zwischen 2004 und 2008 setzte sie ihre Arbeit mit Teatra Jîyana Nû in Istanbul fort. 2009 trat sie dem Stadttheater der Stadtverwaltung Diyarbakır bei. Im Jahr 2016 wurde ihr Arbeitsverhältnis nach der Einsetzung von Zwangsverwaltern in die Gemeinden beendet. Seit 2017 arbeitet sie als Schauspielerin, Regisseurin und Managerin am Amed-Stadttheater.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="deyis"><strong>Montag 03. MÄRZ &#8211;</strong> <strong>GESANGSABEND, Deyîş û Klamî û Dengbêj: 18:30 Uhr</strong><br>Dengbêj: Gülten Firat, <br>Deyîş û Klamî: Maviş Güneşer &amp; Gule Mayera<br>Ort: Dragonerareal Kiezraum, <a href="https://www.google.com/maps/place//data=!4m2!3m1!1s0x47a8502938aef9d7:0x904ce985baf1a26d?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111">Mehringdamm, 10963 Berlin</a>, 18:30 Uhr<br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p>Alevitische Deyiş (Kirmanckî: Klamî/Kilamê) sind wesentlicher Bestandteil der alevitischen Glaubenspraxis und Kultur. Deyiş/Klamî sind keine klassischen Lieder, sondern eine poetische und lyrische Ausdrucksform, die sich mit religiösen und philosophischen Themen des Alevitentums beschäftigt. Traditionell geht es beispielsweise um Prinzipien von Liebe, Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Respekt für die Natur. Da Alevit*innen in der Vergangenheit und noch immer von Unterdrückung und staatlicher Gewalt betroffen sind, sind Deyiş/Klamî als mündliche Überlieferungen kulturellen Wissens zu verstehen. Dies wird vor allem durch die mündliche Weitergabe von alevitischen Frauen aufrechterhalten.</p>



<p>Êzîdische Dengbêj stehen ebenfalls in dieser mündlich überlieferten Tradition. Der Gesang zeichnet sich durch emotionale, kraftvolle und eindringliche Töne aus. Es geht unter anderem um alltägliche Lebenserfahrungen, religiöse Themen und historische Ereignisse, wie Genozide (Ferman), denen&nbsp;Êzîd*innen immer wieder ausgesetzt waren. Dengbêj vermitteln Leid und Schmerz, aber erzählen auch von Liebe, religiösen Bräuchen und anderen mythologischen Erzählungen. Dengbêj bewahren somit das kulturelle Gedächtnis der êzîdischen Gemeinschaft, die als eine Form des kulturellen Widerstands zu verstehen ist. Insbesondere Frauen sind mit dieser mündlichen Kultur und religiösen Praktik tief verwurzelt und erhalten sie aufrecht.</p>



<p>Deyiş/Klamî und Dengbêj sind essenziell für den Erhalt des Êzîdentums und Alevitentums. Beide Gemeinschaften und Praktiken stehen im Kontrast zu patriarchalen und staatlichen Mentalitäten, daher ist ihre Existenz stets bedroht. Deyiş und Dengbêj sind eine Bewahrung der Kultur und Widerstandsform gegen diese Existenzbedrohungen. Gerade alevitische und êzîdische Frauen übernehmen in der mündlichen Überlieferung dieses Wissens eine Vorreiterinnenrolle.</p>



<p>Wir möchten in unserer Veranstaltung diese traditionelle und kulturelle Form des Widerstands würdigen und laden Euch ein, zu einem Abend voller kulturellen Wissen, traditionellen Klängen und Kollektivität.</p>



<p><strong>Maviş</strong> begann ihre Musikkarriere 1994 mit der Band Agıré Jiyan in Istanbul und veröffentlichte 1998 ihr erstes Soloalbum, Keje. Nach Aufenthalten in Brüssel und Paris ließ sie sich 2002 in Berlin nieder. Im Jahr 2004 brachte Maviş Güneşer eine Tochter zur Welt und setzte ihre musikalische Arbeit mit den Brüdern Metin &amp; Kemal Kahraman und der Lilith Band fort. Sie sang auf den Alben Meyman von Metin &amp; Kemal Kahraman, Çeveré Hazaru, das sich mit der alevitischen Literatur von Dersim befasst, Saé Moru, der König der Märchen und Oğul. Im März 2019 veröffentlichte Maviş Güneşer ihr zweites Soloalbum Ax de Vaji, ein dokumentarisches Werk, das die letzten 100 Jahre der politischen Geschichte von Dersim anhand von Klageliedern aufarbeitet. Maviş Güneşer, die ihren Hörern derzeit ihr drittes Soloalbum mit dem Titel Dılgran vorstellt, veröffentlicht ihre neuen Liebeslieder in Zazaki / Kirmanç.</p>



<p><strong>Gule Mayera</strong> wurde im Dorf Xaçeli in Hozat, Dêrsim geboren. Sie erhielt ihre Baglama-Ausbildung an der Erdal-Erzincan-Saz-Schule, und ihr professionelles Musikleben begann 1996 im Mesopotamien-Kulturzentrum. Im Jahr 1997 wirkte sie an dem Album Mezrabotanım Ez von Koma Rojhilat mit. In denselben Jahren nahm sie an verschiedenen Konzerten mit Koma Asmin teil, einer aus Frauen bestehenden Musikgruppe. 2001 ließ sich Mayêra in Deutschland nieder und arbeitete als Moderatorin von Kultur- und Kunstsendungen in Zazaki/Kırmançki auf verschiedenen Fernsehsendern wie Verasodır, Şiyasani, Teberık, Şemuge. Im Jahr 2010 veröffentlichte er sein zweites Album Mayéra mit Serya Mayéra. 2013 übersetzte und veröffentlichte Mayéra das Buch Rubaiyat Ömer Xeyyam ins Zazaki und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum Zazaki-Verlagswesen und zur modernen zaza-sprachigen Literatur. Heute engagiert sie sich neben ihrer Solokarriere für das Zaza Women Music Project. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="theater"><strong>Dienstag 04. MÄRZ &#8211; THEATERSTÜCK &#8222;AMARGÎ&#8220;, 18:30 Uh</strong>r<br>Theatergruppe: Ceren Yildirim, Figen Doymus, Dilara Yildirim, Melisa Tepeli<br>Ort: <a href="https://www.google.com/maps/place//data=!4m2!3m1!1s0x47a8516ce811dd69:0x6875457138e1cd07?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111">Reformationskirche, Wiclefstraße 32, 10551 Berlin</a>, 18:30 Uhr<br><a href="https://www.eventbrite.de/e/amargi-mit-jinoloji-zu-einem-freien-theater-tickets-1256508573969?aff=oddtdtcreator">Ticket holen </a></p>



