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	<title>feminizid &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
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	<title>feminizid &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<item>
		<title>Demonstration &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 21:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[HTS]]></category>
		<category><![CDATA[Jolani]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
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					<description><![CDATA[Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 &#124; 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: Es rufen auf folgende Einzelpersonen: Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen! In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen. Wer ist Ahmad al-Sharaa?Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft. Die Lage in Syrien und RojavaDie jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt. Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. Wir fordern: Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin &#124; E-Mail: info@ceni-frauen.org &#124; https://ceni-frauen.org]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong>Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 | 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag</strong></p>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Alan Kurdi &#8211; Initiative von Geflüchteten aus Kurdistan @alankurdipenaber.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Association of Syrian Alawites in Europe</li>



<li class="has-medium-font-size">Bewegung der Kurdischen Jugend Europa (TCS-Europa)</li>



<li class="has-medium-font-size">Borderless Collective @borderless.collective</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der alevitischen Studierenden Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der Kommunst:innen @kommunist_innen</li>



<li class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdischen Frauenbüro für Frieden e.V. @ceni_e.v</li>



<li class="has-medium-font-size">Civaka Azad @civaka.official</li>



<li class="has-medium-font-size">Ciwanen Berlin &#8211; Kurdische Jugend Berlin @ci.wan.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Dachverband der Êzîdischen Frauenräte e. V. &#8211; SMJÊ</li>



<li class="has-medium-font-size">DAKB (Demokratik Alevi Kadinlar Birligi)</li>



<li class="has-medium-font-size">Dest Dan &#8211; Kurdischer Frauenrat e. V. @destdan_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">DEM Deutschland @demdeutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">SJ &#8211; Die Falken Berlin @falken_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Die Plattform @dieplattform_</li>



<li class="has-medium-font-size">FEDA &#8211; Föderation der demokratischen Aleviten e.V.) @berlin_feda</li>



<li class="has-medium-font-size">Feministische Organisierung Gemeinsam Kämpfen &#8211; für Selbstbestimmung und demokratische Autonomie @gemeinsam_kaempfen</li>



<li class="has-medium-font-size">Eziden in der Diaspora (KED)</li>



<li class="has-medium-font-size">Êzidischer Frauenrat Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Familien für den Frieden</li>



<li class="has-medium-font-size">Frauenrat Rojbîn Hamburg</li>



<li class="has-medium-font-size">Flüchtlingsrat Berlin @fluechtlingsrat_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Gemeinschaft der kurdischen Hochschulgruppen @kurdischestudierende</li>



<li class="has-medium-font-size">Hamburg für Rojava @hamburgfuerrojava</li>



<li class="has-medium-font-size">Hawar Help @hawar.help</li>



<li class="has-medium-font-size">Initiative Frieden und Hoffnung e.V. @initiative.frieden.hoffnung</li>



<li class="has-medium-font-size">Interventionistische Linke @interventionistischelinke</li>



<li class="has-medium-font-size">ISKS // Ihr Seid Keine Sicherheit @ihrseidkeinesicherheit</li>



<li class="has-medium-font-size">Jinên Ciwan Berlin @jinen_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Junge Frauen Kommunen @jungefrauenkommunen</li>



<li class="has-medium-font-size">Kali Feminists @kali_feminists</li>



<li class="has-medium-font-size">Kampagne Women Defend Rojava @womendefendrojava_brd</li>



<li class="has-medium-font-size">KON-MED &#8211; Konföderation der Gemeinschaft Kurdistans in Deutschland e. V. @kon.med</li>



<li class="has-medium-font-size">Konfederasyona Kurdên Ewrûpa</li>



<li class="has-medium-font-size">Kongra Star &#8211; Women´s Movement Rojava @star_kongra</li>



<li class="has-medium-font-size">Links Jugend @linksjugend_solid</li>



<li class="has-medium-font-size">MAF-DAD &#8211; Verein für Demokratie und internationales Recht e. V.</li>



<li class="has-medium-font-size">Mannheimer Konferenz</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Berlin @mera25.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Deutschland @mera25.de</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-Berlin @nav_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-YEK &#8211; Zentralverband der Êzîdischen Vereine e.V. @navyek_eziden</li>



<li class="has-medium-font-size">O-platz United @oplatzunited</li>



<li class="has-medium-font-size">Partei der Demokratischen Union (PYD) &#8211; Deutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">Peace Party &#8211; Syrian</li>



<li class="has-medium-font-size">Rozalia &#8211; Demokratische Junge Frauen</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg-Dêrik @staepa_derik</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e.V. @frankfurtkobane</li>



<li class="has-medium-font-size">Solardarity For Rojava @solardarity_rojava</li>



<li class="has-medium-font-size">European Ecology Moevement for Kurdistan @tev_eko</li>



<li class="has-medium-font-size">Yekîtiya Jinên Elewî Yên Demokratîk</li>



<li class="has-medium-font-size">YUNA &#8211; Demokratische Jugend @demokratischejugend @demokratischejugend.b</li>



<li class="has-medium-font-size">Zentraler Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland @zmr.kurdinnen</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Asha Hedayati</li>



<li class="has-medium-font-size">Aslı Filiz</li>



<li class="has-medium-font-size">Burak Yilmaz</li>



<li class="has-medium-font-size">Cansu Özdemir, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Cemile Dinçer</li>



<li class="has-medium-font-size">Civan Akbulut</li>



<li class="has-medium-font-size">Dahabflex</li>



<li class="has-medium-font-size">Daniela Sepehri</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Dilar Dirik&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Ferat Koçak, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Gökay Akbulut, MdB, Die Linke&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Omar Alkadamani, SPD</li>



<li class="has-medium-font-size">Kassem Taher Saleh, Die Grüne</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Kerem Schamberger</li>



<li class="has-medium-font-size">Nazanin Noori&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Serpil Temiz Unvar</li>



