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	<title>abdullah öcalan &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
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	<title>abdullah öcalan &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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		<title>Aufruf: Mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2025 08:57:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen. In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden. Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten. Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht. Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige. Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde. Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System. Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt. Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme. Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî! Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
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<p>Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen.</p>



<p>In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden.</p>



<p>Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten.</p>



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<p>Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht.</p>
</blockquote>



<p>Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige.</p>



<p>Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde.</p>



<p>Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System.</p>
</blockquote>



<p>Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen.</p>



<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt.<br><br>Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme.</p>



<p>Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî!</p>



<p><strong>Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</strong></p>
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		<title>Beharren wir auf den Frieden! Erklärung zum Friedens- und Demokratieaufruf von Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/beharren-wir-auf-den-frieden-erklaerung-zum-friedens-und-demokratieaufruf-von-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 10:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[pkk]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten. Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben. Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle. Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht. Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben. „Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft. Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“ In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert. Jin Jiyan Azadî! 05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten.</p>



<p>Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben.</p>



<p>Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle.</p>



<p>Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht.</p>



<p>Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben.</p>



<p>„Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft.</p>



<p>Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“</p>



<p>In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert.</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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		<title>Kurdisches Frauenbüro von Frieden anlässlich des 26. Jahrestags des Internationalen Komplotts gegen Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kurdisches-frauenbuero-von-frieden-anlaesslich-des-26-jahrestags-des-internationalen-komplotts-gegen-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 22:01:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[15. februar]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[internationaler komplott]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan, der Vordenker der kurdischen Freiheitsbewegung und Architekt der Frauenbefreiungsideologie, durch die Kollaboration von NATO-Staaten und Israel in einem internationalen Komplott gefangen genommen. Seitdem sitzt er in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali – 26 Jahre der Isolation, 26 Jahre des Widerstands gegen ein System, das seine Ideen fürchtet. Öcalans Vision einer befreiten Gesellschaft, die das Patriarchat, den Kapitalismus und den Staat überwindet, ist nicht nur eine Bedrohung für die Unterdrücker, sondern eine Hoffnung für die Unterdrückten. Seine Ideen zur Frauenbefreiung haben Abertausende von Frauen inspiriert, sich aus den Fesseln der patriarchalen Tyrannei zu befreien. Sie haben gezeigt, dass der Kampf für die Freiheit der Frauen untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und das Patriarchat verbunden ist. Diese Ideen sind zu einer globalen Perspektive geworden, zu einem Wegweiser für Millionen von Frauen, die gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt aufbegehren. Wir befinden uns in einer dynamischen und entscheidenden Phase, in der der türkische Staat, zunehmend in die Ecke gedrängt, mit den Konsequenzen seiner eigenen Politik konfrontiert wird. Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den vorsichtigen Gesprächen zwischen Abdullah Öcalan und dem türkischen Staat verdeutlichen die tiefe Krise, in der sich das System befindet. Öcalan, der seit über zwei Jahrzehnten in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali festgehalten wird, bleibt eine zentrale Figur nicht nur für die kurdische Freiheitsbewegung, sondern auch für die Suche nach einer politischen Lösung der kurdischen Frage. Doch seine Ideen gehen weit darüber hinaus – sie sind ein Aufruf zur Befreiung der gesamten Gesellschaft aus den Fesseln des Kapitalismus, des Patriarchats und des Nationalstaats. In einer Welt, die von Kriegen, Genoziden und der Krise des Kapitalismus zerrissen wird, ist Öcalans Vision einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft mehr denn je eine Notwendigkeit. Der Dritte Weltkrieg tobt, die Kriegsmaschinerie läuft auf Hochtouren, und die Herrschenden versuchen mit aller Gewalt, ihre Macht zu erhalten. Doch die Ideen der Freiheit, die Öcalan verkörpert, lassen sich nicht einsperren, nicht isolieren, nicht zum Schweigen bringen. In der aktuellen Phase des Dritten Weltkriegs, getrieben von der gnadenlosen Gier nach Kapitalakkumulation, dem Erstarken faschistischer Mächte weltweit, stecken alle Staaten in einer tiefen Krise. Die Menschen, ob in Kriegsgebieten oder in den vermeintlich „friedlichen“ Regionen der Welt, erheben ihre Stimmen immer lauter gegen ein System, das sie in Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit stürzt. Doch statt auf die berechtigten Forderungen der Menschen zu hören, reagieren die Staaten mit verstärkter Repression, mit Angst und Brutalität. Die Herrschenden haben Angst – Angst vor der Macht der Massen, Angst vor der Idee der Freiheit, die sich nicht mehr unterdrücken lässt. Sie versuchen, den Widerstand mit