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	<title>femizid &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
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	<title>femizid &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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		<title>Frauen an der Spitze des Widerstands – Kein Frieden mit Patriarchat und Kapitalismus! &#8211; Statement zum 8. März</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 22:46:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[8März]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&#160; Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter. Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt. Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung. Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält. Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&#160; In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird. Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung. Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&#160; Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&#160; Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt. Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution! Jin Jiyan Azadi! 08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
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<p>Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&nbsp;</p>



<p>Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter.</p>



<p>Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt.</p>



<p>Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung.</p>



<p>Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält.</p>



<p>Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&nbsp;</p>



<p>In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird.</p>



<p>Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung.</p>



<p>Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&nbsp;</p>



<p>Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&nbsp;</p>



<p>Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt.</p>



<p>Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution!</p>



<p>Jin Jiyan Azadi!</p>



<p>08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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		<title>Beharren wir auf den Frieden! Erklärung zum Friedens- und Demokratieaufruf von Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/beharren-wir-auf-den-frieden-erklaerung-zum-friedens-und-demokratieaufruf-von-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 10:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[pkk]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten. Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben. Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle. Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht. Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben. „Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft. Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“ In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert. Jin Jiyan Azadî! 05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten.</p>



<p>Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben.</p>



<p>Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle.</p>



<p>Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht.</p>



<p>Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben.</p>



<p>„Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft.</p>



<p>Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“</p>



<p>In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert.</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>12 Jahre ohne Sara, Rojbîn und Ronahî: Feminizide in Paris und Rojava:  Stoppt den türkischen Staat!!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/12-jahre-ohne-sara-rojbin-und-ronahi-feminizide-in-paris-und-rojava-stoppt-den-tuerkischen-staat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 13:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[paris]]></category>
		<category><![CDATA[rojbin]]></category>
		<category><![CDATA[ronahi]]></category>
		<category><![CDATA[sara]]></category>
		<category><![CDATA[sepzial krieg]]></category>
		<category><![CDATA[türkischer staat]]></category>
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					<description><![CDATA[English version below Am 09. Januar 2013 ermordete der türkische Geheimdienst MIT gezielt die Revolutionär*innen Sara, Rojbîn und Ronahî und verübte somit einen dreifachen staatlichen Feminizid mitten in Europa. Der türkische Staat führt einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen, die entschlossen gegen das Patriarchat und den Kapitalismus kämpfen. Durch diesen Feminizid wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft und alle kämpfenden Frauen der Welt mit dem Ziel, ihren Widerstand auszulöschen. Doch auch nach 12 Jahren dieser kaltblütigen Ermordung gedenken, erinnern und kämpfen wir noch immer für unsere Freundinnen und alle Frauen weltweit. Türkische Interessen in Europa und Rojava Nach den geplanten Morden in Paris war der türkische Staat sehr bedacht darin seine Strukturen des tiefen Staates sowie die Verbindungen und Zusammenarbeiten der internationalen Geheimdienste zu verschleiern. Mit dem mysteriösen Tod des Täters hat es letztlich noch immer keinen Prozess gegen die Verantwortlichen gegeben. Stattdessen erleben Kurdinnen und Kurden sowohl in Nordkurdistan als auch in Europa immer härter, was diese internationale Zusammenarbeit für sie bedeutet: Haft und Folter in der Türkei sowie Repressionen, Kriminalisierung und Fortführung der faschistisch-genezodialen Vernichtungsideologie des türkischen Staates in Europa. Auch am 23. Dezember 2022 kam es in Paris zu einem zweiten Massaker. Dabei wurden die Frauenrevolutionärin Evîn Goyî, Abdurrahman Kızıl und der Künstler Mîr Perwer vor dem Kurdischen Kulturzentrum Ahmet Kaya in Paris getötet. Doch nicht nur in Europa hat der türkische Staat mit der Ermordung kurdischer Revolutionär*innen und der Kriminalisierung der kurdischen Bevölkerung seine Finger im Spiel. Der seit Jahren andauernden und sich aktuell zuspitzende Angriffskrieg auf Rojava und Nord- und Ostsyrien ist ein weiteres Beispiel für den Versuch der Türkei die kurdische Freiheitsbewegung, insbesondere den Befreiungskampf der Frauen, mit allen möglichen Mitteln zu brechen. Seit Jahren verfolgt die Türkei nicht nur die Zerstörung der Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, sondern auch eine demografische Veränderung der Region. Durch Drohnenangriffe, der Vertreibung der kurdischen Bevölkerung sowie gezielte Angriffe auf Führungspersonen, Besatzung und Ansiedlung ihrer Söldnertruppen führt die Türkei ethnische Säuberungen und Feminizide in der Region durch. Seit dem Fall Assads und der Machtübernahme jihadistischer Millizen am 08. Dezember 2024 erreichen uns nun fast täglich Nachrichten von ermordeten Zivilist*innen und Revolutionär*innen in Rojava und weiteren Teilen Syriens. Staatlicher Feminzid als Kriegswaffe – in Rojava und Europa Die Angriffskriege in Rojava, die Militäroperationen des türkischen Staates als auch die Morde in Paris haben eines gemeinsam: sie richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gerade Sara (Sakine Cansiz) war mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Mut eine Schlüsselfigur, die den Widerstandskampf der Frauen in Kurdistan und Europa ebnete und noch heute beeinflusst. „Wir sind etwas, das ihr nicht töten könnt. Wir sind Hoffnung.“&#160;Diese Definition der Frauenrevolution von Rojava ist ebenfalls das Erbe von Sakine Cansız. Ihre Analysen, ihre Kompromisslosigkeit sowie die Liebe und der Respekt für ihre Genossinnen prägen noch immer den Kampf kurdischer Frauen und ihre Ideologie. Der verübte Feminizid an ihr gilt als Versuch ihren andauernden Einfluss und den Kampfgeist kurdischer Frauen zu brechen. Wie in allen Kriegs- und Konfliktregionen sind auch Frauen in Rojava täglich mit Gewalt konfrontiert. Feminizide und geschlechtsspezifische Gewalt sind eines der wichtigsten Säulen der Handlungsstrategie und dienen als Kriegswaffe in der Region. Zuletzt ermordeten der türkische Staat und seine Söldnertruppen die Journalistin Cîhan Bilgin und drei Mitglieder der Frauenorganisation Zenobiya. Allen Feminiziden zum Trotz leisten die Frauen in Rojava und Nord- und Ostsyrien, ganz im Sinne unserer Freundinnen Sara, Rojbîn und Ronahî, einen unerbittlichen Widerstand. Selbstverteidigung und Organisierung für die Befreiung der Frau Hinter diesen gezielten Feminizden und Angriffen steckt die gleiche patriarchale Mentalität, die untrennbar mit den Interessen imperialer Großmächte in der Region verbunden ist. Der türkische Staat will demnach nicht nur in Rojava sondern auch in Europa den Willen und Widerstand der kurdischen Bevölkerung, insbesondere kurdischer revolutionärer Frauen zerschlagen. Die aktuellen Krisen und Kriege zeigen uns einmal mehr, dass wir uns als Frauen entschlossener denn je organisieren und Selbstverteidigungsstrukturen aufbauen müssen. Unser Kampf gegen Kapitalismus und das Patriarchat muss international sein, damit alle in Frieden leben können. Sakine Cansiz (Sara), Leyla Salemez (Ronahî) und Fidan Dogan (Rojbîn) waren nicht nur Vorreiterinnen und Aktivistinnen des kurdischen Frauenbefreiungskampfes, sie verkörperten in ihrer revolutionären Arbeit und ihrer Entschlossenheit alles, wofür „Jin, Jiyan, Azadî“ steht. Sie ebneten den Weg der uns zeigte, dass es ohne die Befreiung der Frau kein freies Leben geben kann. Es ist an der Zeit, diesen Weg weiterzuführen und den Kampf, den sie uns vorlegten, fortzuführen. Sara, Rojbîn, Ronahî – Jin, Jiyan, Azadî! 12 years without Sara, Rojbîn and Ronahî: Feminicides in Paris and Rojava: Stop the Turkish state! On January 9, 2013, the Turkish secret service MIT deliberately murdered the revolutionaries Sara, Rojbîn and Ronahî, thus committing a triple state feminicide in the middle of Europe. The Turkish state is waging a special war against revolutionary women who are resolutely fighting against patriarchy and capitalism. Through this feminicide, not only the achievements and successes of the Kurdish women&#8217;s movement were being targeted, but the entire Kurdish society and all the fighting women of the world with the aim of eradicating their resistance. Twelve years after this cold-blooded murder, we continue to remember, commemorate and fight for our friends and all women worldwide. Turkish interests in Europe and Rojava After the planned murders in Paris, the Turkish state was very determined to conceal its deep state structures and the connections and cooperation of the international secret services. With the mysterious death of the assassin, there has still been no trial of those responsible. Instead, Kurds both in Northern Kurdistan and in Europe are experiencing ever more harshly what this international cooperation has meant for them: imprisonment and torture in Turkey as well as repression, criminalization and the continuation of the fascist-genocidal extermination ideology of the Turkish state in Europe. A second massacre also took place in Paris on December 23, 2022. The women&#8217;s revolutionary Evîn Goyî, Abdurrahman Kızıl and the artist Mîr Perwer were killed in front of the Ahmet Kaya Kurdish Cultural Center in Paris. But it is not only in Europe that the Turkish state has its hands in the murder of Kurdish revolutionaries and the criminalization of the Kurdish people. The war of aggression on Rojava and North and East Syria, which has been going on for years and is currently intensifying, is another example of Turkey&#8217;s attempt to destroy the Kurdish freedom movement, especially the women&#8217;s liberation struggle, by all possible means. For years, Turkey has been pursuing not only the destruction of self-administration in northern and eastern Syria, but also a demographic change in the region. Through drone attacks, the displacement of Kurdish people and targeted attacks on leaders, occupation and the settlement of its mercenary troops, Turkey is carrying out ethnic cleansing and feminicides in the region. Since the fall of Assad and the takeover of jihadist militias on December 8, 2024, we now receive news of murdered civilians and revolutionaries in Rojava and other parts of Syria almost daily. State feminicide as a weapon of war &#8211; in Rojava and Europe The wars of aggression in Rojava, the military operations of the Turkish state and the murders in Paris have one thing in common: they are specifically aimed towards leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. Sara (Sakine Cansiz) in particular, with her determination and courage, was a key figure who paved the way for the women&#8217;s resistance struggle in Kurdistan and Europe and continues to influence it today. “We are something you cannot kill. We are hope.” This definition of the Rojava women&#8217;s revolution is also the legacy of Sakine Cansız. Her analyses, her uncompromising attitude and her love and respect for her comrades still characterize the struggle of Kurdish women and their ideology. The feminicide committed against her is seen as an attempt to break her enduring influence and the fighting spirit of Kurdish women. As in all war and conflict regions, women in Rojava are confronted with violence on a daily basis. Feminicide and gender-based violence are one of the most important pillars of the strategy of action and serve as a weapon of war in the region. Most recently, the Turkish state and its mercenary troops murdered the journalist Cîhan Bilgin and three members of the women&#8217;s organization Zenobiya. Despite all the feminicides, the women in Rojava and North and East Syria are resisting relentlessly, in the spirit of our friends Sara, Rojbîn and Ronahî. Self-defence and organizing for women&#8217;s liberation Behind these targeted feminicides and attacks lies the same patriarchal mentality that is inextricably linked to the interests of imperial powers in the region. The Turkish state wants to crush the will and resistance of Kurdish people, especially Kurdish revolutionary women, not only in Rojava but also in Europe. The current crises and wars show us once again that we as women must organize ourselves more resolutely than ever and build self-defence structures. Our fight against capitalism and patriarchy must be international so that we can all live in freedom. Sakine Cansiz (Sara), Leyla Salemez (Ronahî) and Fidan Dogan (Rojbîn) were not only pioneers and activists of the Kurdish women&#8217;s liberation struggle, in their revolutionary work and determination they embodied everything that “Jin, Jiyan, Azadî” stands for. They paved the way that showed us that there can be no free life without the liberation of women. It is time to continue on this path and continue the struggle they set before us. Sara, Rojbîn, Ronahî – Jin, Jiyan, Azadî!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size"><a href="#hier" data-type="internal" data-id="#hier">English version below</a></p>