<li class="has-medium-font-size">Şeyda Kurt</li>



<li class="has-medium-font-size">Simin Jawabreh</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</strong><br><br>In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen.<br><br><strong>Wer ist Ahmad al-Sharaa?</strong><br>Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft.<br><br><strong>Die Lage in Syrien und Rojava</strong><br>Die jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt.<br><br><strong>Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?</strong><br>Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden.<br><br><strong>Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. </strong><br><br><strong>Wir fordern:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">die Absage des geplanten Treffens,</li>



<li class="has-medium-font-size">Volle Transparenz über außenpolitische Kontakte,</li>



<li class="has-medium-font-size">Eine klare Abkehr von der politischen Aufwertung extremistischer Akteure wie Jolani, und<br>eine konsequente Unterstützung demokratischer Kräfte in Syrien.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p class="has-medium-font-size">Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin | E-Mail: info@ceni-frauen.org | https://ceni-frauen.org</p>
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				</item>
		<item>
		<title>Open letter from political prisoner Pakhshan Azizi, who was sentenced to death</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/open-letter-from-political-prisoner-pakhshan-azizi-who-was-sentenced-to-death/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 22:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[iran]]></category>
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					<description><![CDATA[Last week, excerpts from an open letter by Pakhshan Azizi, a Kurdish political prisoner sentenced to death, titled “Concealment of Truth and Its Alternative,” were circulated on social media. The following text is a translation of the complete version of Pakhshan Azizi’s letter published by Bidarzani on 27 July, 2024. In her letter, Azizi details the violent manner in which she and her family were arrested by security forces, the torture she endured during her detention, and her political stances and activities. As the Kurdish Women&#8217;s Office Cenî, we do not see these murders and executions as individual cases, but as systematic feminicides. Women are targeted because they play a leading role in the fight against state violence, war and exploitation. Women like Sharifeh Mohammadi and Paxshan Azizi are not attacked by chance and not as individuals, but above all because they are women activists who fight against the system and stand up for equality and freedom. They are not only attacking the Kurdish women&#8217;s movement and society in Iran, but all fighting women in the world. We strongly condemn the executions and demand the abolition of executions as well as the release of political prisoners!! To join our protest, please record a video demanding the immediate release of Sharifeh Mohammadi and Paxshan Azizi and send it to: info@ceni-frauen.org Deutsche version weiter unten Letzte Woche wurden in den sozialen Medien Auszüge aus einem offenen Brief von Pakhshan Azizi, einer zum Tode verurteilten kurdischen politischen Gefangenen, mit dem Titel &#8222;Verheimlichung der Wahrheit und ihrer Alternative&#8220; verbreitet. Der folgende Text ist eine Übersetzung der vollständigen Fassung des Briefes von Pakhshan Azizi, die am 27. Juli 2024 von Bidarzani veröffentlicht wurde1. In ihrem Brief beschreibt Azizi die gewaltsame Art und Weise, in der sie und ihre Familie von den Sicherheitskräften verhaftet wurden, die Folter, die sie während ihrer Haft erlitten hat, sowie ihre politischen Haltungen und Aktivitäten. Als Kurdisches Frauenbüro Cenî sehen wir diese Morde und Hinrichtungen nicht als Einzelfälle, sondern als systematische Frauenmorde. Frauen werden zur Zielscheibe, weil sie eine führende Rolle im Kampf gegen staatliche Gewalt, Krieg und Ausbeutung spielen. Frauen wie Sharifeh Mohammadi und Paxshan Azizi werden nicht zufällig und nicht als Einzelpersonen angegriffen, sondern vor allem, weil sie Aktivistinnen sind, die gegen das System kämpfen und sich für Gleichheit und Freiheit einsetzen. Sie sind nicht nur ein Angriff auf die kurdische Frauenbewegung und die Gesellschaft im Iran, sondern auf alle kämpfenden Frauen in der Welt. Wir verurteilen die Hinrichtungen aufs Schärfste und fordern die Abschaffung der Hinrichtungen sowie die Freilassung der politischen Gefangeninnen!!! Um den Protest zu unterstützen, nehmt bitte ein Video auf, in dem ihr die Freilassung von Sharifeh Mohammadi und Paxshan Azizi fordert, und schickt es an: info@ceni-frauen.org]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Last week, excerpts from an open letter by Pakhshan Azizi, a Kurdish political prisoner sentenced to death, titled “Concealment of Truth and Its Alternative,” were circulated on social media. The following text is a translation of the complete version of Pakhshan Azizi’s letter published by Bidarzani on 27 July, 2024. In her letter, Azizi details the violent manner in which she and her family were arrested by security forces, the torture she endured during her detention, and her political stances and activities.</p>



<p>As the Kurdish Women&#8217;s Office Cenî, we do not see these murders and executions as individual cases, but as systematic feminicides. Women are targeted because they play a leading role in the fight against state violence, war and exploitation. Women like Sharifeh Mohammadi and Paxshan Azizi are not attacked by chance and not as individuals, but above all because they are women activists who fight against the system and stand up for equality and freedom. They are not only attacking the Kurdish women&#8217;s movement and society in Iran, but all fighting women in the world.</p>



<p>We strongly condemn the executions and demand the abolition of executions as well as the release of political prisoners!!</p>



<p><strong>To join our protest, please record a video demanding the immediate release of Sharifeh Mohammadi and Paxshan Azizi and send it to: info@ceni-frauen.org</strong></p>



<p class="has-small-font-size">Deutsche version weiter unten</p>


<a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/08/Offener-Brief-Pakhshan-Azizi.pdf" class="pdfemb-viewer" style="" data-width="max" data-height="max" data-toolbar="bottom" data-toolbar-fixed="off">Offener-Brief-Pakhshan-Azizi</a>