<p><strong>Amargi – Mit Jineolojî zu einem freien Theater?</strong> war die Abschlussarbeit im Masterstudiengang Angewandte Theaterwissenschaft von Ceren Yildirim. Das collective research Projekt entstand in Kooperation mit dem Jineoloji Zentrum Europa und in Koproduktion mit dem Implantieren Festival 2024, und führte durch teils öffentliche, teils geschlossene Prozesse von Vorträgen und Workshops zu einer Performance. Thematisch hat es sich mit Jineolojî beschäftigt und Gäste vom Jineoloji Zentrum Europa eingeladen. Jineolojî, ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die aus der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung entstanden ist. Die Bezeichnung setzt sich aus „jin“ für Frau (selbe Wurzel wie „jiyan“ für Leben) und „lojî“, was Wissen/ Erkenntnis bedeutet, zusammen. Ihr Ziel ist es, die Wahrheit über Frauen und die Gesellschaft zu erforschen und damit die Demokratisierung der Gesellschaft zu fördern.</p>



<p>Nach drei Monaten kollektiver Forschung mit und über Jineolojî, der Wissenschaft der Frau und des Lebens, endete das Projekt Amargi mit einer Performance, die sich der Archäologie der Frau widmet. Wir &#8211; eine Gemeinschaft an Frauen, Forscherinnen, Aktivistinnen &#8211; graben, auf der Suche nach Frauenbefreiung, durch 9 Schichten in 9 Tausend Jahren und zeigen Fragmente unserer Funde. Amargi lädt dazu ein, die verborgenen Muster in der Geschichte der Frauen zu entdecken und neu zu interpretieren. Ausgehend von den kollektiven Forschungen und Erinnerungen prallen Mythen und Realität aufeinander. Es ist eine Reise zu den Wurzeln unserer Geschichte und Gemeinschaft, als Frauen, die gleichzeitig die Gegenwart reflektiert und mögliche Zukunftsperspektiven eröffnet.</p>



<p><strong>Künstlerische Leitung und Text:</strong> Ceren Yildirim <br>Performerinnen: Figen Doymus, Dilara Yildirim, Melisa Tepeli <br>Bühnenbild: Nhu Y Linda Nguyen <br>Lichtdesign: Dana Maxim<br> Fotografie: Ilhem Ben Jaballah</p>



<p>Mit besonderem Dank an: Jineoloji Center Europa, Zozan Sîma, Dilar Dirik, Hêlîn Dirik.</p>



<p><strong>Ceren Yildirim</strong> absolvierte den Master Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie arbeitet multimedial im Bereich der darstellenden Künste, meist im Bereich Regie und Dramaturgie. Ihre thematischen Schwerpunkte sind Widerstandsgeschichten und -kulturen im mittleren Osten, Wahrheitsregime und Dokumentalität.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="deq"><strong>Mittwoch 05. MÄRZ &#8211; WORKSHOP zu Deq &amp; Nelken, 17 Uhr</strong><br>Workshop: Deq Dilara Eldeniz (@dilaraeldnz),<br>Nelken: @tekojin.berlin<br>Ort: <a href="https://www.google.com/maps/place//data=!4m2!3m1!1s0x47a84e2ea978c849:0xed84bc4c2107a85a?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111">Oranienstraße 72, 10969 Berlin</a>, 17 Uhr<br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p>Dieser Workshop besteht aus zwei Teilen zuerst wird Dilara Eldeniz euch die uralte Tradition des Deq vermitteln – ein Erbe, das durch die Hände der Frauen bewahrt und weitergegeben wird. Dabei werden die Rituale beleuchtet, die das Tätowieren begleiten, sowie die spirituelle Bedeutung der Symbole. Zudem werden die traditionellen Techniken vermittelt: von den natürlichen Pigmenten bis hin zur Kunst, mit der Nadel selbst zu stechen. Im zweiten Teil werden junge kurdische Frauen von TekoJIN Berlin euch den Nelkenapfel vorstellen – ein Symbol für Schutz, Erinnerung, Widerstand, Frieden und Liebe. Traditionell besteht er aus einem mit Nelken gespickten Apfel und wurde besonders von Frauen in schwierigen Zeiten genutzt, um Verbundenheit und kulturelle Identität auszudrücken. Neben Nelkenäpfeln werden auch Armbänder und Lesezeichen gebastelt. Zudem wird es Infotische, Musik, Snacks und eine inspirierende Atmosphäre geben.</p>



<p><strong>Dilara Eldeniz</strong> ist Kulturforscherin mit Schwerpunkt auf kurdischer und mesopotamischer Symbolik, insbesondere Deq, sowie auf traditionellen Symbolsystemen der Amazigh. In den letzten vier Jahren führte sie ethnografische Forschungen in kurdischen Regionen, dem Libanon, Ägypten und Syrien durch. Ihre Kooperationen mit kurdischen und arabischen Archiven konzentrieren sich auf die museale Aufbereitung, wissenschaftliche Weiterverarbeitung und Digitalisierung von Artefakten um kulturelles Erbe zu dokumentieren, zu kontextualisieren und zugänglich zu machen. Derzeit bereitet sie die Veröffentlichung eines Buches zur Symbolik und Bedeutung traditioneller Deq vor, das in enger Zusammenarbeit mit Kulturarchiven in Kurdistan&nbsp;entsteht.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="gov"><strong>Donnerstag 06. MÄRZ &#8211; GOVEND, TÄNZE &amp; TRACHTEN, 19 Uhr</strong><br>Gruppe: Jinên Koma Feraşîn û Delîl Çiyager, Hûnera Mizgîn<br>Ort: Kiezkapelle, Hermannstr. 102, 12051 Berlin<br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p>Am 06.03.2025 findet der Kulturabend zu Govend, Tänzen und Trachten statt.</p>



<p>Unser Programm für diesen Abend beinhaltet eine Präsentation, welche die Trachten sowie die Stellung der Frau in den verschiedenen Bereichen Bakûrê Kurdistans verdeutlicht. Hierbei liegt der Fokus auf der politischen, kulturellen und sozialen Ebene. Desweiteren wird es einen Govend Auftritt der Frauen Koma Feraşîns und Delîl Cîyager geben und im Anschluss eine Modenschau, die zur Vorstellung originaler Trachten der Frauen Kurdistans dient. Den Abend lassen wir mit gemeinsamem Tanzen ausklingen!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="jin"><strong>Freitag 07. MÄRZ &#8211; WORKSHOP zu Jineolojî &amp; Soziale Ökologie, 17 Uhr</strong><br>Referent:innen: <br>Şermin G., Umweltanthropologin, @shermin_xan, Menekşe K., Klima &amp; Energie Expertin, @menekse.kizildere, Jinên Xwendekaren Berlin (JXK), @jinenxwendekaren.berlin<br>Ort: Spore Initiative, <a href="https://www.google.com/maps/place//data=!4m2!3m1!1s0x47a84fd51de9d3bb:0xc6545250c9eb4468?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111">Hermannstraße 86, 12051 Berlin</a>, 17 Uhr<br>Eintritt: Kostenlos</p>