Polizeigewalt, Überwachung, Zensur und militarisierter Kontrolle zu ersticken. Doch je brutaler die Repression wird, desto klarer wird: Das System hat keine Antworten mehr. Es kann nur noch zerstören, unterdrücken, töten. In jeder Ecke der Welt wächst der Widerstand – gegen Krieg, gegen Kapitalismus, gegen Patriarchat und staatliche Gewalt. Die Krise des Systems ist auch eine Chance: die Chance, eine neue Welt aufzubauen, eine Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, eine Welt, die auf Solidarität, Gleichheit und Freiheit basiert. Die revolutionäre Kraft der kurdischen Frauenbewegung, die unter dem Leitbild von Öcalans Frauenbefreiungsideologie steht, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie der Kampf für Freiheit geführt werden kann. &#160;Der Kampf für eine befreite Gesellschaft ist nicht nur ein Kampf gegen ein System, sondern ein Kampf für das Leben selbst. Die Freilassung Abdullah Öcalans ist nicht nur eine Forderung der kurdischen Bewegung, sondern ein Schritt zur Befreiung aller unterdrückten Völker und Geschlechter. Solange Öcalan in Isolationshaft gehalten wird, solange seine Ideen bekämpft werden, wird der Widerstand weitergehen – denn die Freiheit ist unteilbar, und der Kampf für sie ist unbesiegbar. Die revolutionäre Frauenbewegung Kurdistans führt uns voran, mit Mut, Entschlossenheit und der unerschütterlichen Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Welt der Freiheit, der Gleichheit und der Würde – und diese Welt wird erkämpft werden. Jin, Jiyan, Azadî! Kurdish Women&#8217;s Office for Peace on the 26th year of the International Plot against Abdullah Öcalan On February 15, 1999, Abdullah Öcalan, the leading thinker of the Kurdish freedom movement and architectural force behind the ideology of women&#8217;s liberation, was captured in an international conspiracy through the collaboration of NATO states and Israel. Since then, he has been in solitary confinement on the prison island of Imrali &#8211; 26 years of isolation, 26 years of resistance against a system that fears his ideas. Öcalan&#8217;s vision of a liberated society that overcomes patriarchy, capitalism and the state is not only a threat to the oppressors, but a hope for the oppressed. His ideas on women&#8217;s liberation have inspired thousands and thousands of women to free themselves from the shackles of patriarchal tyranny. They have shown that the fight for women&#8217;s freedom is inextricably linked to the fight against capitalism and patriarchy. These ideas have become a global perspective, a signpost for millions of women rebelling against oppression, exploitation and violence. We are in a dynamic and pivotal phase in which the Turkish state, increasingly backed into a corner, is confronted with the consequences of its own policies. The current developments surrounding the meetings between Abdullah Öcalan and the Turkish state illustrate the deep crisis in which the system finds itself. Öcalan, who has been held incommunicado on the prison island of Imrali for over two decades, remains a central figure not only for the Kurdish freedom movement, but also for the search for a political solution to the Kurdish question. But his ideas go far beyond this &#8211; they are a call for the liberation of society as a whole from the shackles of capitalism, patriarchy and the nation state. In a world torn apart by wars, genocides and the crisis of capitalism, Öcalan&#8217;s vision of a democratic, ecological and gender-liberated society is more than ever a necessity. The Third World War is raging, the war machine is running at full speed and the rulers are trying with all their might to maintain their power. But the ideas of freedom that Öcalan embodies cannot be imprisoned, isolated or silenced. In the current phase of the Third World War, driven by the merciless greed for capital accumulation and the strengthening of fascist powers worldwide, all states are in a deep crisis. People, whether in war zones or in the supposedly “peaceful” regions of the world, are raising their voices ever louder against a system that is plunging them into poverty, violence and hopelessness. But instead of listening to the legitimate demands of the people, states are reacting with increased repression, fear and brutality. Those in power are afraid &#8211; afraid of the power of the masses, afraid of the idea of freedom, which can no longer be suppressed. They are trying to stifle resistance with police violence, surveillance, censorship and militarized control. But the more brutal the repression becomes, the clearer it becomes: The system has no more answers. It can only destroy, suppress and kill. Resistance is growing in every corner of the world &#8211; against war, against capitalism, against patriarchy and state violence. The crisis of the system is also an opportunity: the opportunity to build a new world, a world beyond exploitation and oppression, a world based on solidarity, equality and freedom. The revolutionary force of the Kurdish women&#8217;s movement, which is guided by Öcalan&#8217;s ideology of women&#8217;s liberation, is a living example of how the struggle for freedom can be waged. The struggle for a liberated society is not just a struggle against a system, but a struggle for life itself. The release of Abdullah Öcalan is not only a demand of the Kurdish movement, but a step towards the liberation of all oppressed peoples and genders. As long as Öcalan is kept in solitary confinement, as long as his ideas are fought against, the resistance will continue &#8211; because freedom is indivisible and the struggle for it is invincible. The revolutionary women&#8217;s movement of Kurdistan leads us forward, with courage, determination and the unwavering determination that another world is possible. A world of freedom, equality and dignity &#8211; and this world will be fought for. Jin, Jiyan, Azadî!]]></description>
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<p>Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan, der Vordenker der kurdischen Freiheitsbewegung und Architekt der Frauenbefreiungsideologie, durch die Kollaboration von NATO-Staaten und Israel in einem internationalen Komplott gefangen genommen. Seitdem sitzt er in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali – 26 Jahre der Isolation, 26 Jahre des Widerstands gegen ein System, das seine Ideen fürchtet. Öcalans Vision einer befreiten Gesellschaft, die das Patriarchat, den Kapitalismus und den Staat überwindet, ist nicht nur eine Bedrohung für die Unterdrücker, sondern eine Hoffnung für die Unterdrückten. Seine Ideen zur Frauenbefreiung haben Abertausende von Frauen inspiriert, sich aus den Fesseln der patriarchalen Tyrannei zu befreien. Sie haben gezeigt, dass der Kampf für die Freiheit der Frauen untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und das Patriarchat verbunden ist. Diese Ideen sind zu einer globalen Perspektive geworden, zu einem Wegweiser für Millionen von Frauen, die gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt aufbegehren.</p>