<p>Am 09. Januar 2013 ermordete der türkische Geheimdienst MIT gezielt die Revolutionär*innen Sara, Rojbîn und Ronahî und verübte somit einen dreifachen staatlichen Feminizid mitten in Europa. Der türkische Staat führt einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen, die entschlossen gegen das Patriarchat und den Kapitalismus kämpfen. Durch diesen Feminizid wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft und alle kämpfenden Frauen der Welt mit dem Ziel, ihren Widerstand auszulöschen. Doch auch nach 12 Jahren dieser kaltblütigen Ermordung gedenken, erinnern und kämpfen wir noch immer für unsere Freundinnen und alle Frauen weltweit.</p>



<p><strong>Türkische Interessen in Europa und Rojava</strong></p>



<p>Nach den geplanten Morden in Paris war der türkische Staat sehr bedacht darin seine Strukturen des tiefen Staates sowie die Verbindungen und Zusammenarbeiten der internationalen Geheimdienste zu verschleiern. Mit dem mysteriösen Tod des Täters hat es letztlich noch immer keinen Prozess gegen die Verantwortlichen gegeben. Stattdessen erleben Kurdinnen und Kurden sowohl in Nordkurdistan als auch in Europa immer härter, was diese internationale Zusammenarbeit für sie bedeutet: Haft und Folter in der Türkei sowie Repressionen, Kriminalisierung und Fortführung der faschistisch-genezodialen Vernichtungsideologie des türkischen Staates in Europa. <strong>Auch am 23. Dezember 2022 kam es in Paris zu einem zweiten Massaker. Dabei wurden die Frauenrevolutionärin Evîn Goyî, Abdurrahman Kızıl und der Künstler Mîr Perwer vor dem Kurdischen Kulturzentrum Ahmet Kaya in Paris getötet.</strong></p>



<p>Doch nicht nur in Europa hat der türkische Staat mit der Ermordung kurdischer Revolutionär*innen und der Kriminalisierung der kurdischen Bevölkerung seine Finger im Spiel. Der seit Jahren andauernden und sich aktuell zuspitzende Angriffskrieg auf Rojava und Nord- und Ostsyrien ist ein weiteres Beispiel für den Versuch der Türkei die kurdische Freiheitsbewegung, insbesondere den Befreiungskampf der Frauen, mit allen möglichen Mitteln zu brechen. Seit Jahren verfolgt die Türkei nicht nur die Zerstörung der Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, sondern auch eine demografische Veränderung der Region. Durch Drohnenangriffe, der Vertreibung der kurdischen Bevölkerung sowie gezielte Angriffe auf Führungspersonen, Besatzung und Ansiedlung ihrer Söldnertruppen führt die Türkei ethnische Säuberungen und Feminizide in der Region durch. Seit dem Fall Assads und der Machtübernahme jihadistischer Millizen am 08. Dezember 2024 erreichen uns nun fast täglich Nachrichten von ermordeten Zivilist*innen und Revolutionär*innen in Rojava und weiteren Teilen Syriens.</p>



<p><strong>Staatlicher Feminzid als Kriegswaffe – in Rojava und Europa</strong></p>



<p>Die Angriffskriege in Rojava, die Militäroperationen des türkischen Staates als auch die Morde in Paris haben eines gemeinsam: sie richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gerade Sara (Sakine Cansiz) war mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Mut eine Schlüsselfigur, die den Widerstandskampf der Frauen in Kurdistan und Europa ebnete und noch heute beeinflusst. „<strong>Wir sind etwas, das ihr nicht töten könnt. Wir sind Hoffnung.“&nbsp;Diese Definition der Frauenrevolution von Rojava ist ebenfalls das Erbe von Sakine Cansız.</strong> Ihre Analysen, ihre Kompromisslosigkeit sowie die Liebe und der Respekt für ihre Genossinnen prägen noch immer den Kampf kurdischer Frauen und ihre Ideologie. Der verübte Feminizid an ihr gilt als Versuch ihren andauernden Einfluss und den Kampfgeist kurdischer Frauen zu brechen.</p>



<p>Wie in allen Kriegs- und Konfliktregionen sind auch Frauen in Rojava täglich mit Gewalt konfrontiert. Feminizide und geschlechtsspezifische Gewalt sind eines der wichtigsten Säulen der Handlungsstrategie und dienen als Kriegswaffe in der Region. Zuletzt ermordeten der türkische Staat und seine Söldnertruppen die Journalistin Cîhan Bilgin und drei Mitglieder der Frauenorganisation Zenobiya. Allen <strong>Feminiziden</strong> zum Trotz leisten die Frauen in Rojava und Nord- und Ostsyrien, ganz im Sinne unserer Freundinnen Sara, Rojbîn und Ronahî, einen unerbittlichen Widerstand.</p>



<p><strong>Selbstverteidigung und Organisierung für die Befreiung der Frau</strong></p>



<p>Hinter diesen gezielten Feminizden und Angriffen steckt die gleiche patriarchale Mentalität, die untrennbar mit den Interessen imperialer Großmächte in der Region verbunden ist. Der türkische Staat will demnach nicht nur in Rojava sondern auch in Europa den Willen und Widerstand der kurdischen Bevölkerung, insbesondere kurdischer revolutionärer Frauen zerschlagen. Die aktuellen Krisen und Kriege zeigen uns einmal mehr, dass wir uns als Frauen entschlossener denn je organisieren und Selbstverteidigungsstrukturen aufbauen müssen. Unser Kampf gegen Kapitalismus und das Patriarchat muss international sein, damit alle in Frieden leben können. Sakine Cansiz (Sara), Leyla Salemez (Ronahî) und Fidan Dogan (Rojbîn) waren nicht nur Vorreiterinnen und Aktivistinnen des kurdischen Frauenbefreiungskampfes, sie verkörperten in ihrer revolutionären Arbeit und ihrer Entschlossenheit alles, wofür „Jin, Jiyan, Azadî“ steht. Sie ebneten den Weg der uns zeigte, dass es ohne die Befreiung der Frau kein freies Leben geben kann. <strong>Es ist an der Zeit, diesen Weg weiterzuführen und den Kampf, den sie uns vorlegten, fortzuführen.</strong></p>



<p>Sara, Rojbîn, Ronahî – Jin, Jiyan, Azadî!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="hier">12 years without Sara, Rojbîn and Ronahî: Feminicides in Paris and Rojava: Stop the Turkish state!</h2>



<p>On January 9, 2013, the Turkish secret service MIT deliberately murdered the revolutionaries Sara, Rojbîn and Ronahî, thus committing a triple state feminicide in the middle of Europe. The Turkish state is waging a special war against revolutionary women who are resolutely fighting against patriarchy and capitalism. Through this feminicide, not only the achievements and successes of the Kurdish women&#8217;s movement were being targeted, but the entire Kurdish society and all the fighting women of the world with the aim of eradicating their resistance. Twelve years after this cold-blooded murder, we continue to remember, commemorate and fight for our friends and all women worldwide.</p>



<p><strong>Turkish interests in Europe and Rojava</strong></p>



<p>After the planned murders in Paris, the Turkish state was very determined to conceal its deep state structures and the connections and cooperation of the international secret services. With the mysterious death of the assassin, there has still been no trial of those responsible. Instead, Kurds both in Northern Kurdistan and in Europe are experiencing ever more harshly what this international cooperation has meant for them: imprisonment and torture in Turkey as well as repression, criminalization and the continuation of the fascist-genocidal extermination ideology of the Turkish state in Europe. <strong>A second massacre also took place in Paris on December 23, 2022. The women&#8217;s revolutionary Evîn Goyî, Abdurrahman Kızıl and the artist Mîr Perwer were killed in front of the Ahmet Kaya Kurdish Cultural Center in Paris.</strong></p>