<p><strong>Şermin Güven</strong> M.A., ist Kultur- und Sozialanthropologin mit einem Schwerpunkt auf Umweltfragen im Einzugsgebiet von Euphrat und Tigris und deren Bewohner*innen. Als Forscherin und Regionalberaterin konzentriert sie ihre Arbeit auf Ökologie, Wasser, Flüsse, Überschwemmungen und Dürren einerseits sowie auf Krisen und Politik andererseits. Derzeit ist sie als assoziierte Wissenschaftlerin an der Katastrophenforschungsstelle der Freien Universität Berlin tätig, mit einem Schwerpunkt auf vielschichtigen Krisen, die durch Wasserknappheit ausgelöst werden. Zudem verfolgt sie die Lösungsagenda lokaler Organisationen in kurdischen Gebieten. Sie engagiert sich für die Sichtbarkeit von Frauenperspektiven in Klimadebatten. Als Vorstandsmitglied der Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. ist Şermin für Projekte im Bereich der humanitären Krise und des gesicherten Wasserzugangs mitverantwortlich. Sie ist in Berlin und Nordrhein-Westfalen in Netzwerken für Ökologie und Climate-Justice-Initiativen als beratende und projektgestaltende Person aktiv. Zuletzt hat sie von 2023 bis 2025 gemeinsam mit Lotta Schäfer das <em>Spore Initiatives Wasserbodies – Wasserspiegel</em> Projekt mitkonzipiert.</p>



<p>Menekse KIZILDERE , Climate Crisi and Energy Policy Expert<br>Has a degree of Environmental Engineering (Civil Engineering lateral department) from Atatürk University. Also have had environmental engineering education from National Chung Hsing University. She has a four years working experience at civil society, on protecting natural resources, pollution problems on public health, biodiversity crisis, ecological balance of vulnerable areas, climate change, environmental policy/low, pollution problems about both rural and urban lands, energy policy and so on.<br>The technical job was about, prepare technical reports on variety of environmental problems with many aspects of these problems such as, social, health, financial, prepare opinion reports for environmental regulations for government, meet public help demands on environmental problems, interpret developments on environmental policy making processes, coordinate campaigns. In 2013, Kızıldere began engaging in local politics within the HDP. Between 2019 and 2023, she served as the spokesperson for the HDP Ecology Commission and z was a member of the Party Assembly. In the 2023 Turkish general elections, she ran as a parliamentary candidate and later as a mayoral candidate in the local elections. She continues her work within the Kurdish women&#8217;s movement.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="demo">Liebe Freund*innen, Schwestern, Mütter, Genoss*innen,</p>



<p>überall auf der Welt nimmt der Angriff auf uns Frauen zu: In den Gefängnissen von Goma, in den Krankenhäusern von Kolkata, im Sudan, in Palästina, Kurdistan, Chiapas und anderswo. Wir werden misshandelt, versklavt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Jeden Tag und zu jeder Sekunde.</p>



<p>Derweil ziehen weltweit immer mehr konservative und rechte Kräfte in die Parlamente, die für Kriegstreiberei, Genozide sowie frauenfeindliche und faschistische Politik verantwortlich sind.</p>



<p>Unsere Antwort lautet: Selbstverteidigung. Überall dort, wo wir Frauen und andere Geschlechter unterdrückt werden, leisten wir Widerstand gegen Patriarchat, Kapital, Faschismus und Imperialismus. Widerstand ist Leben und unser Widerstand ist unaufhaltsam!</p>



<p>Lasst uns deshalb am 8. März gemeinsam durch die Straßen ziehen und unseren Ärger, unsere Trauer und unsere Wut lauter ertönen denn je! Hoch lebe die Frauenrevolution in Rojava und weltweit!</p>



<p id="demo">Jin Jiyan Azadî!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-1142" srcset="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-1024x1024.jpeg 1024w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-300x300.jpeg 300w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-150x150.jpeg 150w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-768x768.jpeg 768w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608-75x75.jpeg 75w, https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/03/signal-2025-02-25-200608.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="kon"><strong>Samstag 08. MÄRZ &#8211; FINISSAGE der Kulturtage mit ABSCHLUSSKONZERT </strong><br>Sänger:innen: Dîlan Top, Sheyda Ghavami<br>Instagram: @dilan.top, @sheydaghavamimusic<br>Ort: HAU2, <a href="https://www.google.com/maps/place/data=!4m2!3m1!1s0x47a8502c5f538e7d:0x69b6b58cf073aab8?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hallesches Ufer 34,10963 Berlin</a> <br><strong>(NUR FÜR FLINTA* am</strong> <strong>feministischen Kampftag)</strong><br><a href="https://hebbel-am-ufer-tickets.reservix.de/p/reservix/event/2370571?_locale=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tickets für das Abschlusskonzert</a></p>



<p><strong>Dîlan Top</strong>, geboren in Dêrsim, ist eine junge kurdische Musikerin aus Deutschland. Ihre professionelle musikalische Ausbildung hat sie an der Mainzer Weltmusikakademie genossen. Gleichzeitig unterrichtete sie dort u.a. Kinder in der Tenbûr. In Mainz absolvierte sie zudem erfolgreich ihren Masterabschluss in Management. In ihren Interpretationen verschafft sie ihrer Zuhörerschaft durch traditionelle und authentische Klänge einen Zugang zur Heimatlichkeit und Kultur. Sie singt auf Kurmancî, Zazakî, Türkisch und Armenisch. Die Tenbûr ist dabei ihre stetige Begleiterin. Dieses Instrument ermöglicht es ihr, die Traditionen ihrer Wurzeln in ihren Klängen wiederzugeben. </p>