<p>Wir befinden uns in einer dynamischen und entscheidenden Phase, in der der türkische Staat, zunehmend in die Ecke gedrängt, mit den Konsequenzen seiner eigenen Politik konfrontiert wird. Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den vorsichtigen Gesprächen zwischen Abdullah Öcalan und dem türkischen Staat verdeutlichen die tiefe Krise, in der sich das System befindet. Öcalan, der seit über zwei Jahrzehnten in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali festgehalten wird, bleibt eine zentrale Figur nicht nur für die kurdische Freiheitsbewegung, sondern auch für die Suche nach einer politischen Lösung der kurdischen Frage. Doch seine Ideen gehen weit darüber hinaus – sie sind ein Aufruf zur Befreiung der gesamten Gesellschaft aus den Fesseln des Kapitalismus, des Patriarchats und des Nationalstaats.</p>



<p>In einer Welt, die von Kriegen, Genoziden und der Krise des Kapitalismus zerrissen wird, ist Öcalans Vision einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft mehr denn je eine Notwendigkeit. Der Dritte Weltkrieg tobt, die Kriegsmaschinerie läuft auf Hochtouren, und die Herrschenden versuchen mit aller Gewalt, ihre Macht zu erhalten. Doch die Ideen der Freiheit, die Öcalan verkörpert, lassen sich nicht einsperren, nicht isolieren, nicht zum Schweigen bringen.</p>



<p>In der aktuellen Phase des Dritten Weltkriegs, getrieben von der gnadenlosen Gier nach Kapitalakkumulation, dem Erstarken faschistischer Mächte weltweit, stecken alle Staaten in einer tiefen Krise. Die Menschen, ob in Kriegsgebieten oder in den vermeintlich „friedlichen“ Regionen der Welt, erheben ihre Stimmen immer lauter gegen ein System, das sie in Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit stürzt. Doch statt auf die berechtigten Forderungen der Menschen zu hören, reagieren die Staaten mit verstärkter Repression, mit Angst und Brutalität. Die Herrschenden haben Angst – Angst vor der Macht der Massen, Angst vor der Idee der Freiheit, die sich nicht mehr unterdrücken lässt. Sie versuchen, den Widerstand mit Polizeigewalt, Überwachung, Zensur und militarisierter Kontrolle zu ersticken. Doch je brutaler die Repression wird, desto klarer wird: Das System hat keine Antworten mehr. Es kann nur noch zerstören, unterdrücken, töten.</p>



<p>In jeder Ecke der Welt wächst der Widerstand – gegen Krieg, gegen Kapitalismus, gegen Patriarchat und staatliche Gewalt. Die Krise des Systems ist auch eine Chance: die Chance, eine neue Welt aufzubauen, eine Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, eine Welt, die auf Solidarität, Gleichheit und Freiheit basiert. Die revolutionäre Kraft der kurdischen Frauenbewegung, die unter dem Leitbild von Öcalans Frauenbefreiungsideologie steht, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie der Kampf für Freiheit geführt werden kann. &nbsp;Der Kampf für eine befreite Gesellschaft ist nicht nur ein Kampf gegen ein System, sondern ein Kampf für das Leben selbst.</p>