<p>But it is not only in Europe that the Turkish state has its hands in the murder of Kurdish revolutionaries and the criminalization of the Kurdish people. The war of aggression on Rojava and North and East Syria, which has been going on for years and is currently intensifying, is another example of Turkey&#8217;s attempt to destroy the Kurdish freedom movement, especially the women&#8217;s liberation struggle, by all possible means. For years, Turkey has been pursuing not only the destruction of self-administration in northern and eastern Syria, but also a demographic change in the region. Through drone attacks, the displacement of Kurdish people and targeted attacks on leaders, occupation and the settlement of its mercenary troops, Turkey is carrying out ethnic cleansing and feminicides in the region. Since the fall of Assad and the takeover of jihadist militias on December 8, 2024, we now receive news of murdered civilians and revolutionaries in Rojava and other parts of Syria almost daily.</p>



<p><strong>State feminicide as a weapon of war &#8211; in Rojava and Europe</strong></p>



<p>The wars of aggression in Rojava, the military operations of the Turkish state and the murders in Paris have one thing in common: they are specifically aimed towards leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. <strong>Sara (Sakine Cansiz) in particular, with her determination and courage, was a key figure who paved the way for the women&#8217;s resistance struggle in Kurdistan and Europe and continues to influence it today. “We are something you cannot kill. We are hope.” This definition of the Rojava women&#8217;s revolution is also the legacy of Sakine Cansız.</strong> Her analyses, her uncompromising attitude and her love and respect for her comrades still characterize the struggle of Kurdish women and their ideology. The feminicide committed against her is seen as an attempt to break her enduring influence and the fighting spirit of Kurdish women.</p>



<p>As in all war and conflict regions, women in Rojava are confronted with violence on a daily basis. Feminicide and gender-based violence are one of the most important pillars of the strategy of action and serve as a weapon of war in the region. Most recently, the Turkish state and its mercenary troops murdered the journalist Cîhan Bilgin and three members of the women&#8217;s organization Zenobiya. Despite all the feminicides, the women in Rojava and North and East Syria are resisting relentlessly, in the spirit of our friends Sara, Rojbîn and Ronahî.</p>



<p><strong>Self-defence and organizing for women&#8217;s liberation</strong></p>



<p>Behind these targeted feminicides and attacks lies the same patriarchal mentality that is inextricably linked to the interests of imperial powers in the region. The Turkish state wants to crush the will and resistance of Kurdish people, especially Kurdish revolutionary women, not only in Rojava but also in Europe. The current crises and wars show us once again that we as women must organize ourselves more resolutely than ever and build self-defence structures. Our fight against capitalism and patriarchy must be international so that we can all live in freedom. Sakine Cansiz (Sara), Leyla Salemez (Ronahî) and Fidan Dogan (Rojbîn) were not only pioneers and activists of the Kurdish women&#8217;s liberation struggle, in their revolutionary work and determination they embodied everything that “Jin, Jiyan, Azadî” stands for. They paved the way that showed us that there can be no free life without the liberation of women.<strong> It is time to continue on this path and continue the struggle they set before us.</strong></p>



<p><strong>Sara, Rojbîn, Ronahî – Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Stellungnahme zur Hinrichtung von Varisheh Moradi im Iran</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/stellungnahme-zur-hinrichtung-von-varisheh-moradi-im-iran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 15:57:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=976</guid>

					<description><![CDATA[english version below wir wenden uns mit größter Dringlichkeit an Sie, um auf die Todesstrafe der kurdischen Aktivistin Varisheh Moradi aufmerksam zu machen. Die 38-Jährige wurde von einem Revolutionsgericht in Teheran unter der Leitung des als „Richter des Todes“ bekannten Abolqasem Salavati zum Tode verurteilt. Die Vorwürfe gegen sie, die auf „bewaffneten Aufstand gegen den Staat“ lauten, sind politisch motiviert und basieren auf erzwungenen Geständnissen, die unter brutaler Folter erlangt wurden. Varisheh Moradi ist eine engagierte Frauenrechtlerin und Mitglied der „Gemeinschaft der freien Frauen von Rojhilat“ (KJAR). Ihr Einsatz für Frauenrechte, Autonomie und Demokratie sowie gegen die Diskriminierung des kurdischen Volkes steht in direktem Widerspruch zur repressiven Agenda des iranischen Regimes. Seit ihrer Verschleppung im August 2023 wurde sie über Monate hinweg gefoltert, misshandelt und ihrer grundlegenden Rechte beraubt. Der Prozess, der zu ihrem Todesurteil führte, war eine Farce: Es wurde ihr weder ein faires Verfahren noch ein Zugang zu effektiver rechtlicher Vertretung gewährt. Die drohende Hinrichtung von Varisheh Moradi ist nicht nur ein schwerwiegender Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards, sondern auch ein direkter Angriff auf alle, die für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichberechtigung eintreten. Sie ist Teil eines systematischen Vorgehens des iranischen Regimes gegen Frauenaktivistinnen, Menschenrechtsverteidiger und Angehörige marginalisierter Gemeinschaften, insbesondere der kurdischen Bevölkerung. Wir appellieren an Sie als Abgeordnete des Deutschen Bundestages, sich öffentlich und entschlossen gegen die drohende Hinrichtung von Varisheh Moradi auszusprechen und die deutsche Bundesregierung zu einer klaren Positionierung auf internationaler Ebene zu drängen. Konkret fordern wir: Die Hinrichtung von Varisheh Moradi muss verhindert werden. Ihr Schicksal steht stellvertretend für den unermüdlichen Einsatz mutiger kurdischen Frauen im Iran, die trotz Repressionen für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen. Ihre Stimme darf nicht zum Schweigen gebracht werden. Mit der Parole Jin Jiyan Azadî, (Zan, Zendegi, Āzādi) – „Frauen, Leben, Freiheit“ – rufen wir zur Solidarität mit Varisheh Moradi auf und bitten dringend um Hilfe. Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. Statement on the execution of Varisheh Moradi in Iran We turn to you with the utmost urgency to draw your attention to the death sentence of Kurdish activist Varisheh Moradi. The 38-year-old was sentenced to death by a revolutionary court in Tehran headed by Abolqasem Salavati, known as the “Judge of Death”. The charges against her of “armed insurrection against the state” are politically motivated and based on forced confessions obtained under brutal torture Varisheh Moradi is a committed women&#8217;s rights activist and member of (KJAR) the “Community of Free Women of Rojhilat”. Her commitment to women&#8217;s rights, autonomy and democracy as well as against discrimination against the Kurdish people is in direct contradiction to the repressive agenda of the Iranian regime. Since her abduction in August 2023, she has been tortured, mistreated and deprived of her basic rights for months. The trial that led to her death sentence was a farce: she was She was granted neither a fair trial nor access to effective legal representation. The imminent execution of Varisheh Moradi is not only a grave violation of international human rights standards, but also a direct attack on all those who stand up for justice, freedom and equality. It is part of a systematic crackdown by the Iranian regime on women activists, human rights defenders and members of marginalized communities. We urge members of the German parliament and all who can to speak out publicly and resolutely against the imminent execution of Varisheh Moradi and to urge the German federal government to take a clear position at international level. Our demands against execution: The execution of Varisheh Moradi must be prevented. Her fate is representative of the tireless efforts of courageous Kurdish women in Iran who are fighting for a fairer society despite repression. Your voice must not be silenced! We call for solidarity with Varisheh Moradi and urgently ask for help.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size"><a href="#eng">english version below</a></p>



<p>wir wenden uns mit größter Dringlichkeit an Sie, um auf die Todesstrafe der kurdischen Aktivistin Varisheh Moradi aufmerksam zu machen. Die 38-Jährige wurde von einem Revolutionsgericht in Teheran unter der Leitung des als „Richter des Todes“ bekannten Abolqasem Salavati zum Tode verurteilt. Die Vorwürfe gegen sie, die auf „bewaffneten Aufstand gegen den Staat“ lauten, sind politisch motiviert und basieren auf erzwungenen Geständnissen, die unter brutaler Folter erlangt wurden.</p>



<p>Varisheh Moradi ist eine engagierte Frauenrechtlerin und Mitglied der „Gemeinschaft der freien Frauen von Rojhilat“ (KJAR). Ihr Einsatz für Frauenrechte, Autonomie und Demokratie sowie gegen die Diskriminierung des kurdischen Volkes steht in direktem Widerspruch zur repressiven Agenda des iranischen Regimes. Seit ihrer Verschleppung im August 2023 wurde sie über Monate hinweg gefoltert, misshandelt und ihrer grundlegenden Rechte beraubt. Der Prozess, der zu ihrem Todesurteil führte, war eine Farce: Es wurde ihr weder ein faires Verfahren noch ein Zugang zu effektiver rechtlicher Vertretung gewährt.</p>



<p>Die drohende Hinrichtung von Varisheh Moradi ist nicht nur ein schwerwiegender Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards, sondern auch ein direkter Angriff auf alle, die für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichberechtigung eintreten. Sie ist Teil eines systematischen Vorgehens des iranischen Regimes gegen Frauenaktivistinnen, Menschenrechtsverteidiger und Angehörige marginalisierter Gemeinschaften, insbesondere der kurdischen Bevölkerung.</p>



<p>Wir appellieren an Sie als Abgeordnete des Deutschen Bundestages, sich öffentlich und entschlossen gegen die drohende Hinrichtung von Varisheh Moradi auszusprechen und die deutsche Bundesregierung zu einer klaren Positionierung auf internationaler Ebene zu drängen.</p>



<p><strong>Konkret fordern wir:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Diplomatischen Druck auf das iranische Regime auszuüben, um die Todesstrafe gegen<br>Varisheh Moradi aufzuheben.</strong><br></li>



<li><strong>Die Einleitung internationaler Untersuchungen zu den Haftbedingungen und<br>Folterpraktiken im Iran an weiblichen Gefangenen,</strong><br></li>



<li><strong>Sich auf europäischer und UN-Ebene für ein sofortiges Moratorium der Todesstrafe im<br>Iran einzusetzen.</strong><br></li>



<li><strong>Schutzmaßnahmen für kurdische Aktivist:innen, die im Iran verfolgt werden, zu<br>verstärken.</strong></li>
</ol>