<p>Letzte Woche wurden in den sozialen Medien Auszüge aus einem offenen Brief von Pakhshan Azizi, einer zum Tode verurteilten kurdischen politischen Gefangenen, mit dem Titel &#8222;Verheimlichung der Wahrheit und ihrer Alternative&#8220; verbreitet. Der folgende Text ist eine Übersetzung der vollständigen Fassung des Briefes von Pakhshan Azizi, die am 27. Juli 2024 von Bidarzani veröffentlicht wurde1. In ihrem Brief beschreibt Azizi die gewaltsame Art und Weise, in der sie und ihre Familie von den Sicherheitskräften verhaftet wurden, die Folter, die sie während ihrer Haft erlitten hat, sowie ihre politischen Haltungen und Aktivitäten.</p>



<p>Als Kurdisches Frauenbüro Cenî sehen wir diese Morde und Hinrichtungen nicht als Einzelfälle, sondern als systematische Frauenmorde. Frauen werden zur Zielscheibe, weil sie eine führende Rolle im Kampf gegen staatliche Gewalt, Krieg und Ausbeutung spielen. Frauen wie Sharifeh Mohammadi und Paxshan Azizi werden nicht zufällig und nicht als Einzelpersonen angegriffen, sondern vor allem, weil sie Aktivistinnen sind, die gegen das System kämpfen und sich für Gleichheit und Freiheit einsetzen. Sie sind nicht nur ein Angriff auf die kurdische Frauenbewegung und die Gesellschaft im Iran, sondern auf alle kämpfenden Frauen in der Welt.</p>



<p>Wir verurteilen die Hinrichtungen aufs Schärfste und fordern die Abschaffung der Hinrichtungen sowie die Freilassung der politischen Gefangeninnen!!!</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Um den Protest zu unterstützen, nehmt bitte ein Video auf, in dem ihr die Freilassung von Sharifeh Mohammadi und Paxshan Azizi fordert, und schickt es an: info@ceni-frauen.org</strong></p>


<a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2024/08/Offener-Brief-Pakhshan-Azizi.pdf" class="pdfemb-viewer" style="" data-width="max" data-height="max" data-toolbar="bottom" data-toolbar-fixed="off">Offener-Brief-Pakhshan-Azizi</a>]]></content:encoded>
					
		
		
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				</item>
		<item>
		<title>Kein Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kein-ausweg-aus-der-krise-ohne-frauenbefreiung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 17:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ceni-frauen.org/?p=651</guid>

					<description><![CDATA[(English version below) Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen. Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen. Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören. Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt. Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen. Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet. Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan. Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau. Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen. Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten. Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023 No way out of the crisis without women&#8217;s liberation! Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society. On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance. However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together. The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence. There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society. With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly. Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan. As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation. Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism. There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades. Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity! Jin Jiyan Azadî! Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023 (Picture source: ANF)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><sub><a href="#jump-here" data-type="internal" data-id="#jump-here">(English version below)</a></sub></p>



<p><strong>Erklärung zu den Morden in Paris, zum revolutionären Kampf gegen Feminizid und über Frauenbefreiung als einziger Ausweg aus den Krisen.</strong></p>



<p id="english-version-below"><em>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft verursachen.</em></p>



<p>Am 9. Januar 2013, vor elf Jahren, ermordete ein Auftragsmörder des türkischen Geheimdienstes die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Ihre Ermordung, den wir als einen dreifachen staatlichen Feminizid bezeichnen, verdeutlichte uns ein weiteres Mal, dass der türkische Staat einen speziellen Krieg gegen revolutionäre Frauen führt. Frauen, die den entschlossensten Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen Faschismus und gegen Nationalismus leisten. Durch ihre Ermordung wurden nicht nur die Errungenschaften und Erfolge der revolutionären kurdischen Frauenbewegung angegriffen, sondern die gesamte kurdische Gesellschaft sowie kämpfende Frauen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, ihren Widerstandsgeist zu brechen.</p>



<p>Doch der Widerstand und die Proteste, die kurdische Frauen seither unermüdlich fortgesetzt haben, sind nur noch stärker und größer geworden. Die Parole “Jin Jiyan Azadî” haben wir 10 Jahre lang auf allen Gedenkprotesten für unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî gerufen. Mit der Ermordung der Kurdin Jîna Amini durch die iranische Sittenpolizei ist diese Parole nochmals durch die Welt gegangen. Sie erinnert uns nicht nur an die Frauen, die durch staatliche Feminizide ermordet wurden. Sie drückt gleichzeitig den Kampfgeist aus, der uns über Ländergrenzen hinaus verbindet. Sie drückt aus, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung des Lebens untrennbar sind und zusammengehören.</p>



<p>Die Befreiung des Lebens bedeutet Widerstand gegen jegliche Art von staatlicher Gewalt, Besatzung und Krieg. Denn ebendiese wirken sich besonders verheerend auf Frauen und alle unterdrückten Völker aus. In seinem Vernichtungsfeldzug gegen Kurd*innen greift der türkische Staat Frauen ganz gezielt an &#8211; ob politische Gefangene, Aktivistinnen, Kämpferinnen oder Politikerinnen. Die Angriffskriege in Rojava sowie Militäroperationen des türkischen Staates richten sich speziell an führende Figuren der kurdischen Frauenbewegung. Gleichzeitig tragen Frauen, wie in jedem Konflikt und jedem Krieg, das meiste Leid davon. Durch den Aufstieg patriarchaler, faschistischer Gruppen wie den Islamischen Staat (IS), aber auch durch staatliche Unterdrückung und Repressionen steigt das Risiko von Femiziden, patriarchaler und sexualisierter Gewalt.</p>