<p><strong>Sheyda Ghavami </strong>wurde in Sanandaj, Iran, in einer Musikerfamilie geboren, die der Sufi-Tradition entstammt. Schon als Kind interessierte sie sich für verschiedene Kunstsparten, insbesondere für Theater und Musik. Als sie 17 Jahre alt war, begann sie heimlich Gesangsunterricht zu nehmen, wo sie vor allem Maqams in traditioneller persischer Musik lernte. Da es Frauen im Iran verboten war zu singen, musste sie diese Privatstunden im Geheimen nehmen, die sie schließlich auch aufgrund des gesellschaftlichen Drucks aufgeben musste. Damit verlor sie ihren einzigen Raum zum Singen.<br>2013 musste sie aufgrund ihres politischen Engagements, vor allem für Frauenrechte, aus dem Iran fliehen und ging in die Türkei. In der Türkei begann sie wieder zu singen. Sie arbeitete mit dem berühmten kurdischen Sänger Naser Rezzazi zusammen und nahm ihr erstes Lied namens &#8222;Shirinim&#8220; auf, das den inhaftierten und hingerichteten Frauen im Iran gewidmet ist.<br>2014 kam Sheyda Ghavami nach Deutschland und setzte ihre musikalische Karriere als Sängerin fort, wo sie weiterhin mit anderen kurdischen Musikern zusammenarbeitete. Sie sang auch das traditionelle Lied &#8222;De Magri&#8220; auf dem Album des iranischen Musikers Reza Samani mit dem Titel &#8222;Encounters&#8220;. Bis 2021 nahm sie 7 Lieder auf. Außerdem gab sie mehrere Konzerte nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Städten sowie in Kurdistan und im Irak</p>



<p>Wir freuen uns auf euch!</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/01/Kurdische-Frauen-Kulturtage.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Kurdische Frauen Kulturtage."></object><a id="wp-block-file--media-5f2c3e2d-9bed-4013-b5ef-c2eedefd09d4" href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/01/Kurdische-Frauen-Kulturtage.pdf">Kurdische Frauen Kulturtage</a><a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/01/Kurdische-Frauen-Kulturtage.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-5f2c3e2d-9bed-4013-b5ef-c2eedefd09d4">Herunterladen</a></div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/01/Blogbeitragbild-800x600-1.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="800"
				height="600">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[Blogbeitragbild 800x600]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2025/01/Blogbeitragbild-800x600-1-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Manbidsch &#8211; eine Stadt unter wiederholter Besatzung von Kongra Star</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/manbidsch-eine-stadt-unter-wiederholter-besatzung-von-kongra-star/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 18:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[rojava]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=1022</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbidsch-eine-Stadt-unter-wiederholter-Besatzung.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Manbidsch - eine Stadt unter wiederholter Besatzung."></object><a id="wp-block-file--media-18ce0f4b-8e47-4e23-af99-04aa8a8ea1b3" href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbidsch-eine-Stadt-unter-wiederholter-Besatzung.pdf">Manbidsch &#8211; eine Stadt unter wiederholter Besatzung</a><a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbidsch-eine-Stadt-unter-wiederholter-Besatzung.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-18ce0f4b-8e47-4e23-af99-04aa8a8ea1b3">Herunterladen</a></div>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbij-a-city-under-repeated-occupation.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Manbij - a city under repeated occupation."></object><a id="wp-block-file--media-f509ddb8-e3e4-4295-ba29-68a6692d985b" href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbij-a-city-under-repeated-occupation.pdf">Manbij &#8211; a city under repeated occupation</a><a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/Manbij-a-city-under-repeated-occupation.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-f509ddb8-e3e4-4295-ba29-68a6692d985b">Herunterladen</a></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/1-1.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="1080"
				height="1080">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[1]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/12/1-1-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Erklärung zum 25. November: Unsere Selbstverteidigung gegen ihre Kriege!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/erklaerung-zum-25-november-unsere-selbstverteidigung-gegen-ihre-kriege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2024 19:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[mirabal]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverteidigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=974</guid>

					<description><![CDATA[Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar. Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen. Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen. Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben. Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen. Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. 23. November 2024]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar.</p>



<p>Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen.</p>



<p>Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen.</p>



<p>Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben.</p>



<p>Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen.</p>



<p>Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!<br>Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p>23. November 2024</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/01/20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="990"
				height="556">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/01/20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Kurdische Frauen Kulturtage vom 2-8. März 2024</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/kurdische-frauen-kulturtage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 16:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturtage]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[kulturwoche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=679</guid>

