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	<title>Erklärungen &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<description>Wir informieren über die Situation von Frauen in Kurdistan, gemeinsane feministische Kämpfe und Widerstände</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jan 2026 08:19:09 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Erklärungen &#8211; Cênî &#8211; das kurdische Frauenbüro für Frieden e. V.</title>
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	<item>
		<title>Email-Kampagne: Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung von Rojava!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/email-kampagne-freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-von-rojava/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 17:07:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[HTS]]></category>
		<category><![CDATA[Jolani]]></category>
		<category><![CDATA[rojava]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemeinsam haben wir mit unserer Kampagne „Freiheit ist nicht verhandelbar: Status für Rojava!“ bereits einen wichtigen ersten Schritt getan: Der von uns initiierte offene Brief wurde von mehr als 200 Künstler:innen unterzeichnet. Auch Civaka Azad hat mit seiner Kampagne Unterschriften von mehr als 300 Akademiker:innen und Politiker:innen sammeln können. Dieser breite zivilgesellschaftliche Konsens zeigt deutlich, dass das Modell von Rojava – insbesondere sein Einsatz für Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie – internationale Solidarität und politische Anerkennung verdient. Nun gehen wir in die zweite Phase unserer Kampagne über. Wir bitten Sie, den offenen Brief mit allen Unterschriften als PDF-Datei an die höchsten Repräsentant:innen der Europäischen Union zu senden. Damit erhöhen wir den Druck und machen unsere kollektive Stimme auf der Ebene der europäischen Entscheidungsträger:innen hörbar. Bitte senden Sie das Anschreiben mit dem Betreff &#8222;Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava – Offener Brief&#8220; an folgende zwei E-Mail-Adressen: Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission) ursula.von-der-leyen@ec.europa.eu ________________________________________ Präsidentin des Europäischen Parlaments (Roberta Metsola) roberta.metsola@europarl.europa.eu ________________________________________ Jede einzelne E-Mail zählt!]]></description>
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<p>Gemeinsam haben wir mit unserer Kampagne <strong>„Freiheit ist nicht verhandelbar: Status für Rojava!“</strong> bereits einen wichtigen ersten Schritt getan: Der von uns initiierte offene Brief wurde von <strong>mehr als 200 Künstler:innen</strong> unterzeichnet. <a href="https://civaka-azad.org/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fur-rojava/" data-type="link" data-id="https://civaka-azad.org/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fur-rojava/">Auch Civaka Azad hat mit seiner Kampagne Unterschriften von mehr als 300 Akademiker:innen und Politiker:innen sammeln können</a>. Dieser breite zivilgesellschaftliche Konsens zeigt deutlich, dass das Modell von Rojava – insbesondere sein Einsatz für Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie – internationale Solidarität und politische Anerkennung verdient.</p>



<p>Nun gehen wir in die zweite Phase unserer Kampagne über. <strong>Wir bitten Sie, den offenen Brief mit allen Unterschriften als PDF-Datei an die höchsten Repräsentant:innen der Europäischen Union zu senden. </strong>Damit erhöhen wir den Druck und machen unsere kollektive Stimme auf der Ebene der europäischen Entscheidungsträger:innen hörbar.</p>



<p>Bitte senden Sie das Anschreiben mit dem Betreff &#8222;Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava – Offener Brief&#8220; an folgende zwei E-Mail-Adressen:</p>



<p><strong>Ursula von der Leyen</strong> (Präsidentin der Europäischen Kommission)</p>



<p><strong>ursula.von-der-leyen@ec.europa.eu</strong><br><br>________________________________________</p>



<p></p>



<p><strong>Präsidentin des Europäischen Parlaments</strong> (Roberta Metsola)</p>



<p><strong>roberta.metsola@europarl.europa.eu</strong><br><br>________________________________________</p>