<p>Es gibt keine Befreiung des Lebens und keine Befreiung der Frau, solange patriarchale und reaktionäre Kräfte sowie Staaten auf Kosten unterdrückter Völker und Zivilist*innen ihre Kriege weiterführen und das Leid, Hunger, Vertreibung und Traumata in der Gesellschaft vergrößern. Wir beobachten das nicht nur in Kurdistan, wo islamistische und faschistische Kräfte sowie Staaten in allen Teilen versuchen, die kurdische (Frauen-)Befreiungsbewegung und die kurdische Gesellschaft zu bekämpfen.</p>



<p>Auch mit Blick auf Palästina sind wir seit Monaten Zeuginnen des blutigen Kriegs der israelischen Armee in Gaza. Die staatliche Gewalt und siedler-koloniale Besatzung durch Israel dauert bereits seit Jahrzehnten an. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung hat in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreicht. Es werden vor den Augen der ganzen Welt Kriegsverbrechen begangen. Binnen kürzester Zeit wurden in Gaza über 20.000 Zivilist*innen, darunter überwiegend besonders schutzbedürftige, wie Kinder und ältere Menschen, getötet.</p>



<p>Islamistische reaktionäre Gruppen wie die Hamas beenden dieses Leid nicht und können niemals einen Ausweg aus der Krise schaffen. Als Frauen, die für Frieden und Befreiung kämpfen, stehen wir an der Seite der Völker, die unterdrückt werden und Widerstand leisten, und an der Seite der Frauen, die unter diesen Kriegen und der patriarchalen Gewalt am meisten leiden. Ob in Kurdistan oder in Palästina &#8211; der Ausweg aus der Krise muss mit der Befreiung aller Unterdrückten und mit der Befreiung der Frau einhergehen. Das gilt genauso für die aktuellen Konflikte und Krisen wie z.B. im Iran, im Sudan oder in Afghanistan.</p>



<p>Als kurdische Frauen wissen wir, dass es ohne eine revolutionäre Alternative und Befreiungsperspektive keine Aussicht auf Frieden gibt und somit keine Aussicht auf die Befreiung der Frau.</p>



<p>Unsere Genossinnen Sara, Rojbîn und Ronahî lebten diese revolutionäre Alternative vor. Sie widmeten ihr Leben dem Befreiungskampf und dem Aufbau einer demokratischen Alternative für den Mittleren Osten, in der Frauen und Minderheiten frei sein, in Frieden leben und am politischen Leben teilhaben können. Sie symbolisierten “Jin Jiyan Azadî” und damit den Kampf gegen den Kapitalismus und Patriarchat und alle Systeme und Ideologien, die den Menschen unterwerfen.</p>



<p>Es gibt keinen Ausweg aus der Krise ohne Frauenbefreiung &#8211; unser Ziel ist die Befreiung des Lebens und der gesamten Gesellschaft. Dieses Versprechen werden wir in Gedenken an unsere Genossinnen hochhalten.</p>



<p>Es lebe die internationale revolutionäre Frauensolidarität!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden, 03.01.2023</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="jump-here">No way out of the crisis without women&#8217;s liberation!</h2>



<p><strong>Statement on the murders in Paris, on the revolutionary struggle against feminicide and on women&#8217;s liberation as the only way out of the crises</strong></p>



<p><em>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and cause suffering, hunger, displacement and trauma in society.</em></p>



<p>On January 9, 2013, eleven years ago, a contract killer of the Turkish secret service murdered the three Kurdish revolutionaries Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) and Leyla Şaylemez (Ronahî) in Paris. Their murder, which we call a triple state feminicide, made it clear to us once again that the Turkish state is waging a special war against revolutionary women. Women who are the most determined resisters against capitalism, fascism and nationalism. Through their assassination, not only the achievements and successes of the revolutionary Kurdish women&#8217;s movement were attacked, but the entire Kurdish society as well as struggling women all over the world, with the aim of breaking their spirit of resistance.</p>



<p>However, the resistance and protests that Kurdish women have tirelessly continued since then have only grown stronger and bigger. We shouted the slogan &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; at all memorial protests for our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî for 10 years. With the murder of the Kurdish woman Jîna Amini by the Iranian morality police, this slogan has once again gone around the world. It not only reminds us of the women who were murdered by state feminicides. It also expresses the fighting spirit that unites us across national borders. It expresses the fact that the liberation of women and the liberation of life are inseparable and belong together.</p>



<p>The liberation of life means resistance against all forms of state violence, occupation and war. For it is precisely these that have a particularly devastating effect on women and all oppressed peoples. In its extermination offensive against Kurds, the Turkish state specifically targets women &#8211; whether political prisoners, activists, fighters or politicians. The wars of aggression in Rojava and the Turkish state&#8217;s military operations are aimed specifically at leading figures in the Kurdish women&#8217;s movement. At the same time, as in every conflict and every war, it is women who suffer the most. The rise of patriarchal, fascist groups such as the Islamic State (IS), as well as state oppression and repression, increases the risk of femicide, patriarchal and sexualized violence.</p>



<p>There is no liberation of life and no liberation of women as long as patriarchal and reactionary forces and states continue their wars at the expense of oppressed peoples and civilians and increase suffering, hunger, displacement and trauma in society. We observe this not only in Kurdistan, where Islamist and fascist forces and states in all parts are trying to fight the Kurdish (women&#8217;s) liberation movement and Kurdish society.</p>



<p>With regard to Palestine, we have also been witnessing the bloody war waged by the Israeli army in Gaza for months. The state violence and settler-colonial occupation by Israel has been going on for decades. The suffering of the Palestinian population has reached a climax in recent months. War crimes are being committed before the eyes of the whole world. Over 20,000 civilians have been killed in Gaza in a very short space of time, most of them vulnerable people such as children and the elderly.</p>



<p>Islamist reactionary groups like Hamas do not end this suffering and can never create a way out of the crisis. As women fighting for peace and liberation, we stand with the peoples who are oppressed and resisting, and with the women who suffer most from these wars and patriarchal violence. Whether in Kurdistan or in Palestine &#8211; the way out of the crisis must go hand in hand with the liberation of all the oppressed and with the liberation of women. This also applies to current conflicts and crises such as those in Iran, Sudan and Afghanistan.</p>