					<description><![CDATA[2. März &#8211; Podiumsdiskussion &#124; 3. März &#8211; Kulinarik &#124; 4. März &#8211; Dêq &#124; 5. März &#8211; Dengbêj &#124; 6. März &#8211; Folklore &#124; 7. März &#8211; Jineolojî &#124; 8. März &#8211; Abschlusskonzert zum Weltfrauentag &#124; 2-8. März &#8211; Kunstausstellungen &#124; Programm runterladen &#124; Situation in Kurdistan Kurdistan ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Mesopotamiens und war Schauplatz vieler verschiedener Hochkulturen. Seit Jahrhunderten erlebt diese Region immer wieder schwerste Verwüstungen, Plünderungen und neue Grenzziehungen. Kurdistan wurde 1923 durch den Vertrag von Lausanne in vier Teile geteilt. Seitdem leben mehr als 40 Millionen Kurd*innen unter der Vorherrschaft vier verschiedener Staaten (Türkei, Iran, Irak und Syrien). In diesen wurde ihnen das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. Deshalb haben sie sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit zahlreichen Aufständen gegen Kolonialisierung, Assimilation, Massaker und Unterdrückung gewehrt. Diese wurden jedoch größtenteils durch die Besatzerstaaten brutal niedergeschlagen. Gegenüber dieser Politik&#160;ist der kurdische Freiheitskampf in den letzten Jahrzehnten immer stärker geworden und hat eigene Lösungsmodelle entwickelt. Vor Allem der Widerstand der Frauen hat stark dazu beigetragen, dass&#160;die Kultur der Kurd*innen sich&#160;noch einmal neu und stärker konsolidiert und weiterentwickelt hat. Rolle der Frauen Parallel zu den Freiheitsbestrebungen des kurdischen Volkes haben sich kurdische Frauen auf der Grundlage einer von Kurd*innen selbst entwickelten Frauenbefreiungsideologie organisiert. Die kurdische Frauenbewegung ist in allen vier Teilen Kurdistans und in Europa zu einer politischen und gesellschaftlichen Kraft geworden. Sie vertritt die Forderungen der kurdischen Frauen, stärkt die Solidarität unter Frauen, auch international und arbeitet an der Verwirklichung gesellschaftlicher Alternativen. So wurden in vergangenen Jahren in vielen Dörfern und Städten Kurdistans Frauenräte, -vereine, -kooperativen, -medien, -beratungszentren, -akademien und viele weitere Einrichtungen aufgebaut. Durch die breite Basisorganisierung und internationale Vernetzung konnten Kampagnen gegen sexualisierte Gewalt, für die Freilassung von politischen Gefangenen, für Frieden und Demokratie in Kurdistan eine starke,&#160;erfolgreiche&#160;Wirkung erzielen. Im Zentrum der Kunst in Kurdistan steht oft die Frau. Sie hat im Laufe der Geschichte einen großen Beitrag, vor allem zur teilweisen mündlich überlieferten Kultur der Kurdinnen, geleistet. Zu diesem Anlass finden dieses Jahr vom 02. bis 08. März dem Weltfrauentag unter dem Motto die “Kunst des Widerstands” die kurdischen Frauenkulturtage statt. Es wird jeden Abend eine Veranstaltung über die Kunst und Kultur der kurdischen Frau geben, die ihre Identität, ihre Ideologie und ihren Widerstand leistenden Charakter widerspiegelt. 2. März: Jin Jiyan Azadî: Die Kunst des Widerstands und die Rolle der kurdischen Frauen, wie drückt die kurdische Fraue ihren Widerstand durch Kunst und Kultur aus Unsere Kulturtage beginnen mit einer Podiumsdiskussion in der verschiedene kurdische Frauen über ihre Arbeit als Kunst und Kulturschaffende und ihren Aktivismus als Frauen reden werden. Kurdische Frauen mussten viel Widerstand leisten, sowohl gegen die Kolonialherrschaft als auch gegen die bestehenden&#160;patriarchalen und&#160;gesellschaftlichen Einflüsse. Wir möchten verschiedene Perspektiven auf ein Podium bringen, die diese unterschiedlichen Formen des Widerstands repräsentieren und damit allen Frauen, die sich dieser Unterdrückungen auflehnen eine Stimme geben. Referentinnen: Hêvîn Tekin (Schauspielerin), Leyla Ekinci (Künstlerin, Kulturaktivistin und Moderatorin), Havîn Al-Sindy (Künstlerin) Moderation: Esra Yula Wann: Samstag, 2. März 2024, 19 Uhr (7 PM)Ort: Spore Initiative, Hermannstraße 86 in 12051 Berlin (Auditorium)(U8 &#8211; Leinestraße, S-Bahn Hermannstraße) 3. März: Kulinarik &#8211; Traditionelle kurdische Kochkunst der Frauen Die kurdische Küche umfasst verschiedene regionale Kochstile und kulinarische Spezialitäten. Sie beruht auf einer uralten Tradition, in der auch die Frauen eine wichtige Rolle in der Weitergabe spielen. Gekocht und gegessen wird viel Gemüse, Fleisch (sofern vorhanden)&#160;und Getreide. Da viele Kurd*innen von der Landwirtschaft leben, gehören auch Milchprodukte wie Käse und Joghurt zu den Grundnahrungsmitteln. Die „Hauptquelle”&#160;(oder Akteurin) für die kurdische Küche ist die Frau, weshalb ihr in der kurdischen Kochkunst eine besondere Rolle zukommt. Wir dürfen bei dieser Veranstaltung kurdischen Müttern und Frauen des Frauenrats Destdan bei dem Zubereiten von bestimmten Spezialitäten zusehen und anschließend gemeinsam essen und tanzen. Wann: Sonntag, 03. März 2024, 17 Uhr (5PM)Ort: Bona Peiser Sozio-kulturelle Projekträume, Oranienstraße 72, 10969 Berlin 4. März: Dêq &#8211; Traditionelle Tätowierungskunst der Frau in Dêrsim &#8222;Dêq&#8220; oder &#8222;Daq&#8220; sind traditionelle Tätowierungen, die überwiegend im geografischen Raum Mesopotamiens praktiziert wurden. Viele Dêq-Symbole bilden die Natur und ein Leben in der Natur ab.&#160;In Mesopotamien sind es vor allem die Frauen, die mit dem Dêq ihre eigene Geschichte auf der Haut verewigen und sich durch diese Praxis patriarchaler Unterdrückung widersetzen. Manchmal dient der Dêq auch als Schutz gegen das Böse, zur Steigerung der Fruchtbarkeit, zur Heilung von Beschwerden und Krankheiten, zur Visualisierung von Schicksalsschlägen und vielem mehr. Es wird eine Einführung in den Ursprung und die Symbolik des Dêq geben, sowie eine Erzählung der traditionellen Praxis und der derzeitigen Fortführung des Dêq. Anschließend werden Ausschnitte eines Dokumentarfilms gezeigt, der die Hautmarkierungen von Frauen aus Dêrsim einfängt. Zuletzt wird die Bedeutung von Dêq, die Rolle der Frau im Kontext von Religion und Kultur, der Widerstand gegen kulturelle Homogenisierung und die damit einhergehende Selbstbestimmung und Hütung des kulturellen Erbes der Frau politisch diskutiert und eingeordnet. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Wann: Montag 04. März 2024, 18 Uhr (6 PM)Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Olivaer Platz 16, 10707 Berlin 5. März: Dengbêj-Kultur, die traditionelle Erzähl -und Gesangskunst des kurdischen Volkes Dengbêj ist die kurdische Bezeichnung für Sängerinnen und Sänger, die historische Ereignisse und Mythen&#160;und auch gesellschaftliche&#160;Phänomene in einem für die Dengbêj-Kunst spezifischen Sprechgesangsstil erzählen. Die Erzählkunst der Dengbêjs nimmt einen wichtigen Platz in der kurdischen Geschichte und Kultur ein, da die Tradition der Dengbêjs die Weitergabe des kurdischen Kulturerbes von Generation zu Generation ermöglicht. Die Gesangskunst der Dengbêjs ist so lebendig, dass auch heute noch persönliche und politische Ereignisse in Liedern verarbeitet werden. Die kurdische Frau hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet und versucht, ihren Schmerz und ihr Leid, aber auch ihre Freude und ihren Widerstand in diesen Liedern wiederzugeben. Künstlerin: Bêrîvan Çiya, Wann: Dienstag, 05. März 2024 19 Uhr (7PM)Ort: Tenur Restaurant, Reichenbergerstr. 147, 10999 Berlin (U-Bahn: Kotbusser Tor, U8) 6. März: Vorführung &#8211; Kurdische Folklore und traditionelle Köstüme Kurdische Folklore stellen nicht nur Unterhaltung dar, sie sind ein Archiv der kurdischen Identität, Kultur und Geschichte. Das Tanzen wird außerdem als ein Akt des Widerstandes verstanden und ausgelebt. Genauso wie die kurdische Sprache von den jeweiligen Besetzerstaaten verboten, wurde auch der Tanz verboten oder angeeignet. Wir wollen die kurdische Kultur vor allem in Europa lebendig halten. Aus diesem Grund wird eine Folkloregruppe verschiedene Volkstänze aus Kurdistan vorführen, so dass ein interaktiver Austausch der Kulturen stattfinden kann. In ganz Europa sind Hunderte von kurdischen Folkloregruppen mit bis zu 3.500 Tänzerinnen und Tänzern vertreten. Das Tanzen Hand in Hand hat zudem einen energetischen Aspekt: durch das Festhalten der Hände findet ein energetischer Austausch statt. Energieströme fließen erst durch die Körper und dann durch den ganzen Kreis. Durch das gemeinsame Tanzen werden Gemeinschaftsgefühl, Identität, Frieden, Solidarität und Gleichberechtigung gestärkt. Tanzgruppe: Jinên Koma Ferasîn û Delîl Çiyager Wann: Mittwoch, 06. März 2024 18 Uhr (6 PM)Ort: Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21, 10961 Berlin 7. März: Vortrag zu Jineolojî &#8211; Wissenschaft der Frau und des Lebens In einem Workshop wird die Jineolojî (Wissenschaft der Frau und des Lebens) vorgestellt. Mit dem Aufschwung der kurdischen Frauenbewegung hat sich die Jineolojî seit 2011 im Mittleren Osten und in Europa verbreitet. Heute verbinden sich Hunderte von Frauen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen mit dieser neuen Wissenschaft. Wir wollen diese Thematik durch Vernetzung und Austausch in unsere Kontexte bringen. Einer der Arbeitsbereiche der Jineolojî ist der Bezug zur Natur und der Umwelt. Arbeiten dazu finden unter Anderem im kurdischen Frauendorf „Jinwar“, aber auch in Europa statt. Referentinnen: Jineolojî Komitee &#38; JXK Studentinnen Berlin Wann: Donnerstag, 07. März 2024 18 Uhr (6 PM)Ort: Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (nähe Ostbahnhof) 8. März: Abschlusskonzert am Weltfrauentag Die Kulturtage enden am 8. März dem Weltfrauentag mit einem Konzert kurdischer Musiker*innen, welches die kulturelle Vielfalt feiert und die Veranstaltung gebührend abrundet und&#160;unvergesslich&#160;machen soll. Gemeinsam wollen wir tanzen und singen. Das Konzert ist nur für Frauen* Sängerinnen: Cemile Dinçer, Nergez Dilo Wann: Freitag, 08. März 2024 19 Uhr (7 PM)Ort: Jockel Biergarten, Ratiborstr. 14c, 10999 Berlin 2 &#8211; 8. März: Kunstausstellungen (gesamte Woche) An jedem Tag der gesamten Woche werden Kunst und Filme von verschiedenen kurdischen Künstlerinnen ausgestellt. Die Austellung beschreibt den Einfluss der Philosophie von Jin Jiyan Azadî auf die Kunst der Frauen in Kurdistan. Sie zeigt, welche Rolle die Frauen in der Geschichte der Kurden gespielt hat. Künstlerinnen: Asli Filiz, Meral Şimşek, Leyla Toprak, Havîn Al-Sindy Wann: Jeden Tag vom 2 &#8211; 8. März 2024, 12-17 UhrOrt: Gorki Kiosk, Dorotheenstraße 3, 10117 Berlin Jin, Jiyan, Azadî!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size"><a href="#2">2. März &#8211; Podiumsdiskussion</a> | <a href="#3">3. März &#8211; Kulinarik </a>| <a href="#4">4. März &#8211; Dêq</a> | <a href="#5">5. März &#8211; Dengbêj</a> |<a href="#6"> 6. März &#8211; Folklore </a>| <a href="#7">7. März &#8211; Jineolojî</a> | <a href="#8">8. März &#8211; Abschlusskonzert zum Weltfrauentag</a> | <a href="#2-8">2-8. März &#8211; Kunstausstellungen</a> | <a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/02/Kurdische-Frauen-Kulturtage.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programm runterladen</a> |</h2>