<p>Die Hinrichtung von Varisheh Moradi muss verhindert werden. Ihr Schicksal steht stellvertretend für den unermüdlichen Einsatz mutiger kurdischen Frauen im Iran, die trotz Repressionen für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen. Ihre Stimme darf nicht zum Schweigen gebracht werden.</p>



<p><strong>Mit der Parole Jin Jiyan Azadî, (Zan, Zendegi, Āzādi) – „Frauen, Leben, Freiheit“ – rufen wir zur Solidarität mit Varisheh Moradi auf und bitten dringend um Hilfe.</strong></p>



<p>Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="eng"><strong>Statement on the execution of Varisheh Moradi in Iran</strong></h2>



<p>We turn to you with the utmost urgency to draw your attention to the death sentence of Kurdish activist Varisheh Moradi. The 38-year-old was sentenced to death by a revolutionary court in Tehran headed by Abolqasem Salavati, known as the “Judge of Death”. The charges against her of “armed insurrection against the state” are politically motivated and based on forced confessions obtained under brutal torture Varisheh Moradi is a committed women&#8217;s rights activist and member of (KJAR) the “Community of Free Women of Rojhilat”.</p>



<p>Her commitment to women&#8217;s rights, autonomy and democracy as well as against discrimination against the Kurdish people is in direct contradiction to the repressive agenda of the Iranian regime. Since her abduction in August 2023, she has been tortured, mistreated and deprived of her basic rights for months. The trial that led to her death sentence was a farce: she was She was granted neither a fair trial nor access to effective legal representation.</p>



<p>The imminent execution of Varisheh Moradi is not only a grave violation of international human rights standards, but also a direct attack on all those who stand up for justice, freedom and equality. It is part of a systematic crackdown by the Iranian regime on women activists, human rights defenders and members of marginalized communities.</p>



<p>We urge members of the German parliament and all who can to speak out publicly and resolutely against the imminent execution of Varisheh Moradi and to urge the German federal government to take a clear position at international level. </p>



<p><strong>Our demands against execution:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong> To exert diplomatic pressure on the Iranian regime to lift the death sentence against Varisheh Moradi.</strong><br></li>



<li><strong>To initiate international investigations into the detention conditions and torture practices in Iran, particularly against female prisoners.</strong><br></li>



<li><strong>To advocate at the European and UN levels for an immediate moratorium on the death penalty in Iran.</strong><br></li>



<li><strong>To strengthen protective measures for Kurdish activists being persecuted in Iran.</strong></li>
</ol>



<p>The execution of Varisheh Moradi must be prevented. Her fate is representative of the tireless efforts of courageous Kurdish women in Iran who are fighting for a fairer society despite repression.</p>



<p><strong>Your voice must not be silenced!</strong></p>



<p><strong>We call for solidarity with Varisheh Moradi and urgently ask for help.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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				</item>
		<item>
		<title>Erklärung zum 25. November: Unsere Selbstverteidigung gegen ihre Kriege!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/erklaerung-zum-25-november-unsere-selbstverteidigung-gegen-ihre-kriege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2024 19:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[mirabal]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverteidigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar. Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen. Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen. Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben. Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen. Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. 23. November 2024]]></description>
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<p>Vor 64 Jahren wurden die Schwestern Mirabal vom dominikanischen Regime unter Rafael Trujillo getötet. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die in ihrer kommunistischen Widerstandsgruppe als „Las Mariposas“ (Schmetterlinge) bekannt waren, wurden ermordet, weil sie den Sturz des Diktators Trujillo planten. Der 25. November wurde in Gedenken an diese drei Widerstandskämpferinnen zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Jährlich gehen wir als Frauen- und feministische Bewegungen an diesem Tag auf die Straße, um an die immer weiter eskalierende patriarchale Gewalt auf der Welt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig drücken wir feministische Solidarität aus, erinnern an ermordete Frauen und ihre Geschichten und machen die lange Geschichte von Widerstand gegen den Kapitalismus und das Patriarchat sichtbar.</p>



<p>Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Sie findet nicht nur in der Familie und in Partnerschaften und im Alltag statt, sondern ist auch Kriegswaffe und politisches Mittel. Am Beispiel aktueller Kriege wie in Palästina, Sudan und Kurdistan wird so deutlich wie lange nicht mehr, dass Frauen und Mädchen zu den Hauptleidtragenden von Kriegen und Konflikten gehören. Sie sind von Hunger und von Zerstörungen lebensnotwendiger Infrastruktur, aber auch von sexualisierter Gewalt im Kontext von Kriegen besonders betroffen. Sie sind Zielscheibe staatlicher Gewalt und reaktionärer militanter Gruppen zugleich, besonders dann, wenn sie gegen diese organisiert Widerstand leisten und für eine Alternative jenseits von Besatzung, Ausbeutung und Gewalt kämpfen.</p>



<p>Gleichzeitig steigen weltweit die Zahlen zu Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt und Femiziden – eine Tendenz, die wir nicht getrennt vom Erstarken faschistischer und autoritärer Ideologien und Strukturen analysieren können. Auch in Deutschland wird nahezu jeden Tag eine Frau ermordet, und hunderte Frauen und Mädchen erleben täglich häusliche Gewalt und Belästigung. Staaten geben vor, Strukturen für den Schutz von Frauen und queeren Menschen zu schaffen, doch an der Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel im Rahmen der Istanbul-Konvention) scheitern sie oder sind sogar aktiv dabei, bestehende Rechte einzuschränken und aufzuheben. Schutzstrukturen werden kaputtgespart, feministische linke Bewegungen und Aktivist*innen kriminalisiert und Gewaltbetroffene isoliert und im Stich gelassen.</p>



<p>Viele feministische Bewegungen haben in den letzten Jahren ihren Kampf zurecht in Richtung Selbstorganisierung und gegenseitiger Unterstützung gestärkt, statt sich vom Staat und vom herrschenden System Lösungen zu erhoffen. Immer deutlicher wird die Notwendigkeit von Selbstverteidigung gegen das patriarchale kapitalistische System. Ohne feministische Selbstverteidigung gegen dieses System, das uns unterdrückt, tötet und ausbeutet, wird es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben.</p>



<p>Als kurdische Frauen sehen wir uns in der Tradition all jener Frauen, die in der Geschichte für ihr Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Frieden gekämpft haben, ohne sich herrschenden Strukturen zu beugen, ohne ihren Willen brechen zu lassen, ohne sich von wahren Alternativen abbringen zu lassen. In diesem Geiste rufen wir alle auf, sich den Demonstrationen und Aktionen zum 25. November und auch darüber hinaus weltweiten feministischen Organisierungen anzuschließen.</p>