<p>As Kurdish women, we know that without a revolutionary alternative and a perspective of liberation, there is no prospect of peace and therefore no prospect of women&#8217;s liberation.</p>



<p>Our comrades Sara, Rojbîn and Ronahî exemplified this revolutionary alternative. They dedicated their lives to the liberation struggle and the construction of a democratic alternative for the Middle East, in which women and minorities can be free, live in peace and participate in political life. They symbolized &#8222;Jin Jiyan Azadî&#8220; and thus the struggle against capitalism.</p>



<p>There is no way out of the crisis without women&#8217;s liberation &#8211; our goal is the liberation of life and of society as a whole. We will uphold this promise in memory of our comrades.</p>



<p>Long live international revolutionary women&#8217;s solidarity!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Cenî &#8211; Kurdish Women&#8217;s Office for Peace, 03.01.2023</p>



<p>(Picture source: ANF)</p>
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		<title>Online-Panel: Die Auswirkungen staatlicher Gewalt auf Frauen</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/veranstaltungen/online-panel-die-auswirkungen-staatlicher-gewalt-auf-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 17:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[staatliche gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[women]]></category>
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					<description><![CDATA[(English version below) Liebe Freundinnen, liebe Genossinnen, Wir laden euch zu einem Online-Panel ein, das vom Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ anlässlich des 11. Jahrestages der Ermordung von Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris im Jahr 2013 organisiert wird. 11 Jahre nach dem dreifachen Femizid in Paris an den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) und Fidan Doğan (Rojbîn) durch den türkischen Geheimdienst (MİT) fordert die kurdische Frauenbewegung immer noch Gerechtigkeit und Aufklärung. Der dreifache Femizid an unseren Genossinnen hat uns gezeigt, dass der Staat einen gezielten Krieg gegen (revolutionäre) Frauen führt. Staatliche Gewalt und Konflikte wirken sich verheerender auf Frauen, Minderheiten und unterdrückte Gruppen aus. Patriarchale Gewalt und Femizid beschränken sich nicht nur auf Partnerschaftsgewalt oder häusliche Gewalt. Gewalt gegen Frauen passiert auch auf systematischer Ebene, z.B. in Kriegen und Konflikten oder in den Gefängnissen. Wie hängen staatliche Gewalt, Kriege, Konflikte und patriarchale Gewalt/Femizid zusammen? Diese Frage wird mit unseren Rednerinnen diskutiert: Das Online-Panel wird auf dem Youtube-Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture) übertragen: https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB 08. Januar 202419:00 (mitteleuropäische Zeit) Über den Youtube-Chat besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Dear friends, dear comrades, we invite you to join an online panel organized by the Kurdish women&#8217;s peace office CENÎ on the occasion of the 11th anniversary of the murder of Sakine Cansız, Fidan Doğan and Leyla Şaylemez in Paris in 2013. 11 years after the triple femicide in Paris on three Kurdish revolutionary women Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) and Fidan Doğan (Rojbîn), carried out by the Turkish intelligence (MİT), the Kurdish women&#8217;s movement still demands justice and truth. The triple femicide on our comrades showed us that the state wages a particular war against (revolutionary) women. State violence and conflicts affect women, minorities and oppressed people differently. Patriarchal violence and femicide are not limited to intimate partner violence or domestic violence. Violence against women also happens on a systematic level, e.g. in wars and conflicts or in prisons. How are state violence, wars, conflicts and patriarchal violence/femicide connected? This question will be discussed with our panelists: The online panel will be broadcast on the Youtube channel of the Network Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture): https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB January 8th, 20247 PM (Central European Time) There will be the opprtunity to ask questions and discuss with us via the Youtube chat section. We are looking forward to your participation!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><sup><sub><a href="#jump-here" data-type="internal" data-id="#jump-here">(English version below)</a></sub></sup></p>



<p>Liebe Freund<em>innen, liebe Genoss</em>innen,</p>



<p>Wir laden euch zu einem Online-Panel ein, das vom Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ anlässlich des 11. Jahrestages der Ermordung von Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris im Jahr 2013 organisiert wird.</p>



<p>11 Jahre nach dem dreifachen Femizid in Paris an den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) und Fidan Doğan (Rojbîn) durch den türkischen Geheimdienst (MİT) fordert die kurdische Frauenbewegung immer noch Gerechtigkeit und Aufklärung. Der dreifache Femizid an unseren Genossinnen hat uns gezeigt, dass der Staat einen gezielten Krieg gegen (revolutionäre) Frauen führt. Staatliche Gewalt und Konflikte wirken sich verheerender auf Frauen, Minderheiten und unterdrückte Gruppen aus.</p>



<p>Patriarchale Gewalt und Femizid beschränken sich nicht nur auf Partnerschaftsgewalt oder häusliche Gewalt. Gewalt gegen Frauen passiert auch auf systematischer Ebene, z.B. in Kriegen und Konflikten oder in den Gefängnissen. Wie hängen staatliche Gewalt, Kriege, Konflikte und patriarchale Gewalt/Femizid zusammen? Diese Frage wird mit unseren Rednerinnen diskutiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mahtab Mahboub, feministische Aktivistin und Übersetzerin, außerdem Co-Sprecherin der Iranian Democratic Platform</strong></li>



<li><strong>Fidaa Al Zaanin, palästinensische feministische Aktivistin und Gender Studies-Forscherin</strong></li>



<li><strong>Soreti Kadir, Oromo-Aktivistin und Storytellerin</strong></li>



<li><strong>Nilüfer Koç, Sprecherin der Kommission für Außenbeziehungen des Kurdischen Nationalkongresses (KNK)</strong></li>
</ul>