<div style="height:21px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-video"><video autoplay controls src="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/02/signal-2025-01-06-204457.mp4"></video></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size">Situation in Kurdistan</h2>



<p>Kurdistan ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Mesopotamiens und war Schauplatz vieler verschiedener Hochkulturen. Seit Jahrhunderten erlebt diese Region immer wieder schwerste Verwüstungen, Plünderungen und neue Grenzziehungen. Kurdistan wurde 1923 durch den Vertrag von Lausanne in vier Teile geteilt. Seitdem leben mehr als 40 Millionen Kurd*innen unter der Vorherrschaft vier verschiedener Staaten (Türkei, Iran, Irak und Syrien). In diesen wurde ihnen das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. Deshalb haben sie sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit zahlreichen Aufständen gegen Kolonialisierung, Assimilation, Massaker und Unterdrückung gewehrt. Diese wurden jedoch größtenteils durch die Besatzerstaaten brutal niedergeschlagen. Gegenüber dieser Politik&nbsp;ist der kurdische Freiheitskampf in den letzten Jahrzehnten immer stärker geworden und hat eigene Lösungsmodelle entwickelt. Vor Allem der Widerstand der Frauen hat stark dazu beigetragen, dass&nbsp;die Kultur der Kurd*innen sich&nbsp;noch einmal neu und stärker konsolidiert und weiterentwickelt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size">Rolle der Frauen</h2>



<p>Parallel zu den Freiheitsbestrebungen des kurdischen Volkes haben sich kurdische Frauen auf der Grundlage einer von Kurd*innen selbst entwickelten Frauenbefreiungsideologie organisiert. Die kurdische Frauenbewegung ist in allen vier Teilen Kurdistans und in Europa zu einer politischen und gesellschaftlichen Kraft geworden. Sie vertritt die Forderungen der kurdischen Frauen, stärkt die Solidarität unter Frauen, auch international und arbeitet an der Verwirklichung gesellschaftlicher Alternativen. So wurden in vergangenen Jahren in vielen Dörfern und Städten Kurdistans Frauenräte, -vereine, -kooperativen, -medien, -beratungszentren, -akademien und viele weitere Einrichtungen aufgebaut. Durch die breite Basisorganisierung und internationale Vernetzung konnten Kampagnen gegen sexualisierte Gewalt, für die Freilassung von politischen Gefangenen, für Frieden und Demokratie in Kurdistan eine starke,&nbsp;erfolgreiche&nbsp;Wirkung erzielen.</p>