<p>Das Patriarchat spaltet uns, unsere Antwort ist kollektiver Widerstand und Solidarität!<br>Jin Jiyan Azadî – nicht nur am 25. November, sondern jeden Tag!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p>23. November 2024</p>
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		<title>Werishe Moradi &#8211; Evin Gefängnis, Tehran, Frauentrakt, Oktober 2024</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/werishe-moradi-evin-gefaengnis-tehran-frauentrakt-oktober-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2024 10:56:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[iran]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufruf zum Handeln und Solidarisieren der freien Gesellschaft und internationale Organisationen zum Stopp von Todesstrafen (English Version)&#8222;Die Feuer des Krieges haben den gesamten Nahen Osten verschlungen &#8211; ein Konflikt, der seit Jahrzehnten in diesem alten Land unter dem Deckmantel einer so genannten neuen Ordnung wütet. Diese Flammen ersticken die Gesellschaft und verzehren mit jeder Welle der Gewalt immer mehr von dieser schönen menschlichen Existenz. Die neoliberale Politik des globalen kapitalistischen Systems, die darauf abzielt, seine Vorherrschaft im Nahen Osten zu festigen, hat in Verbindung mit den Ambitionen der traditionellen regionalen Mächte diesen Krieg wie nie zuvor offenbart. Auf der einen Seite versucht der Westen, den Nahen Osten neu zu gestalten, und zwar nicht durch Frieden, sondern durch Krieg. Trotz seiner gescheiterten Versuche, die Region zu homogenisieren und ihre reiche Geschichte und Kultur auszulöschen, hält der Westen daran fest. In der Zwischenzeit schüren konservative Staaten in der Region den Nationalismus und die religiöse Inbrunst weiter. Die verschiedenen Auswirkungen dieser Konflikte in Verbindung mit der eskalierenden Gewalt bergen die Gefahr eines gefährlichen Aufschwungs des Faschismus in der gesamten Region. Es ist offensichtlich, dass dieser Krieg weitergehen und wahrscheinlich weite Teile der Region erfassen wird. Inmitten dieser anhaltenden Herausforderungen spricht die Islamische Republik Iran &#8211; nachdem sie jahrelang versucht hat, einen „schiitischen Halbmond“ zu schaffen &#8211; jetzt von einer arabischen NATO und der Einheit der muslimischen Umma. Die jüngsten diplomatischen Reisen [iranischer Beamter] in arabische Länder unterstreichen diesen Plan. Doch diese Widersprüche, Herausforderungen und Rivalitäten können nur zu weiteren Verheerungen im Nahen Osten führen. Die Menschen &#8211; insbesondere Frauen -, die bereits unter autoritären Regimen gelitten haben, sind nun durch die Verwüstungen, die dieser Krieg anrichtet, zusätzlich bedroht. Kurz gesagt, während der globale Kapitalismus versucht, die Nationalstaaten der Region zu schwächen und zu kontrollieren, ist dies alles andere als eine Unterstützung für die Menschen, insbesondere für die Frauen. In den Machtkämpfen zwischen rivalisierenden Kräften ist die Gesellschaft &#8211; insbesondere Frauen und Kinder &#8211; das wahre Opfer. Sie werden vergewaltigt, gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen, oder in den Dienst der Kriegsherren gezwungen. Ein entscheidender Punkt, der angesprochen werden muss, ist die Tatsache, dass die Zunahme der Repression im eigenen Land untrennbar mit diesen grenzüberschreitenden Kriegen verbunden ist. Mit anderen Worten: Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Daraus ergibt sich eine düstere Gleichung in der Region, und der Iran bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil, er verfolgt denselben Weg wie in den 1980er Jahren, als es neben den Konflikten außerhalb seiner Grenzen zu Massenhinrichtungen von Gefangenen und Freiheitssuchenden kam. Jetzt, wo sich die Geschichte an die Ereignisse der 1980er Jahre erinnert, geht es darum, sicherzustellen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. In den letzten Jahren hat die Islamische Republik versucht, sich inmitten der Unruhen im Nahen Osten als eine Insel des Friedens darzustellen. Doch ihre Innen- und Außenpolitik hat sich als erfolglos erwiesen. Im Innern steht das totalitäre Regime unter wachsendem Druck, und sollte es seine letzten Gelegenheiten zum Rückzug aus der Tyrannei nicht nutzen, wird es unweigerlich die Konsequenzen tragen müssen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Bedingungen in wirtschaftlicher, politischer, sozialer und psychologischer Hinsicht weiter. Die Menschenrechtsverletzungen nehmen zu: Seit Beginn dieses Jahres wurden 531 Hinrichtungen vollstreckt. Im vergangenen Jahr wurden 811 Personen hingerichtet, wobei die Hinrichtung von Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 35 % gestiegen ist. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Regime keinerlei Wert auf Verbesserungen legt. Stattdessen treibt es die Gesellschaft durch seine Politik der Verleugnung und Eliminierung derer, die es als „anders“ betrachtet, in den Ruin. Trotz dieser schmerzlich offensichtlichen Realität ist es nach wie vor wichtig, der Welt diese bitteren Wahrheiten mitzuteilen. Der Kampf gegen diese Situation und der Widerstand gegen dieses tyrannische Regime obliegt uns, den Gefangenen, genauso wie den anderen. Als jemand, der sich für die Umgestaltung der Gesellschaft einsetzt und dem Leben einen Sinn gibt, und der sich mit den Frauen und allen unterdrückten Völkern solidarisch zeigt, möchte ich mit meinen Entscheidungen und Aktionen auf die aktuelle Situation aufmerksam machen. Mein Einsatz gegen die Unterdrückung der Freiheitssuchenden dient nicht dem persönlichen Vorteil. Genau aus diesem Grund trete ich am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe in einen unbefristeten Hungerstreik. Wenn Sie den Tribut des Krieges sehen und „Nein zum Krieg“ rufen, müssen Sie auch die Morde im Inland und die täglichen Hinrichtungen erkennen, die unter dem Deckmantel des politischen Islam durchgeführt werden. Lassen Sie nicht zu, dass grenzüberschreitende Kriege das Problem der internen Unterdrückung verdrängen. Mit diesem Hungerstreik möchte ich sicherstellen, dass die Stimmen der einheimischen Kämpfer, die sich mutig erhoben haben, nicht im Lärm des Krieges und der vergeblichen Unternehmungen untergehen. Zu diesem Zweck kündige ich meinen unbefristeten Hungerstreik in Solidarität mit den weltweiten Kampagnen von #No_to_Executions an, die von Gruppen, Institutionen und internationalen Organisationen angeführt werden, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen.&#8220; To the Free Society and International Organisations, call for action and solidarity to stop death penalties!!! &#8222;The fires of war have engulfed the entire Middle East—a conflict that has raged for decades across this ancient land under the guise of a so-called new order. These flames suffocate society, consuming ever more of this beautiful human existence with each wave of violence. The neoliberal policies of the global capitalist system, aimed at consolidating its dominance in the Middle East, combined with the ambitions of traditional regional powers, have exposed this war like never before. On one side, the West seeks to reshape the Middle East, not through peace, but through war. Despite its failed attempts to homogenise the region and erase its rich history and culture, the West persists. Meanwhile, conservative states in the region, stoking nationalism and religious fervour, continue to fan the flames. The various repercussions of these conflicts, coupled with the escalating violence, risk ushering in a dangerous rise of fascism across the region. It is evident that this war will continue, likely drawing in vast areas of the region. Amid these ongoing challenges, the Islamic Republic of Iran—after years of attempting to create a “Shia Crescent”—now speaks of an Arab NATO and the unity of the Muslim Ummah. The recently diplomatic traffic [of iranian officials] to Arab countries underscore this plan. Yet, these contradictions, challenges, and rivalries can only lead to further devastation in the Middle East. The people—particularly women—who have already suffered under authoritarian regimes now face additional threats from the havoc wrought by this war. In short, while global capitalism seeks to weaken and control the nation-states of the region, this is far from a support for the people, especially women. In the power struggles among rival forces, society—particularly women and children—are the true victims. They are violated, forced to flee their homelands, or conscripted into the service of warlords. A critical issue that must be addressed is that the rise in domestic repression is intrinsically linked to these cross-border wars. In other words, both are inextricably connected. This creates a grim equation in the region, and Iran is no exception. On the contrary, it follows the same path it did in the 1980s, when mass executions of prisoners and freedom-seekers took place alongside conflicts outside its borders. The crucial issue now, as history recalls the events of the 1980s, is to ensure that history does not repeat itself. In recent years, the Islamic Republic has attempted to portray itself as an island of peace amidst the turmoil in the Middle East. Yet its domestic and foreign policies have proven unsuccessful. Internally, the totalitarian regime faces mounting pressure, and should it fail to seize its last opportunities to retreat from tyranny, it will inevitably face the consequences. At the same time, conditions continue to deteriorate—economically, politically, socially, and psychologically. Human rights violations are on the rise, with 531 executions carried out since the start of this year. Last year, 811 individuals were executed, marking a 35% increase in the execution of women compared to the previous year. These figures illustrate the regime’s utter disregard for improvement. Instead, through its policies of denial and elimination of those it considers “other”, it is driving society toward ruin. Despite this painfully obvious reality, it remains essential to communicate these bitter truths to the world. The struggle against this situation and opposition to this tyrannical regime fall upon us, the prisoners, just as it falls upon others. As someone who has worked to transform society and impart meaning to life, and who stands in solidarity with women and all oppressed peoples, my decisions and actions are intended to bring attention to the current situation. My stand against the oppression of freedom-seekers is not for personal gain. I am undertaking an indefinite hunger strike on the International Day Against the Death Penalty with this very purpose. If you see the toll of war and cry “No to War,” you must also recognize the domestic killings and daily executions carried out under the guise of political Islam. Do not allow cross-border wars to obscure the issue of internal repression. Through this hunger strike, I aim to ensure that the voices of domestic fighters who have bravely stood up are not lost amidst the clamour of war and futile ventures. To this end, I announce my indefinite hunger strike in solidarity with the global campaigns of #No_to_Executions, spearheaded by groups, institutions, and international organisations dedicated to abolishing the death penalty.&#8220; @ Bilder der KJAR-Kampagne für Varishe Moradi und Pakhshan Azizi]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Aufruf zum Handeln und Solidarisieren der freien Gesellschaft und internationale Organisationen zum Stopp von Todesstrafen</h2>



<p><sup><a href="#anker" data-type="internal" data-id="#anker">(English Version)</a></sup><br>&#8222;Die Feuer des Krieges haben den gesamten Nahen Osten verschlungen &#8211; ein Konflikt, der seit Jahrzehnten in diesem alten Land unter dem Deckmantel einer so genannten neuen Ordnung wütet. Diese Flammen ersticken die Gesellschaft und verzehren mit jeder Welle der Gewalt immer mehr von dieser schönen menschlichen Existenz. Die neoliberale Politik des globalen kapitalistischen Systems, die darauf abzielt, seine Vorherrschaft im Nahen Osten zu festigen, hat in Verbindung mit den Ambitionen der traditionellen regionalen Mächte diesen Krieg wie nie zuvor offenbart. Auf der einen Seite versucht der Westen, den Nahen Osten neu zu gestalten, und zwar nicht durch Frieden, sondern durch Krieg. Trotz seiner gescheiterten Versuche, die Region zu homogenisieren und ihre reiche Geschichte und Kultur auszulöschen, hält der Westen daran fest. In der Zwischenzeit schüren konservative Staaten in der Region den Nationalismus und die religiöse Inbrunst weiter. Die verschiedenen Auswirkungen dieser Konflikte in Verbindung mit der eskalierenden Gewalt bergen die Gefahr eines gefährlichen Aufschwungs des Faschismus in der gesamten Region.</p>



<p>Es ist offensichtlich, dass dieser Krieg weitergehen und wahrscheinlich weite Teile der Region erfassen wird. Inmitten dieser anhaltenden Herausforderungen spricht die Islamische Republik Iran &#8211; nachdem sie jahrelang versucht hat, einen „schiitischen Halbmond“ zu schaffen &#8211; jetzt von einer arabischen NATO und der Einheit der muslimischen Umma. Die jüngsten diplomatischen Reisen [iranischer Beamter] in arabische Länder unterstreichen diesen Plan. Doch diese Widersprüche, Herausforderungen und Rivalitäten können nur zu weiteren Verheerungen im Nahen Osten führen. Die Menschen &#8211; insbesondere Frauen -, die bereits unter autoritären Regimen gelitten haben, sind nun durch die Verwüstungen, die dieser Krieg anrichtet, zusätzlich bedroht.</p>



<p>Kurz gesagt, während der globale Kapitalismus versucht, die Nationalstaaten der Region zu schwächen und zu kontrollieren, ist dies alles andere als eine Unterstützung für die Menschen, insbesondere für die Frauen. In den Machtkämpfen zwischen rivalisierenden Kräften ist die Gesellschaft &#8211; insbesondere Frauen und Kinder &#8211; das wahre Opfer. Sie werden vergewaltigt, gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen, oder in den Dienst der Kriegsherren gezwungen. Ein entscheidender Punkt, der angesprochen werden muss, ist die Tatsache, dass die Zunahme der Repression im eigenen Land untrennbar mit diesen grenzüberschreitenden Kriegen verbunden ist. Mit anderen Worten: Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Daraus ergibt sich eine düstere Gleichung in der Region, und der Iran bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil, er verfolgt denselben Weg wie in den 1980er Jahren, als es neben den Konflikten außerhalb seiner Grenzen zu Massenhinrichtungen von Gefangenen und Freiheitssuchenden kam. Jetzt, wo sich die Geschichte an die Ereignisse der 1980er Jahre erinnert, geht es darum, sicherzustellen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.</p>