<p>Das Online-Panel wird auf dem Youtube-Kanal des Netzwerks Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture) übertragen: <br><a href="https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB</a></p>



<p>08. Januar 2024<br>19:00 (mitteleuropäische Zeit)</p>



<p>Über den Youtube-Chat besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. <br>Wir freuen uns auf eure Teilnahme!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p id="jump-here">Dear friends, dear comrades,</p>



<p>we invite you to join an online panel organized by the Kurdish women&#8217;s peace office CENÎ on the occasion of the 11th anniversary of the murder of Sakine Cansız, Fidan Doğan and Leyla Şaylemez in Paris in 2013.</p>



<p>11 years after the triple femicide in Paris on three Kurdish revolutionary women Sakine Cansız (Sara), Leyla Şaylemez (Ronahî) and Fidan Doğan (Rojbîn), carried out by the Turkish intelligence (MİT), the Kurdish women&#8217;s movement still demands justice and truth. The triple femicide on our comrades showed us that the state wages a particular war against (revolutionary) women. State violence and conflicts affect women, minorities and oppressed people differently.</p>



<p>Patriarchal violence and femicide are not limited to intimate partner violence or domestic violence. Violence against women also happens on a systematic level, e.g. in wars and conflicts or in prisons. How are state violence, wars, conflicts and patriarchal violence/femicide connected?</p>



<p>This question will be discussed with our panelists:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mahtab Mahboub, feminist activist and translator, also the co-spokesperson of Iranian Democratic Platform</strong></li>



<li><strong>Fidaa Al Zaanin, Palestinian feminist activist and a gender studies researcher</strong></li>



<li><strong>Soreti Kadir, Oromo activist and storyteller</strong></li>



<li><strong>Nilüfer Koç, spokeswoman for the Commission on Foreign Relations of the Kurdistan National Congress (KNK)</strong></li>
</ul>



<p>The online panel will be broadcast on the Youtube channel of the Network Women Weaving the Future (@WomenWeavingFuture):</p>



<p><a href="https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://youtube.com/@WomenWeavingFuture?si=X8GOd3a8ArQwwSiB</a></p>



<p>January 8th, 2024<br>7 PM (Central European Time)</p>



<p>There will be the opprtunity to ask questions and discuss with us via the Youtube chat section. We are looking forward to your participation!</p>
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		<title>Welt-Kobanê-Tag: Widerstand ist jeden Tag!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 13:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[ceni]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[iran]]></category>
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		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadî]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Befreiung Kobanês durch die Kämpfer*innen der YPG und YPJ ist nicht nur ein historischer Tag für den kurdischen Befreiungskampf, sondern für alle unterdrückten und Widerstand leistenden Menschen auf der Welt. 134 Tage lang leisteten sie Widerstand, um den IS zu zerschlagen. Dabei haben Tausende Kämpfer*innen im Kampf gegen den IS und für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft ihr Leben gelassen. Wir gedenken ihnen mit Respekt. Kobanê wurde der ganzen Welt als widerständige Stadt bekannt, und im Zentrum des Widerstands standen Frauen. Sie kämpften an vorderster Front für die Verteidigung des Lebens und der Gesellschaft sowie gegen die menschenfeindliche, faschistische und patriarchale Mentalität des IS. In der Finsternis, die der IS geschaffen hatte, wurde Kobanê zu einem Licht der Hoffnung, der Solidarität und eines historischen, mutigen Kampfes für die Befreiung der Gesellschaft und insbesondere der Frauen. Damals hallte, genau wie heute, der Ruf „Jin Jiyan Azadî“ durch die Straßen der ganzen Welt, als Menschen sich mit dem Widerstand in Kobanê solidarisierten. Mit Blick auf den Iran und auf Kurdistan befinden wir uns heute ebenfalls in einer historischen und entscheidenden Phase für die Befreiung von Frauen. Dass wir heute „Jin Jiyan Azadî“ rufen, ist eine Erinnerung an das, was geschehen kann, wenn Menschen sich gegen das patriarchale und menschenfeindliche System auflehnen. Es ist eine Erinnerung an Widerstände wie die in Kobanê, die uns alle damals auf der ganzen Welt vereint haben und die uns allen Hoffnung und Inspiration gaben. Während wir uns mit diesem Geist heute erneut vereinen müssen, um gegen Feminizid, Krieg, Vertreibung, Gewalt und Ausbeutung zu kämpfen, und das auf der ganzen Welt, ist es genauso wichtig, die Gesellschaft in Kobanê und in Nord- und Ostsyrien nicht zu vergessen. Die Selbstverwaltung in Rojava wird seit Jahren von der internationalen Gemeinschaft allein gelassen; ob mit der Wasserversorgung, dem Embargo, mit den IS-Gefangenen, oder bei den andauernden Drohnenangriffen des türkischen Staates &#8211; dem Staat mit der zweitgrößten NATO-Armee. Feministische Solidarität unter dem Slogan „Jin Jiyan Azadî“ darf also nicht abstrakt bleiben. Es gibt unzählige Baustellen, die unsere konkrete, praktische Solidarität erfordern. Wenn wir uns heute für Kobanê auf den Straßen versammeln, erinnern wir uns daran, dass es nicht nur ums Gedenken und Erinnern geht, sondern auch um das, was wir heute noch immer tun müssen – nämlich kämpfen. Wir gedenken erneut den Gefallenen von Kobanê, die für die Freiheit ihr Leben ließen und sagen: Sehîd namirin Jin Jiyan Azadî Hoch die internationale Solidarität! 01.11.2022 – Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden]]></description>
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<p>Die Befreiung Kobanês durch die Kämpfer*innen der YPG und YPJ ist nicht nur ein historischer Tag für den kurdischen Befreiungskampf, sondern für alle unterdrückten und Widerstand leistenden Menschen auf der Welt. 134 Tage lang leisteten sie Widerstand, um den IS zu zerschlagen. Dabei haben Tausende Kämpfer*innen im Kampf gegen den IS und für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft ihr Leben gelassen. Wir gedenken ihnen mit Respekt.</p>