<p>Im Zentrum der Kunst in Kurdistan steht oft die Frau. Sie hat im Laufe der Geschichte einen großen Beitrag, vor allem zur teilweisen mündlich überlieferten Kultur der Kurdinnen, geleistet. Zu diesem Anlass finden dieses Jahr vom 02. bis 08. März dem Weltfrauentag unter dem Motto die “Kunst des Widerstands” die kurdischen Frauenkulturtage statt. </p>



<p>Es wird jeden Abend eine Veranstaltung über die Kunst und Kultur der kurdischen Frau geben, die ihre Identität, ihre Ideologie und ihren Widerstand leistenden Charakter widerspiegelt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="2">2. März: Jin Jiyan Azadî: Die Kunst des Widerstands und die Rolle der kurdischen Frauen, wie drückt die kurdische Fraue ihren Widerstand durch Kunst und Kultur aus</h2>



<p>Unsere Kulturtage beginnen mit einer Podiumsdiskussion in der verschiedene kurdische Frauen über ihre Arbeit als Kunst und Kulturschaffende und ihren Aktivismus als Frauen reden werden.  Kurdische Frauen mussten viel Widerstand leisten, sowohl gegen die Kolonialherrschaft als auch gegen die bestehenden&nbsp;patriarchalen und&nbsp;gesellschaftlichen Einflüsse. Wir möchten verschiedene Perspektiven auf ein Podium bringen, die diese unterschiedlichen Formen des Widerstands repräsentieren und damit allen Frauen, die sich dieser Unterdrückungen auflehnen eine Stimme geben.</p>



<p><strong>Referentinnen: Hêvîn Tekin (Schauspielerin), Leyla Ekinci (Künstlerin, Kulturaktivistin und Moderatorin), Havîn Al-Sindy (Künstlerin)</strong></p>



<p><strong>Moderation: Esra Yula</strong></p>



<p><strong>Wann: Samstag, 2. März 2024, 19 Uhr (7 PM)<br>Ort: Spore Initiative, Hermannstraße 86 in 12051 Berlin (Auditorium)</strong><br><strong>(U8 &#8211; Leinestraße, S-Bahn Hermannstraße)</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="3">3. März: Kulinarik &#8211; Traditionelle kurdische Kochkunst der Frauen</h2>



<p>Die kurdische Küche umfasst verschiedene regionale Kochstile und kulinarische Spezialitäten. Sie beruht auf einer uralten Tradition, in der auch die Frauen eine wichtige Rolle in der Weitergabe spielen. Gekocht und gegessen wird viel Gemüse, Fleisch (sofern vorhanden)&nbsp;und Getreide. Da viele Kurd*innen von der Landwirtschaft leben, gehören auch Milchprodukte wie Käse und Joghurt zu den Grundnahrungsmitteln. Die „Hauptquelle”&nbsp;(oder Akteurin) für die kurdische Küche ist die Frau, weshalb ihr in der kurdischen Kochkunst eine besondere Rolle zukommt. </p>



<p><strong>Wir dürfen bei dieser Veranstaltung kurdischen Müttern und Frauen des Frauenrats Destdan bei dem Zubereiten von bestimmten Spezialitäten zusehen und anschließend gemeinsam essen und tanzen. </strong></p>



<p><strong>Wann: Sonntag, 03. März 2024, 17 Uhr (5PM)<br>Ort: Bona Peiser Sozio-kulturelle Projekträume, Oranienstraße 72, 10969 Berlin</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="4"><strong> </strong>4. März: Dêq &#8211; Traditionelle Tätowierungskunst der Frau in Dêrsim</h2>



<p>&#8222;Dêq&#8220; oder &#8222;Daq&#8220; sind traditionelle Tätowierungen, die überwiegend im geografischen Raum Mesopotamiens praktiziert wurden. Viele Dêq-Symbole bilden die Natur und ein Leben in der Natur ab.&nbsp;In Mesopotamien sind es vor allem die Frauen, die mit dem Dêq ihre eigene Geschichte auf der Haut verewigen und sich durch diese Praxis patriarchaler Unterdrückung widersetzen. Manchmal dient der Dêq auch als Schutz gegen das Böse, zur Steigerung der Fruchtbarkeit, zur Heilung von Beschwerden und Krankheiten, zur Visualisierung von Schicksalsschlägen und vielem mehr. </p>



<p>Es wird eine Einführung in den Ursprung und die Symbolik des Dêq geben, sowie eine Erzählung der traditionellen Praxis und der derzeitigen Fortführung des Dêq. Anschließend werden Ausschnitte eines Dokumentarfilms gezeigt, der die Hautmarkierungen von Frauen aus Dêrsim einfängt. Zuletzt wird die Bedeutung von Dêq, die Rolle der Frau im Kontext von Religion und Kultur, der Widerstand gegen kulturelle Homogenisierung und die damit einhergehende Selbstbestimmung und Hütung des kulturellen Erbes der Frau politisch diskutiert und eingeordnet.</p>



<p>Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem<a href="https://programm.bildungswerk-boell.de/index.php?kathaupt=11&amp;knr=24-0307&amp;kursname=Dq+Traditionelle+Taetowierungskunst+als+Form+des+Widerstands&amp;katid=0#inhalt"> Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung</a> statt.</p>



<p><strong>Wann: Montag 04. März 2024, 18 Uhr (6 PM)<br>Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Olivaer Platz 16, 10707 Berlin</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="5">5. März: Dengbêj-Kultur, die traditionelle Erzähl -und Gesangskunst des kurdischen Volkes</h2>



<p>Dengbêj ist die kurdische Bezeichnung für Sängerinnen und Sänger, die historische Ereignisse und Mythen&nbsp;und auch gesellschaftliche&nbsp;Phänomene in einem für die Dengbêj-Kunst spezifischen Sprechgesangsstil erzählen. Die Erzählkunst der Dengbêjs nimmt einen wichtigen Platz in der kurdischen Geschichte und Kultur ein, da die Tradition der Dengbêjs die Weitergabe des kurdischen Kulturerbes von Generation zu Generation ermöglicht. Die Gesangskunst der Dengbêjs ist so lebendig, dass auch heute noch persönliche und politische Ereignisse in Liedern verarbeitet werden. Die kurdische Frau hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet und versucht, ihren Schmerz und ihr Leid, aber auch ihre Freude und ihren Widerstand in diesen Liedern wiederzugeben.</p>



<p><strong>Künstlerin: Bêrîvan Çiya</strong>,</p>



<p><strong>Wann: Dienstag, 05. März 2024 19 Uhr (7PM)<br>Ort: Tenur Restaurant, Reichenbergerstr. 147, 10999 Berlin (U-Bahn: Kotbusser Tor, U8)</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="6">6. März: Vorführung &#8211; Kurdische Folklore und traditionelle Köstüme </h2>