<p>Jede einzelne E-Mail zählt!</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2026/01/Offener_Brief_Anerkennung_von_Rojava-1.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Offener_Brief_Anerkennung_von_Rojava."></object><a id="wp-block-file--media-7fc25dcb-76ad-4052-b3ae-9490152da283" href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2026/01/Offener_Brief_Anerkennung_von_Rojava-1.pdf">Offener_Brief_Anerkennung_von_Rojava</a><a href="https://ceni-frauen.org/wp-content/uploads/2026/01/Offener_Brief_Anerkennung_von_Rojava-1.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-7fc25dcb-76ad-4052-b3ae-9490152da283">Herunterladen</a></div>
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		<title>Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava! Aufruf zur Unterzeichnung</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fuer-rojava-aufruf-zur-unterzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 15:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[HTS]]></category>
		<category><![CDATA[Jolani]]></category>
		<category><![CDATA[rojava]]></category>
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					<description><![CDATA[Anerkennung für Rojava ist kein symbolischer Akt. Sie ist eine politische Verantwortung. Wir rufen alle Künstler:innen und Kulturschaffende dazu auf, diesen Appell zu unterzeichnen und öffentlich zu unterstützen: Unterzeichner:innen: Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava! Aufruf zur Unterzeichnung Die sogenannte syrische Übergangsregierung in Damaskus, dominiert von Akteuren der ehemals al-Qaida-nahen dschihadistischen Organisation Hay’at Tahrir al-Sham (HTS), führt derzeit einen neuen, gezielt eskalierten Krieg gegen Rojava. Kampfjets, Drohnen und Aufklärungsflugzeuge werden gegen die Zivilgesellschaft eingesetzt. Es herrscht dschihadistischer Terror: Frauen werden verschleppt, vergewaltigt und gezielt umgebracht. Gleichzeitig wird diese Eskalation von zentralen internationalen Akteuren politisch geduldet – trotz offensichtlicher Verstöße gegen das Völkerrecht. Statt Deeskalation erleben wir eine faktische Rehabilitierung von Ahmed al-Sharaa als politischem Akteur. Ahmed al-Sharaa – Kampfname al-Jolani steht dabei selbst in der Tradition der Dschihadisten, welche in Syrien unter der schwarzen Fahne des IS über Jahre hinweg mit Gewalt überzogen. Heute richtet sich seine Gewalt wieder gegen die Kurd:innen und Jesid:innen. Al-Jolani, der heute die Munitionsweste mit Krawatte getauscht, seinen Bart gekürzt und seinen Kampfnamen abgelegt hat, wurde im Irak, in US-Gefangenschaft, von keinem weniger als dem Anführer des Islamischen Staates, al-Baghdadi, ausgebildet. In Syrien baute er die Al-Nusra Front auf, aus welcher später Haiat Tahrir al Sham hervorging. Demgegenüber steht die Realität der multiethnischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien: Seit über zehn Jahren haben Kurd:innen, Araber:innen, Assyrer:innen, Armenier:innen, Ezid:innen dort ein System aufgebaut, welches sich auf Demokratie, Ökologie und die Freiheit der Frau stützt. Frauen sind in allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen gleichberechtigt organisiert und zentrale Trägerinnen des sozialen Wandels. Gerade diese Errungenschaften stehen nun im Fokus gezielter Angriffe. Berichte über Enthauptungen, Entführungen, Massenvertreibungen, Angriffe auf Krankenhäuser und zivile Infrastruktur mehren sich. Städte werden belagert, Fluchtwege blockiert. Es drohen genozidale Akte gegen bestimmte Gruppen, weil sich die Angriffe gezielt gegen Kurd:innen, Êzîd:innen und andere Gruppen richten – so wie zuvor bereits gegen Alawit:innen und Drus:innen im Land. Gleichzeitig sind Gefängnisse mit tausenden IS-Kämpfern in die Hände der Angreifer gefallen – mit absehbaren sicherheitspolitischen Folgen weit über Syrien hinaus. Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der EU und der Staaten der ehemaligen Anti-IS-Koalition, ist in diesem Kontext nicht neutral – es ist politisch wirksam und mitverantwortlich für die aktuellen Ereignisse in der Region. Es untergräbt die eigenen menschenrechtlichen und völkerrechtlichen Verpflichtungen und begünstigt weitere Gewalt, Vertreibung und Destabilisierung. Unsere Forderungen Wir rufen alle Künstler und Kulturschaffende dazu auf, diesen Appell zu unterzeichnen und öffentlich zu unterstützen: Anerkennung für Rojava ist kein symbolischer Akt.Sie ist eine politische Verantwortung. 23.01.2026 Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e. V. E-Mail: info@ceni-frauen.org Parallel dazu sammelt Civaka Azad (Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.) Unterschriften für einen eigenen Aufruf für Akademiker:innen, Politiker:innen und Aktivist:innen . Wenn du diesen Aufruf unterzeichnen möchtest, schreibe bitte an info@civaka-azad.org. Den Aufruf findest du auf https://civaka-azad.org/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fur-rojava/#]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Anerkennung für Rojava ist kein symbolischer Akt. Sie ist eine politische Verantwortung.</strong></p>