<p>In den letzten Jahren hat die Islamische Republik versucht, sich inmitten der Unruhen im Nahen Osten als eine Insel des Friedens darzustellen. Doch ihre Innen- und Außenpolitik hat sich als erfolglos erwiesen. Im Innern steht das totalitäre Regime unter wachsendem Druck, und sollte es seine letzten Gelegenheiten zum Rückzug aus der Tyrannei nicht nutzen, wird es unweigerlich die Konsequenzen tragen müssen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Bedingungen in wirtschaftlicher, politischer, sozialer und psychologischer Hinsicht weiter. Die Menschenrechtsverletzungen nehmen zu: Seit Beginn dieses Jahres wurden 531 Hinrichtungen vollstreckt. Im vergangenen Jahr wurden 811 Personen hingerichtet, wobei die Hinrichtung von Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 35 % gestiegen ist. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Regime keinerlei Wert auf Verbesserungen legt. Stattdessen treibt es die Gesellschaft durch seine Politik der Verleugnung und Eliminierung derer, die es als „anders“ betrachtet, in den Ruin. Trotz dieser schmerzlich offensichtlichen Realität ist es nach wie vor wichtig, der Welt diese bitteren Wahrheiten mitzuteilen. Der Kampf gegen diese Situation und der Widerstand gegen dieses tyrannische Regime obliegt uns, den Gefangenen, genauso wie den anderen. Als jemand, der sich für die Umgestaltung der Gesellschaft einsetzt und dem Leben einen Sinn gibt, und der sich mit den Frauen und allen unterdrückten Völkern solidarisch zeigt, möchte ich mit meinen Entscheidungen und Aktionen auf die aktuelle Situation aufmerksam machen. Mein Einsatz gegen die Unterdrückung der Freiheitssuchenden dient nicht dem persönlichen Vorteil. Genau aus diesem Grund trete ich am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe in einen unbefristeten Hungerstreik. Wenn Sie den Tribut des Krieges sehen und „Nein zum Krieg“ rufen, müssen Sie auch die Morde im Inland und die täglichen Hinrichtungen erkennen, die unter dem Deckmantel des politischen Islam durchgeführt werden. Lassen Sie nicht zu, dass grenzüberschreitende Kriege das Problem der internen Unterdrückung verdrängen. Mit diesem Hungerstreik möchte ich sicherstellen, dass die Stimmen der einheimischen Kämpfer, die sich mutig erhoben haben, nicht im Lärm des Krieges und der vergeblichen Unternehmungen untergehen. Zu diesem Zweck kündige ich meinen unbefristeten Hungerstreik in Solidarität mit den weltweiten Kampagnen von #No_to_Executions an, die von Gruppen, Institutionen und internationalen Organisationen angeführt werden, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen.&#8220;</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="anker">To the Free Society and International Organisations, call for action and solidarity to stop death penalties!!!</h2>



<p>&#8222;The fires of war have engulfed the entire Middle East—a conflict that has raged for decades across this ancient land under the guise of a so-called new order. These flames suffocate society, consuming ever more of this beautiful human existence with each wave of violence. The neoliberal policies of the global capitalist system, aimed at consolidating its dominance in the Middle East, combined with the ambitions of traditional regional powers, have exposed this war like never before. On one side, the West seeks to reshape the Middle East, not through peace, but through war. Despite its failed attempts to homogenise the region and erase its rich history and culture, the West persists. Meanwhile, conservative states in the region, stoking nationalism and religious fervour, continue to fan the flames. The various repercussions of these conflicts, coupled with the escalating violence, risk ushering in a dangerous rise of fascism across the region.</p>



<p>It is evident that this war will continue, likely drawing in vast areas of the region. Amid these ongoing challenges, the Islamic Republic of Iran—after years of attempting to create a “Shia Crescent”—now speaks of an Arab NATO and the unity of the Muslim Ummah. The recently diplomatic traffic [of iranian officials] to Arab countries underscore this plan. Yet, these contradictions, challenges, and rivalries can only lead to further devastation in the Middle East. The people—particularly women—who have already suffered under authoritarian regimes now face additional threats from the havoc wrought by this war.</p>



<p>In short, while global capitalism seeks to weaken and control the nation-states of the region, this is far from a support for the people, especially women. In the power struggles among rival forces, society—particularly women and children—are the true victims. They are violated, forced to flee their homelands, or conscripted into the service of warlords. A critical issue that must be addressed is that the rise in domestic repression is intrinsically linked to these cross-border wars. In other words, both are inextricably connected. This creates a grim equation in the region, and Iran is no exception. On the contrary, it follows the same path it did in the 1980s, when mass executions of prisoners and freedom-seekers took place alongside conflicts outside its borders. The crucial issue now, as history recalls the events of the 1980s, is to ensure that history does not repeat itself.</p>



<p>In recent years, the Islamic Republic has attempted to portray itself as an island of peace amidst the turmoil in the Middle East. Yet its domestic and foreign policies have proven unsuccessful. Internally, the totalitarian regime faces mounting pressure, and should it fail to seize its last opportunities to retreat from tyranny, it will inevitably face the consequences. At the same time, conditions continue to deteriorate—economically, politically, socially, and psychologically. Human rights violations are on the rise, with 531 executions carried out since the start of this year. Last year, 811 individuals were executed, marking a 35% increase in the execution of women compared to the previous year. These figures illustrate the regime’s utter disregard for improvement. Instead, through its policies of denial and elimination of those it considers “other”, it is driving society toward ruin. Despite this painfully obvious reality, it remains essential to communicate these bitter truths to the world. The struggle against this situation and opposition to this tyrannical regime fall upon us, the prisoners, just as it falls upon others.</p>



<p>As someone who has worked to transform society and impart meaning to life, and who stands in solidarity with women and all oppressed peoples, my decisions and actions are intended to bring attention to the current situation. My stand against the oppression of freedom-seekers is not for personal gain. I am undertaking an indefinite hunger strike on the International Day Against the Death Penalty with this very purpose. If you see the toll of war and cry “No to War,” you must also recognize the domestic killings and daily executions carried out under the guise of political Islam. Do not allow cross-border wars to obscure the issue of internal repression. Through this hunger strike, I aim to ensure that the voices of domestic fighters who have bravely stood up are not lost amidst the clamour of war and futile ventures. To this end, I announce my indefinite hunger strike in solidarity with the global campaigns of #No_to_Executions, spearheaded by groups, institutions, and international organisations dedicated to abolishing the death penalty.&#8220;</p>



<p>@ <small>Bilder der KJAR-Kampagne für Varishe Moradi und Pakhshan Azizi</small></p>
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		<title>Online-Panel: War and Femicides &#8211; The State&#8217;s Weapons.</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/online-panel-war-and-femicides-the-states-weapons/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 13:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[child marriage]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[gulistan tara]]></category>
		<category><![CDATA[hero bahadin]]></category>
		<category><![CDATA[irak]]></category>
		<category><![CDATA[iraq]]></category>
		<category><![CDATA[parliament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=955</guid>

					<description><![CDATA[[ENGLISH BELOW] Liebe Genoss*innen, wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Online-Panel statt. Diesmal geht es um die Situation von Frauen und Mädchen in Südkurdistan und Irak. Wir haben uns bereits in anderen Veranstaltungen mit dem Thema staatliche patriarchale Gewalt beschäftigt und uns mit euch über Lösungen und Selbstorganisierung ausgetauscht. Der Anlass des Panels ist, dass sich derzeit die patriarchalen Angriffe in Südkurdistan und Irak besonders zuspitzen. Diese gehen von verschiedenen Akteuren aus: Zum einen wird im irakischen Parlament über eine Änderung im Personenstandsgesetzes gesprochen, die die Verheiratung von Mädchen im Alter von 9 Jahren ermöglichen soll. Eine weitere Bedrohung stellt die Türkei dar, die in Kollaboration mit Barzanis KDP in Nordirak seit Monaten die kurdische Guerilla sowie auch Zivilbevölkerung angreift. Der jüngste Feminizid an den Journalistinnen Hero Bahadîn und Gulistan Tara durch einen türkischen Drohnenangriff hat gezeigt, dass Frauen besonders im Visier der Angriffe sind. Wie sind diese Entwicklungen zu bewerten? Wie könnten politische Lösungen durch die Frauenbewegungen aussehen? Das diskutieren wir gemeinsam mit unseren Rednerinnen, den Aktivistinnen Shereen Murad, Ejin Imad und Parwen Aziz Saeed. Der Livestream ist über den Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future auf Youtube zu verfolgen. 25.09.2024 &#8211; 18 Uhr (MEZ) English version: Dear comrades, We are pleased to invite you to our next online panel. We will be focussing on the situation of women and girls in South Kurdistan and Iraq. We have already dealt with the topic of patriarchal state violence in other gatherings and discussed about solutions and self-organisation with you. The occasion for this panel is the current rise in patriarchal attacks in South Kurdistan and Iraq. These are being perpetrated by various actors: On the one hand, the Iraqi parliament is discussing an amendment to the personal status law that would allow girls as young as 9 to marry. Another threat is posed by Turkey, which, in collaboration with Barzani&#8217;s KDP in Northern Iraq, has been attacking Kurdish guerrillas and the civilian population for months. The recent feminicide of the journalists Hero Bahadîn and Gulistan Tara by a Turkish drone attack has shown that women are particularly targeted by the attacks. What conclusions should be drawn from these developments? What should the women&#8217;s movements do to find political solutions? We will discuss these questions together with our speakers, the activists Shereen Murad, Ejin Imad and Parwen Aziz Saeed. You can join us live via Youtube on the channel of the Network Women Weaving the Future. September 25th, 2024 &#8211; 6pm (CET)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="#here">[ENGLISH BELOW]</a></p>