<p>Kurdische Folklore stellen nicht nur Unterhaltung dar, sie sind ein Archiv der kurdischen Identität, Kultur und Geschichte. Das Tanzen wird außerdem als ein Akt des Widerstandes verstanden und ausgelebt. Genauso wie die kurdische Sprache von den jeweiligen Besetzerstaaten verboten, wurde auch der Tanz verboten oder angeeignet. Wir wollen die kurdische Kultur vor allem in Europa lebendig halten. Aus diesem Grund wird eine Folkloregruppe verschiedene Volkstänze aus Kurdistan vorführen, so dass ein interaktiver Austausch der Kulturen stattfinden kann. In ganz Europa sind Hunderte von kurdischen Folkloregruppen mit bis zu 3.500 Tänzerinnen und Tänzern vertreten. Das Tanzen Hand in Hand hat zudem einen energetischen Aspekt: durch das Festhalten der Hände findet ein energetischer Austausch statt. Energieströme fließen erst durch die Körper und dann durch den ganzen Kreis. Durch das gemeinsame Tanzen werden Gemeinschaftsgefühl, Identität, Frieden, Solidarität und Gleichberechtigung gestärkt.</p>



<p><strong>Tanzgruppe:</strong> <strong>Jinên Koma Ferasîn û Delîl Çiyager</strong></p>



<p><strong>Wann: Mittwoch, 06. März 2024 18 Uhr (6 PM)<br>Ort: Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21, 10961 Berlin</strong> </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="7">7. März: Vortrag zu Jineolojî &#8211; Wissenschaft der Frau und des Lebens</h2>



<p>In einem Workshop wird die Jineolojî (Wissenschaft der Frau und des Lebens) vorgestellt. Mit dem Aufschwung der kurdischen Frauenbewegung hat sich die Jineolojî seit 2011 im Mittleren Osten und in Europa verbreitet. Heute verbinden sich Hunderte von Frauen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen mit dieser neuen Wissenschaft. Wir wollen diese Thematik durch Vernetzung und Austausch in unsere Kontexte bringen.</p>



<p>Einer der Arbeitsbereiche der Jineolojî ist der Bezug zur Natur und der Umwelt. Arbeiten dazu finden unter Anderem im kurdischen Frauendorf „Jinwar“, aber auch in Europa statt.</p>



<p><strong>Referentinnen: Jineolojî Komitee &amp; JXK Studentinnen Berlin</strong></p>



<p><strong>Wann: Donnerstag, 07. März 2024 18 Uhr (6 PM)<br>Ort: Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (nähe Ostbahnhof)</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="8">8. März: Abschlusskonzert am Weltfrauentag</h2>



<p>Die Kulturtage enden am 8. März dem Weltfrauentag mit einem Konzert kurdischer Musiker*innen, welches die kulturelle Vielfalt feiert und die Veranstaltung gebührend abrundet und&nbsp;unvergesslich&nbsp;machen soll. Gemeinsam wollen wir tanzen und singen. <br><strong>Das Konzert ist nur für Frauen*</strong> </p>



<p><strong>Sängerinnen:</strong> <strong>Cemile Dinçer, Nergez Dilo</strong></p>



<p><strong>Wann: Freitag, 08. März 2024 19 Uhr (7 PM)<br>Ort: Jockel Biergarten, Ratiborstr. 14c, 10999 Berlin</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size" id="2-8">2 &#8211; 8. März: Kunstausstellungen (gesamte Woche)</h2>



<p>An jedem Tag der gesamten Woche werden Kunst und Filme von verschiedenen kurdischen Künstlerinnen ausgestellt. Die Austellung beschreibt den Einfluss der Philosophie von Jin Jiyan Azadî auf die Kunst der Frauen in Kurdistan. Sie zeigt, welche Rolle die Frauen in der Geschichte der Kurden gespielt hat.</p>



<p><strong>Künstlerinnen:</strong> <strong>Asli Filiz, Meral Şimşek, Leyla Toprak, Havîn Al-Sindy</strong></p>



<p><strong>Wann: Jeden Tag vom 2 &#8211; 8. März 2024</strong>, <strong>12-17 Uhr</strong><br><strong>Ort:</strong> <strong>Gorki Kiosk, Dorotheenstraße 3, 10117 Berlin</strong></p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong><br></p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/02/signal-2025-01-06-204457.mp4" length="4723782" type="video/mp4" />

					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/02/jeden-tage-eine-Veranstaltung-vom-2-8.-Maerz1.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="2240"
				height="1260">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[jeden tage eine Veranstaltung vom 2 - 8. März(1)]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/02/jeden-tage-eine-Veranstaltung-vom-2-8.-Maerz1-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Kein Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kein-ausweg-aus-der-krise-ohne-frauenbefreiung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 17:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=651</guid>

					<description><![CDATA[(English version below) Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen. Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen. Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören. Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen. Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet. Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan. Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau. Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen. Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten. Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023 No way out of the crisis without women&#8217;s liberation! Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society. On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance. However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together. The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence. There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society. With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly. Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan. As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation. Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism. There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades. Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023 (Picture source: ANF)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><sub><a href="#jump-here" data-type="internal" data-id="#jump-here">(English version below)</a></sub></p>



<p><strong>Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen.</strong></p>



<p id="english-version-below"><em>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen.</em></p>



<p>Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen.</p>



<p>Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören.</p>



<p>Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt.</p>



<p>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen.</p>



<p>Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet.</p>



<p>Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan.</p>



<p>Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau.</p>



<p>Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen.</p>



<p>Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten.</p>



<p>Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="jump-here">No way out of the crisis without women&#8217;s liberation!</h2>



<p><strong>Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises</strong></p>



<p><em>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society.</em></p>



<p>On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance.</p>



<p>However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together.</p>



<p>The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence.</p>



<p>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society.</p>



<p>With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly.</p>



<p>Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan.</p>



<p>As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation.</p>



<p>Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism.</p>



<p>There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades.</p>



<p>Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023</p>



<p>(Picture source: ANF)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
				url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/01/20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image.jpg"
				type="image/jpeg"
				medium="image"
				width="990"
				height="556">
				<media:title type="plain">
					<![CDATA[20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image]]>
				</media:title>
				<media:thumbnail
					url="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/01/20231205-20231204-20230106-26-12-2022-paris-binler-paris-katliami-ni-protesto-icin-yuruyor-321a9bfull-jpg3e22f4-image-jpga237d2-image-1-jpg043abb-image-150x150.jpg"
					width="150"
					height="150" />
													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
	</channel>
</rss>