<p>Wir rufen alle Künstler:innen und Kulturschaffende dazu auf, diesen Appell zu unterzeichnen und öffentlich zu unterstützen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Sofortiges Ende der militärischen Offensive gegen Rojava</strong> und Schutz der Zivilbevölkerung.</li>



<li><strong>Politische und rechtliche Anerkennung von Rojava</strong> durch die Europäische Union.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Unterzeichner:innen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aaron Altaras &#8211; Schauspieler</li>



<li>All Amin &#8211; Künstlerin</li>



<li>Alrun Hofer &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Alexander Plaum &#8211; Media Freelancer, Blogger</li>



<li>Alexia Weiss &#8211; Journalistin, Wien</li>



<li>Andreas Krikl &#8211; Antiquar</li>



<li>Anna Fiegen &#8211; Bildende Künstlerin</li>



<li>Anna Langhoff &#8211; Autorin, Dramaturgin</li>



<li>Anna Paula Muth &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Anton Weil &#8211; Schauspieler, Autor, Musiker</li>



<li>Asli Filiz &#8211; Künstlerin</li>



<li>Aydın Aydın &#8211; Schauspieler</li>



<li>Aysima Ergün &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Ayşe Polat &#8211; Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin</li>



<li>Aysima Ergün &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Azad &#8211; Künstler, Rapper</li>



<li>Baran Kok &#8211; Künstler, Rapper</li>



<li>Berbang Hilat &#8211; Künstler</li>



<li>Berivan Îbîn &#8211; (Deq-)Künstlerin</li>



<li>Berk Bozbel &#8211; Künstler</li>



<li>Bernd Schoch &#8211; Filmemacher</li>



<li>Berq &#8211; Sänger</li>



<li>Britta Schubert &#8211; ver.di Kunst und Kultur Berlin</li>



<li>Brutalismus3000 &#8211; Musiker*innen</li>



<li>Canan Turan &#8211; Kuratorin Berlinale Generation, Creator</li>



<li>Carolin Haupt &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Cemila Şahin &#8211; Künstlerin</li>



<li>Cennet Voß &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Cesar Jimenez Anders &#8211; Musiker</li>



<li>Ceren &#8211; Musikerin</li>



<li>Ceyda Abla &#8211; Künstlerin, Kulturschaffende </li>



<li>Christian Schoppe &#8211; Kulturschaffender</li>



<li>Christopher Wimmer &#8211; Autor und Journalist</li>



<li>Ciwan Haco &#8211; Sänger</li>



<li>Clemens Schick &#8211; Schauspieler</li>



<li>Cynthia Cosima Erhardt &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Dahabflex &#8211; Rapper</li>