<p>Liebe Genoss*innen,</p>



<p>wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Online-Panel statt. Diesmal geht es um die Situation von Frauen und Mädchen in Südkurdistan und Irak. Wir haben uns bereits in anderen Veranstaltungen mit dem Thema staatliche patriarchale Gewalt beschäftigt und uns mit euch über Lösungen und Selbstorganisierung ausgetauscht. Der Anlass des Panels ist, dass sich derzeit die patriarchalen Angriffe in Südkurdistan und Irak besonders zuspitzen. Diese gehen von verschiedenen Akteuren aus: Zum einen wird im irakischen Parlament über eine Änderung im Personenstandsgesetzes gesprochen, die die Verheiratung von Mädchen im Alter von 9 Jahren ermöglichen soll. Eine weitere Bedrohung stellt die Türkei dar, die in Kollaboration mit Barzanis KDP in Nordirak seit Monaten die kurdische Guerilla sowie auch Zivilbevölkerung angreift. Der jüngste Feminizid an den Journalistinnen Hero Bahadîn und Gulistan Tara durch einen türkischen Drohnenangriff hat gezeigt, dass Frauen besonders im Visier der Angriffe sind.</p>



<p>Wie sind diese Entwicklungen zu bewerten? Wie könnten politische Lösungen durch die Frauenbewegungen aussehen? Das diskutieren wir gemeinsam mit unseren Rednerinnen, den Aktivistinnen Shereen Murad, Ejin Imad und Parwen Aziz Saeed.</p>



<p>Der Livestream ist über den <a href="https://www.youtube.com/@WomenWeavingFuture" data-type="link" data-id="https://www.youtube.com/@WomenWeavingFuture">Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future</a> auf Youtube zu verfolgen.</p>



<p>25.09.2024 &#8211; 18 Uhr (MEZ)</p>



<p id="here">English version:</p>



<p>Dear comrades,</p>



<p>We are pleased to invite you to our next online panel. We will be focussing on the situation of women and girls in South Kurdistan and Iraq. We have already dealt with the topic of patriarchal state violence in other gatherings and discussed about solutions and self-organisation with you. The occasion for this panel is the current rise in patriarchal attacks in South Kurdistan and Iraq. These are being perpetrated by various actors: On the one hand, the Iraqi parliament is discussing an amendment to the personal status law that would allow girls as young as 9 to marry. Another threat is posed by Turkey, which, in collaboration with Barzani&#8217;s KDP in Northern Iraq, has been attacking Kurdish guerrillas and the civilian population for months. The recent feminicide of the journalists Hero Bahadîn and Gulistan Tara by a Turkish drone attack has shown that women are particularly targeted by the attacks.</p>



<p>What conclusions should be drawn from these developments? What should the women&#8217;s movements do to find political solutions? We will discuss these questions together with our speakers, the activists Shereen Murad, Ejin Imad and Parwen Aziz Saeed.</p>



<p>You can join us live via Youtube on the <a href="https://www.youtube.com/@WomenWeavingFuture" data-type="link" data-id="https://www.youtube.com/@WomenWeavingFuture">channel of the Network Women Weaving the Future</a>.</p>



<p>September 25th, 2024 &#8211; 6pm (CET)</p>
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		<title>Erklärung von der Kampagne „Nein zur Hinrichtung, Ja zum freien Leben“</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/erklaerung-von-der-kampagne-nein-zur-hinrichtung-ja-zum-freien-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 20:13:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[iran]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[rojhilat]]></category>
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					<description><![CDATA[click for english version Die Islamische Republik Iran wendet eine Vielzahl von Unterdrückungstechniken an, darunter staatlich sanktionierte Hinrichtungen und organisierte Tötungen. Trotz offizieller Behauptungen, die Rechte der Menschen und der Zivilgesellschaft zu schützen, haben die Hinrichtungen in den Gefängnissen nach den jüngsten Regierungswahlen und der Etablierung von Reformisten in der Exekutive deutlich zugenommen. Allein in der vergangenen Woche wurden acht Personen in iranischen Gefängnissen hingerichtet, und die Lage verschlechtert sich weiter. In den letzten zwei Wochen wurden zwei Frauen als politische Gefangene zum Tode verurteilt. Sharifeh Mohammadi, ein ehemaliges Mitglied des „Koordinationskomitees zur Unterstützung der Bildung von Arbeiter:innenorganisationen“, wurde im De-zember verhaftet und am 4. Juli vom Revolutionsgericht in Rasht (Nordiran) wegen „Baghi“ (bewaffneter Aufstand) zum Tode verurteilt. Pakhshan Azizi, eine Journalistin, Sozial-arbeiterin und kurdische politische Gefangene, ist seit einem Jahr im Evin-Gefängnis inhaftiert. Sie wurde am 21. Juli von Iman Afshari, einem Richter des Revolutionsgerichts Abteilung 26, zum Tode verurteilt. Werishe Moradi, eine Frauenrechtsakti-vistin und Mitglied der Freien Frauengesellschaft Ostkurdistans (KJAR), die im August 2023 von den Sicherheits-kräften der Islamischen Republik Iran verhaftet wurde, ist eine weitere kurdische politische Gefangene, die wegen „Baghi“ angeklagt ist. Die Schaffung einer breiten und weit verbreiteten Bewegung gegen Hinricht-ungen ist eines der dringlichsten Anliegen, mit denen sich zivile Aktivist:innen und Menschenrechtsverteidiger:innen derzeit auseinandersetzen müssen. Im Rahmen der Kampagne „Nein zur Hinrichtung, Ja zum freien Leben“ rufen wir alle aktiven Institutionen und Organisationen auf, in einem kohärenten und vereinten Kampf zusammen zuarbeiten. Unser Ziel ist es, die Freilassung aller politischen Gefangenen und weit verbreitende Kampf gegen die Todesstrafe zu schaffen. wir verurteilen die Hinrichtungen aufs schärfste und fordern die Abschaffung der Hinrichtungen so wie die Freilassung der politischen Gefangenen! Werdet Teil des Kampagne und unterstütze den Protest mit einem Video, in welchem ihr die Freilassung von Sharifeh Mohammadi und Pakhshan Azizi fordert. (Video e-mailen an: info@ceni-frauen.org) Statement of the campaign “No to execution, yes to free life” The Islamic Republic of Iran uses a variety of repressive techniques, including state-sanctioned executions and organized killings. Despite official claims of protecting the rights of the people and civil society, executions in prisons have increased significantly following the recent government elections and the establishment of reformists in the executive branch. In the past week alone, eight people have been executed in Iranian prisons and the situation continues to deteriorate. In the last two weeks, two women were sentenced to death as political prisoners. Sharifeh Mohammadi, a former member of the “Coordination Committee to Support the Formation of Workers&#8216; Organizations”, was arrested in December and sentenced to death on 4 July by the Revolutionary Court in Rasht (northern Iran) for “baghi” (armed uprising). Pakhshan Azizi, a journalist, social worker and Kurdish political prisoner, has been imprisoned in Evin Prison for a year. She was sentenced to death on July 21 by Iman Afshari, a judge of Revolutionary Court Branch 26. Werishe Moradi, a women&#8217;s rights activist and member of the Free Women&#8217;s Society of Eastern Kurdistan (KJAR), who was arrested by the security forces of the Islamic Republic of Iran in August 2023, is another Kurdish political prisoner charged with “Baghi”. Building a broad and widespread movement against executions is one of the most pressing issues facing civil activists and human rights defenders today. As part of the “No to Execution, Yes to Free Life” campaign, we call on all active institutions and organizations to work together in a coherent and united struggle. Our goal is to create the release of all political prisoners and widespread struggle against the death penalty. Jin, Jiyan, Azadî! Become part of the campaign and support the protest with a video in which you demand the release of Sharifeh Mohammadi and Pakhshan Azizi. (Email the video to: info@ceni-frauen.org)]]></description>
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<p class="has-small-font-size"><a href="#3" data-type="internal" data-id="#3">click for english version</a></p>



<p>Die Islamische Republik Iran wendet eine Vielzahl von Unterdrückungstechniken an, darunter staatlich sanktionierte Hinrichtungen und organisierte Tötungen. Trotz offizieller Behauptungen, die Rechte der Menschen und der Zivilgesellschaft zu schützen, haben die Hinrichtungen in den Gefängnissen nach den jüngsten Regierungswahlen und der Etablierung von Reformisten in der Exekutive deutlich zugenommen.</p>



<p>Allein in der vergangenen Woche wurden acht Personen in iranischen Gefängnissen hingerichtet, und die Lage verschlechtert sich weiter. In den letzten zwei Wochen wurden zwei Frauen als politische Gefangene zum Tode verurteilt.</p>



<p>Sharifeh Mohammadi, ein ehemaliges Mitglied des „Koordinationskomitees zur Unterstützung der Bildung von Arbeiter:innenorganisationen“, wurde im De-zember verhaftet und am 4. Juli vom Revolutionsgericht in Rasht (Nordiran) wegen „Baghi“ (bewaffneter Aufstand) zum Tode verurteilt.</p>



<p>Pakhshan Azizi, eine Journalistin, Sozial-arbeiterin und kurdische politische Gefangene, ist seit einem Jahr im Evin-Gefängnis inhaftiert. Sie wurde am 21. Juli von Iman Afshari, einem Richter des Revolutionsgerichts Abteilung 26, zum Tode verurteilt.</p>



<p>Werishe Moradi, eine Frauenrechtsakti-vistin und Mitglied der Freien Frauengesellschaft Ostkurdistans (KJAR), die im August 2023 von den Sicherheits-kräften der Islamischen Republik Iran verhaftet wurde, ist eine weitere kurdische politische Gefangene, die wegen „Baghi“ angeklagt ist.</p>



<p>Die Schaffung einer breiten und weit verbreiteten Bewegung gegen Hinricht-ungen ist eines der dringlichsten Anliegen, mit denen sich zivile Aktivist:innen und Menschenrechtsverteidiger:innen derzeit auseinandersetzen müssen. Im Rahmen der Kampagne „Nein zur Hinrichtung, Ja zum freien Leben“ rufen wir alle aktiven Institutionen und Organisationen auf, in einem kohärenten und vereinten Kampf zusammen zuarbeiten. Unser Ziel ist es, die Freilassung aller politischen Gefangenen und weit verbreitende Kampf gegen die Todesstrafe zu schaffen.</p>