<p>Kobanê wurde der ganzen Welt als widerständige Stadt bekannt, und im Zentrum des Widerstands standen Frauen. Sie kämpften an vorderster Front für die Verteidigung des Lebens und der Gesellschaft sowie gegen die menschenfeindliche, faschistische und patriarchale Mentalität des IS. In der Finsternis, die der IS geschaffen hatte, wurde Kobanê zu einem Licht der Hoffnung, der Solidarität und eines historischen, mutigen Kampfes für die Befreiung der Gesellschaft und insbesondere der Frauen.</p>



<p>Damals hallte, genau wie heute, der Ruf „Jin Jiyan Azadî“ durch die Straßen der ganzen Welt, als Menschen sich mit dem Widerstand in Kobanê solidarisierten. Mit Blick auf den Iran und auf Kurdistan befinden wir uns heute ebenfalls in einer historischen und entscheidenden Phase für die Befreiung von Frauen. Dass wir heute „Jin Jiyan Azadî“ rufen, ist eine Erinnerung an das, was geschehen kann, wenn Menschen sich gegen das patriarchale und menschenfeindliche System auflehnen. Es ist eine Erinnerung an Widerstände wie die in Kobanê, die uns alle damals auf der ganzen Welt vereint haben und die uns allen Hoffnung und Inspiration gaben.</p>



<p>Während wir uns mit diesem Geist heute erneut vereinen müssen, um gegen Feminizid, Krieg, Vertreibung, Gewalt und Ausbeutung zu kämpfen, und das auf der ganzen Welt, ist es genauso wichtig, die Gesellschaft in Kobanê und in Nord- und Ostsyrien nicht zu vergessen.</p>



<p>Die Selbstverwaltung in Rojava wird seit Jahren von der internationalen Gemeinschaft allein gelassen; ob mit der Wasserversorgung, dem Embargo, mit den IS-Gefangenen, oder bei den andauernden Drohnenangriffen des türkischen Staates &#8211; dem Staat mit der zweitgrößten NATO-Armee.</p>



<p>Feministische Solidarität unter dem Slogan „Jin Jiyan Azadî“ darf also nicht abstrakt bleiben. Es gibt unzählige Baustellen, die unsere konkrete, praktische Solidarität erfordern. Wenn wir uns heute für Kobanê auf den Straßen versammeln, erinnern wir uns daran, dass es nicht nur ums Gedenken und Erinnern geht, sondern auch um das, was wir heute noch immer tun müssen – nämlich kämpfen.</p>



<p>Wir gedenken erneut den Gefallenen von Kobanê, die für die Freiheit ihr Leben ließen und sagen:</p>



<p>Sehîd namirin</p>



<p>Jin Jiyan Azadî</p>



<p>Hoch die internationale Solidarität!</p>



<p>01.11.2022 – Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden</p>
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		<title>Sofortige Freilassung von Xewla, Ciwana und Seyran!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 12:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[eziden]]></category>
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					<description><![CDATA[Feminizidgedenken der Frauenbewegung Südkurdistan ist zum repressiven Angriffsziel der Regierungspartei KDP geworden Nach der Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zum Feminizid und Genozid in Şengal wurden führende Vertreterinnen der Frauenbewegung Südkurdistan festgenommen und sind seither verschwunden. Weltweit beteiligten sich in den letzten Tagen Frauenorganisationen an vielen Orten an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des Völkermords und Feminizids an Ezidinnen. Der Vernichtungsangriff der Terrormilizen des Islamischen Staates auf das Hauptsiedlungsgebiet der Ezidinnen in Şengal, Südkurdistan (Nordirak), vor sieben Jahren, am 3. August 2014, ist vielen noch in schrecklicher Erinnerung. Menschen jeden Alters wurden vor den Augen ihrer Angehörigen gefoltert und ermordet, 7.000 Frauen und Mädchen wurden verschleppt, versklavt und auf Märkten verkauft, Jungen wurden zur Beteiligung an der Miliz gezwungen, bis heute werden 2.800 Frauen und Kinder vermisst, 400.000 Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, zahlreiche verdursteten noch auf der Flucht in der Berge. Auch die Dachorganisation der Frauenbewegung Südkurdistans RJAK (Rêxistina Jinên Azad a Kurdistanê) brachte ihre Solidarität im Gedenken und im Kampf gegen Feminizide und für Autonomie der Ezidinnen, sich auch selbst zu verteidigen zum Ausdruck. Sie reisten am 3. August 2021 nach Şengal und beteiligten sich an den dort organisierten Veranstaltungen. Auf dem Rückweg von diesen Veranstaltungen wurden drei führende Aktivistinnen der Frauenbewegung in der Nähe von Hewlêr durch die KDP-Sicherheitskräfte (Asayish) festgenommen. Seither gibt es keine Informationen zu ihrem Verbleib. Es handelt sich um Xewla Mihemed Hesen und Ciwana Ebdulbaqî aus dem RJAK-Vorstand sowie die Aktivistin Seyran Ehmed Hesen. Die südkurdische Regierungspartei zeigt mit diesem Verschwindenlassen der Vertreterinnen der Frauenfreiheitsbewegung, dass ihr sowohl aktive Frauenrechtsarbeit wie auch ein Gedenken an den Völkermord und Feminizid von 2014 ein Dorn im Auge sind. Dieser aktuelle Angriff gegen die Frauenbewegung soll politisch aktive Frauen einschüchtern. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es die KDP war, die 2014 ihren Soldaten den Befehl zum Abzug aus Şengal gab und die Ezidinnen schutzlos den IS-Milizen und deren Frauenhass auslieferte. Die Ezid*innen haben aus der Erfahrung von 2014 ihre Schlüsse gezogen und inzwischen Organisationen der autonomen Selbstorganisierung aufgebaut. Dazu gehören auch die bewaffneten autonomen Fraueneinheiten Şengals YJŞ (Yekinêyen Jinên Şengalê) und die Widerstandseinheiten Şengals YBŞ (Yekîneyên Berxwedana Şengalê) für ihre Selbstverteidigung. Der Demokratische Autonomierat Şengal MXDŞ (Meclîsa Xweseriya Demokratîk a Şengalê) hat am Wochenende vor dem Gedenken zum 7. Jahrestag des Genozids und Feminizids einen Kongress durchgeführt. Sie möchten keinen eigenen Staat schaffen, sondern in ihrer Autonomie anerkannt werden. Wir fordern die KDP auf die Frauenrechtsaktivistinnen Xewla Mihemed Hesen, Ciwana Ebdulbaqî und Seyran Ehmed Hesen unmittelbar freizulassen! Die autonome Selbstverwaltung und Selbstverteidigung der Ezidinnen muss anerkannt werden. Für die Stärkung der Frauenorganisierung und des Widerstandes gegen frauenfeindliche Repression, Gewalt und Feminizide – in Südkurdistan und weltweit. 07.08.2021Gemeinsam Kämpfen &#8211; Feministische Organisierung für Selbstbestimmung und Demokratische AutonomieWomen Defend Rojava DeutschlandCenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
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<p><strong>Feminizidgedenken der Frauenbewegung Südkurdistan ist zum repressiven Angriffsziel der Regierungspartei KDP geworden</strong><br></p>