<p>Die Freilassung Abdullah Öcalans ist nicht nur eine Forderung der kurdischen Bewegung, sondern ein Schritt zur Befreiung aller unterdrückten Völker und Geschlechter. Solange Öcalan in Isolationshaft gehalten wird, solange seine Ideen bekämpft werden, wird der Widerstand weitergehen – denn die Freiheit ist unteilbar, und der Kampf für sie ist unbesiegbar. Die revolutionäre Frauenbewegung Kurdistans führt uns voran, mit Mut, Entschlossenheit und der unerschütterlichen Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Welt der Freiheit, der Gleichheit und der Würde – und diese Welt wird erkämpft werden.</p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Kurdish Women&#8217;s Office for Peace on the 26th year of the International Plot against Abdullah Öcalan</h2>



<p>On February 15, 1999, Abdullah Öcalan, the leading thinker of the Kurdish freedom movement and architectural force behind the ideology of women&#8217;s liberation, was captured in an international conspiracy through the collaboration of NATO states and Israel. Since then, he has been in solitary confinement on the prison island of Imrali &#8211; 26 years of isolation, 26 years of resistance against a system that fears his ideas. Öcalan&#8217;s vision of a liberated society that overcomes patriarchy, capitalism and the state is not only a threat to the oppressors, but a hope for the oppressed. His ideas on women&#8217;s liberation have inspired thousands and thousands of women to free themselves from the shackles of patriarchal tyranny. They have shown that the fight for women&#8217;s freedom is inextricably linked to the fight against capitalism and patriarchy. These ideas have become a global perspective, a signpost for millions of women rebelling against oppression, exploitation and violence.</p>



<p>We are in a dynamic and pivotal phase in which the Turkish state, increasingly backed into a corner, is confronted with the consequences of its own policies. The current developments surrounding the meetings between Abdullah Öcalan and the Turkish state illustrate the deep crisis in which the system finds itself. Öcalan, who has been held incommunicado on the prison island of Imrali for over two decades, remains a central figure not only for the Kurdish freedom movement, but also for the search for a political solution to the Kurdish question. But his ideas go far beyond this &#8211; they are a call for the liberation of society as a whole from the shackles of capitalism, patriarchy and the nation state.</p>



<p>In a world torn apart by wars, genocides and the crisis of capitalism, Öcalan&#8217;s vision of a democratic, ecological and gender-liberated society is more than ever a necessity. The Third World War is raging, the war machine is running at full speed and the rulers are trying with all their might to maintain their power. But the ideas of freedom that Öcalan embodies cannot be imprisoned, isolated or silenced.</p>



<p>In the current phase of the Third World War, driven by the merciless greed for capital accumulation and the strengthening of fascist powers worldwide, all states are in a deep crisis. People, whether in war zones or in the supposedly “peaceful” regions of the world, are raising their voices ever louder against a system that is plunging them into poverty, violence and hopelessness. But instead of listening to the legitimate demands of the people, states are reacting with increased repression, fear and brutality. Those in power are afraid &#8211; afraid of the power of the masses, afraid of the idea of freedom, which can no longer be suppressed. They are trying to stifle resistance with police violence, surveillance, censorship and militarized control. But the more brutal the repression becomes, the clearer it becomes: The system has no more answers. It can only destroy, suppress and kill.</p>



<p>Resistance is growing in every corner of the world &#8211; against war, against capitalism, against patriarchy and state violence. The crisis of the system is also an opportunity: the opportunity to build a new world, a world beyond exploitation and oppression, a world based on solidarity, equality and freedom. The revolutionary force of the Kurdish women&#8217;s movement, which is guided by Öcalan&#8217;s ideology of women&#8217;s liberation, is a living example of how the struggle for freedom can be waged. The struggle for a liberated society is not just a struggle against a system, but a struggle for life itself.</p>



<p>The release of Abdullah Öcalan is not only a demand of the Kurdish movement, but a step towards the liberation of all oppressed peoples and genders. As long as Öcalan is kept in solitary confinement, as long as his ideas are fought against, the resistance will continue &#8211; because freedom is indivisible and the struggle for it is invincible. The revolutionary women&#8217;s movement of Kurdistan leads us forward, with courage, determination and the unwavering determination that another world is possible. A world of freedom, equality and dignity &#8211; and this world will be fought for.</p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>
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