<p>wir verurteilen die Hinrichtungen aufs schärfste und fordern die Abschaffung der Hinrichtungen so wie die Freilassung der politischen Gefangenen!</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Werdet Teil des Kampagne und unterstütze den Protest mit einem Video, in welchem ihr die Freilassung von Sharifeh Mohammadi und Pakhshan Azizi fordert. </strong><br><strong>(Video e-mailen an: info@ceni-frauen.org)</strong></p>



<p class="has-large-font-size"><strong>Statement of the campaign “No to execution, yes to free life”</strong></p>



<p>The Islamic Republic of Iran uses a variety of repressive techniques, including state-sanctioned executions and organized killings. Despite official claims of protecting the rights of the people and civil society, executions in prisons have increased significantly following the recent government elections and the establishment of reformists in the executive branch.</p>



<p>In the past week alone, eight people have been executed in Iranian prisons and the situation continues to deteriorate. In the last two weeks, two women were sentenced to death as political prisoners. Sharifeh Mohammadi, a former member of the “Coordination Committee to Support the Formation of Workers&#8216; Organizations”, was arrested in December and sentenced to death on 4 July by the Revolutionary Court in Rasht (northern Iran) for “baghi” (armed uprising).</p>



<p>Pakhshan Azizi, a journalist, social worker and Kurdish political prisoner, has been imprisoned in Evin Prison for a year. She was sentenced to death on July 21 by Iman Afshari, a judge of Revolutionary Court Branch 26.</p>



<p>Werishe Moradi, a women&#8217;s rights activist and member of the Free Women&#8217;s Society of Eastern Kurdistan (KJAR), who was arrested by the security forces of the Islamic Republic of Iran in August 2023, is another Kurdish political prisoner charged with “Baghi”.</p>



<p>Building a broad and widespread movement against executions is one of the most pressing issues facing civil activists and human rights defenders today.</p>



<p><strong>As part of the “No to Execution, Yes to Free Life” campaign, we call on all active institutions and organizations to work together in a coherent and united struggle. Our goal is to create the release of all political prisoners and widespread struggle against the death penalty.</strong><strong></strong></p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Become part of the campaign and support the protest with a video in which you demand the release of Sharifeh Mohammadi and Pakhshan Azizi. </strong><br><strong>(Email the video to: info@ceni-frauen.org)</strong></p>
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		<title>Kein Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kein-ausweg-aus-der-krise-ohne-frauenbefreiung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 17:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
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					<description><![CDATA[(English version below) Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen. Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen. Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören. Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen. Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet. Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan. Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau. Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen. Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten. Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023 No way out of the crisis without women&#8217;s liberation! Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society. On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance. However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together. The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence. There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society. With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly. Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan. As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation. Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism. There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades. Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023 (Picture source: ANF)]]></description>
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<p><sub><a href="#jump-here" data-type="internal" data-id="#jump-here">(English version below)</a></sub></p>



<p><strong>Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen.</strong></p>



<p id="english-version-below"><em>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen.</em></p>



<p>Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen.</p>



<p>Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören.</p>



<p>Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt.</p>



<p>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen.</p>



<p>Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet.</p>



<p>Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan.</p>



<p>Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau.</p>



<p>Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen.</p>



<p>Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten.</p>



<p>Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="jump-here">No way out of the crisis without women&#8217;s liberation!</h2>



<p><strong>Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises</strong></p>



<p><em>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society.</em></p>



<p>On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance.</p>



<p>However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together.</p>



<p>The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence.</p>



<p>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society.</p>



<p>With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly.</p>



<p>Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan.</p>



<p>As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation.</p>



<p>Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism.</p>



<p>There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades.</p>



<p>Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023</p>



<p>(Picture source: ANF)</p>
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		<title>Online-Panel: Die Auswirkungen staatlicher Gewalt auf Frauen</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/online-panel-die-auswirkungen-staatlicher-gewalt-auf-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 17:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[staatliche gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[women]]></category>
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					<description><![CDATA[(English version below) Liebe Freundinnen, liebe Genossinnen, Wir laden euch zu einem Online-Panel ein, das vom Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ anlässlich des 11. Jahrestages der Ermordung von Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris im Jahr 2013 organisiert wird. 11 Jahre nach dem dreifachen Femizid in Paris an den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) und Fidan Doğan (Rojbîn) durch den türkischen Geheimdienst (MİT) fordert die kurdische Frauenbewegung immer noch Gerechtigkeit und Aufklärung. Der dreifache Femizid an unseren Genossinnen hat uns gezeigt, dass der Staat einen gezielten Krieg gegen (revolutionäre) Frauen führt. Staatliche Gewalt und Konflikte wirken sich verheerender auf Frauen, Minderheiten und unterdrückte Gruppen aus. Patriarchale Gewalt und Femizid beschränken sich nicht nur auf Partnerschaftsgewalt oder häusliche Gewalt. Gewalt gegen Frauen passiert auch auf systematischer Ebene, z.B. in Kriegen und Konflikten oder in den Gefängnissen. Wie hängen staatliche Gewalt, Kriege, Konflikte und patriarchale Gewalt/Femizid zusammen? Diese Frage wird mit unseren Rednerinnen diskutiert: Das Online-Panel wird auf dem Youtube-Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture) übertragen: https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB 08. Januar 202419:00 (mitteleuropäische Zeit) Über den Youtube-Chat besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Dear friends, dear comrades, we invite you to join an online panel organized by the Kurdish women&#8217;s peace office CENÎ on the occasion of the 11th anniversary of the murder of Sakine Cansız, Fidan Doğan and Leyla Şaylemez in Paris in 2013. 11 years after the triple femicide in Paris on three Kurdish revolutionary women Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) and Fidan Doğan (Rojbîn), carried out by the Turkish intelligence (MİT), the Kurdish women&#8217;s movement still demands justice and truth. The triple femicide on our comrades showed us that the state wages a particular war against (revolutionary) women. State violence and conflicts affect women, minorities and oppressed people differently. Patriarchal violence and femicide are not limited to intimate partner violence or domestic violence. Violence against women also happens on a systematic level, e.g. in wars and conflicts or in prisons. How are state violence, wars, conflicts and patriarchal violence/femicide connected? This question will be discussed with our panelists: The online panel will be broadcast on the Youtube channel of the Network Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture): https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB January 8th, 20247 PM (Central European Time) There will be the opprtunity to ask questions and discuss with us via the Youtube chat section. We are looking forward to your participation!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><sup><sub><a href="#jump-here" data-type="internal" data-id="#jump-here">(English version below)</a></sub></sup></p>



<p>Liebe Freund<em>innen, liebe Genoss</em>innen,</p>



<p>Wir laden euch zu einem Online-Panel ein, das vom Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ anlässlich des 11. Jahrestages der Ermordung von Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris im Jahr 2013 organisiert wird.</p>



<p>11 Jahre nach dem dreifachen Femizid in Paris an den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) und Fidan Doğan (Rojbîn) durch den türkischen Geheimdienst (MİT) fordert die kurdische Frauenbewegung immer noch Gerechtigkeit und Aufklärung. Der dreifache Femizid an unseren Genossinnen hat uns gezeigt, dass der Staat einen gezielten Krieg gegen (revolutionäre) Frauen führt. Staatliche Gewalt und Konflikte wirken sich verheerender auf Frauen, Minderheiten und unterdrückte Gruppen aus.</p>



<p>Patriarchale Gewalt und Femizid beschränken sich nicht nur auf Partnerschaftsgewalt oder häusliche Gewalt. Gewalt gegen Frauen passiert auch auf systematischer Ebene, z.B. in Kriegen und Konflikten oder in den Gefängnissen. Wie hängen staatliche Gewalt, Kriege, Konflikte und patriarchale Gewalt/Femizid zusammen? Diese Frage wird mit unseren Rednerinnen diskutiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mahtab Mahboub, feministische Aktivistin und Übersetzerin, außerdem Co-Sprecherin der Iranian Democratic Platform</strong></li>



<li><strong>Fidaa Al Zaanin, palästinensische feministische Aktivistin und Gender Studies-Forscherin</strong></li>



<li><strong>Soreti Kadir, Oromo-Aktivistin und Storytellerin</strong></li>



<li><strong>Nilüfer Koç, Sprecherin der Kommission für Außenbeziehungen des Kurdischen Nationalkongresses (KNK)</strong></li>
</ul>



<p>Das Online-Panel wird auf dem Youtube-Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture) übertragen: <br><a href="https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB</a></p>



<p>08. Januar 2024<br>19:00 (mitteleuropäische Zeit)</p>



<p>Über den Youtube-Chat besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. <br>Wir freuen uns auf eure Teilnahme!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="jump-here">Dear friends, dear comrades,</p>



<p>we invite you to join an online panel organized by the Kurdish women&#8217;s peace office CENÎ on the occasion of the 11th anniversary of the murder of Sakine Cansız, Fidan Doğan and Leyla Şaylemez in Paris in 2013.</p>



<p>11 years after the triple femicide in Paris on three Kurdish revolutionary women Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) and Fidan Doğan (Rojbîn), carried out by the Turkish intelligence (MİT), the Kurdish women&#8217;s movement still demands justice and truth. The triple femicide on our comrades showed us that the state wages a particular war against (revolutionary) women. State violence and conflicts affect women, minorities and oppressed people differently.</p>



<p>Patriarchal violence and femicide are not limited to intimate partner violence or domestic violence. Violence against women also happens on a systematic level, e.g. in wars and conflicts or in prisons. How are state violence, wars, conflicts and patriarchal violence/femicide connected?</p>



<p>This question will be discussed with our panelists:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mahtab Mahboub, feminist activist and translator, also the co-spokesperson of Iranian Democratic Platform</strong></li>



<li><strong>Fidaa Al Zaanin, Palestinian feminist activist and a gender studies researcher</strong></li>



<li><strong>Soreti Kadir, Oromo activist and storyteller</strong></li>



<li><strong>Nilüfer Koç, spokeswoman for the Commission on Foreign Relations of the Kurdistan National Congress (KNK)</strong></li>
</ul>



<p>The online panel will be broadcast on the Youtube channel of the Network Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture):</p>



<p><a href="https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB</a></p>



<p>January 8th, 2024<br>7 PM (Central European Time)</p>



<p>There will be the opprtunity to ask questions and discuss with us via the Youtube chat section. We are looking forward to your participation!</p>
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