<p>Nach der Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zum Feminizid und Genozid in Şengal wurden führende Vertreterinnen der Frauenbewegung Südkurdistan festgenommen und sind seither verschwunden.</p>



<p>Weltweit beteiligten sich in den letzten Tagen Frauenorganisationen an vielen Orten an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des Völkermords und Feminizids an Ezid<em>innen. Der Vernichtungsangriff der Terrormilizen des Islamischen Staates auf das Hauptsiedlungsgebiet der Ezid</em>innen in Şengal, Südkurdistan (Nordirak), vor sieben Jahren, am 3. August 2014, ist vielen noch in schrecklicher Erinnerung. Menschen jeden Alters wurden vor den Augen ihrer Angehörigen gefoltert und ermordet, 7.000 Frauen und Mädchen wurden verschleppt, versklavt und auf Märkten verkauft, Jungen wurden zur Beteiligung an der Miliz gezwungen, bis heute werden 2.800 Frauen und Kinder vermisst, 400.000 Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, zahlreiche verdursteten noch auf der Flucht in der Berge.<br><br>Auch die Dachorganisation der Frauenbewegung Südkurdistans RJAK (Rêxistina Jinên Azad a Kurdistanê) brachte ihre Solidarität im Gedenken und im Kampf gegen Feminizide und für Autonomie der Ezidinnen, sich auch selbst zu verteidigen zum Ausdruck. Sie reisten am 3. August 2021 nach Şengal und beteiligten sich an den dort organisierten Veranstaltungen. Auf dem Rückweg von diesen Veranstaltungen wurden drei führende Aktivistinnen der Frauenbewegung in der Nähe von Hewlêr durch die KDP-Sicherheitskräfte (Asayish) festgenommen. Seither gibt es keine Informationen zu ihrem Verbleib. Es handelt sich um Xewla Mihemed Hesen und Ciwana Ebdulbaqî aus dem RJAK-Vorstand sowie die Aktivistin Seyran Ehmed Hesen.</p>



<p>Die südkurdische Regierungspartei zeigt mit diesem Verschwindenlassen der Vertreterinnen der Frauenfreiheitsbewegung, dass ihr sowohl aktive Frauenrechtsarbeit wie auch ein Gedenken an den Völkermord und Feminizid von 2014 ein Dorn im Auge sind. Dieser aktuelle Angriff gegen die Frauenbewegung soll politisch aktive Frauen einschüchtern. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es die KDP war, die 2014 ihren Soldaten den Befehl zum Abzug aus Şengal gab und die Ezidinnen schutzlos den IS-Milizen und deren Frauenhass auslieferte.<br><br>Die Ezid*innen haben aus der Erfahrung von 2014 ihre Schlüsse gezogen und inzwischen Organisationen der autonomen Selbstorganisierung aufgebaut. Dazu gehören auch die bewaffneten autonomen Fraueneinheiten Şengals YJŞ (Yekinêyen Jinên Şengalê) und die Widerstandseinheiten Şengals YBŞ (Yekîneyên Berxwedana Şengalê) für ihre Selbstverteidigung. Der Demokratische Autonomierat Şengal MXDŞ (Meclîsa Xweseriya Demokratîk a Şengalê) hat am Wochenende vor dem Gedenken zum 7. Jahrestag des Genozids und Feminizids einen Kongress durchgeführt. Sie möchten keinen eigenen Staat schaffen, sondern in ihrer Autonomie anerkannt werden.</p>



<p><strong>Wir fordern die KDP auf die Frauenrechtsaktivistinnen Xewla Mihemed Hesen, Ciwana Ebdulbaqî und Seyran Ehmed Hesen unmittelbar freizulassen!</strong></p>



<p><strong>Die autonome Selbstverwaltung und Selbstverteidigung der Ezidinnen muss anerkannt werden.<br><br>Für die Stärkung der Frauenorganisierung und des Widerstandes gegen frauenfeindliche Repression, Gewalt und Feminizide – in Südkurdistan und weltweit.</strong></p>



<p>07.08.2021<br>Gemeinsam Kämpfen &#8211; Feministische Organisierung für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie<br>Women Defend Rojava Deutschland<br>Cenî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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