<li>Daniel Osthoff &#8211; Antiquar</li>



<li>Dejan Marković &#8211; Künstler</li>



<li>Deniz Bolat &#8211; Dramaturg und Kurator</li>



<li>Deniz Naki &#8211; Fußballspieler, Sportler</li>



<li>Deniz Örün &#8211; Architekt und Künstler</li>



<li>Deyar Alkalash &#8211;  Schauspieler</li>



<li>Die Arschlöcherinnen &#8211; Band</li>



<li>Dîlan Karadaş &#8211; Tattoo Künstlerin</li>



<li>Dîlan Z. Çapan &#8211; Autorin und Regisseurin</li>



<li>Dina Stahn &#8211; Antiquarin </li>



<li>DIO &#8211; Produzent</li>



<li>Doreen Langguth &#8211; Antiquarin</li>



<li>Duygu Ağal &#8211; Autor*in</li>



<li>Ebow &#8211; Künstlerin</li>



<li>Eidin Jalali &#8211; Schauspieler </li>



<li>Elif Küçük &#8211; Künstlerin</li>



<li>emmamaelo (bangerfabrique) &#8211; Musikerin</li>



<li>Emilia Dix &#8211; Künstlerin</li>



<li>Eno &#8211; Rapper, Künstler</li>



<li>Eska &#8211; Rapper</li>



<li>Esther Winkelmann &#8211; Antiquarin</li>



<li>Eugenia Fabrizi &#8211; Künstlerin</li>



<li>Evelyn Steinthaler &#8211; Autorin</li>



<li>Fatima Khan &#8211; Autorin und Künstlerin</li>



<li>Fatma Aydemir &#8211; Autorin</li>



<li>Ferhat Kartal &#8211; Designer</li>



<li>Fernando Romero-Forsthuber &#8211; Filmemacher</li>



<li>Franz Mangel &#8211; Fotograf, Künstler</li>



<li>Frauke Boggasch &#8211; Künstlerin </li>



<li>Fruity Luke &#8211; Musiker</li>



<li>Fuchsrevolte &#8211; Künstler*in</li>



<li>Fynn Engelkes &#8211; Schauspieler/ Sprecher</li>



<li>Georg Carle &#8211; Buchhändler, Antiquar</li>



<li>Gerhard Tuschla &#8211; Reporter und Regisseur</li>



<li>Gitti Grüter- Regisseurin/Autorin</li>



<li>Gretchen Klotz &#8211; Autorin </li>



<li>Haaizey &#8211; Künstler</li>



<li>Halima Ilter &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Hanna Walter &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Hannes Porombka &#8211; Gitarrist</li>



<li>Hasso Bräuer &#8211; Antiquar</li>



<li>Prof. Havîn al Sindy &#8211; Künsterin</li>



<li>Hêja Netirk &#8211; multidisziplinäre Künstlerin</li>



<li>Helin Çelik &#8211; Filmemacherin</li>



<li>Hêvîn Tekin &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Hichi Demi &#8211; Performerin, Schauspielerin, Autorin</li>



<li>Hito Steyerl &#8211; Filmemacherin, Künstlerin, Autorin</li>



<li>Hogir Ar &#8211; Künstler</li>



<li>Ismail Özen &#8211; Boxpromoter</li>



<li>Jacqueline Saki Aslan &#8211; Künstlerin</li>



<li>Jasmina Kuhnke &#8211; Autorin und Schauspielerin</li>



<li>Jasna Fritzi Bauer &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Jihan Alomar &#8211; Autorin und Menschenrechtsaktivistin</li>



<li>Johannes Yunus Berger &#8211; Musiker</li>



<li>Judie Hasan &#8211; Dolmetscherin</li>



<li>Juri Sternburg &#8211; Autor und Regisseur</li>



<li>Kachichom Muhyaddin &#8211; Schriftsteller</li>



<li>KAFVKA (Band)</li>



<li>Kamee Abrahamian &#8211; Filmemacher, Künstler</li>



<li>Karin Desmarowitz &#8211; Photografin</li>



<li>Karl Berger – Cartoonist</li>



<li>Karosh Taha &#8211; Schriftstellerin</li>



<li>Katharina Mückstein &#8211; Regisseurin und Autorin</li>



<li>Katharina Röser &#8211; Künstlerin, Comiczeichnerin</li>



<li>Kay Matter &#8211; Schriftsteller</li>



<li>Kozarth &#8211; Rapper</li>



<li>Kurt Krömer &#8211; Komiker, Schauspieler</li>



<li>Lea Gerstenkorn &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Lejan Atmaca &#8211; Rapper, Künstler</li>



<li>Lena Brückner &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Lena Ziyal &#8211; Grafikerin</li>



<li>Leonhard F. Seidl &#8211; Autor</li>



<li>Leyla Schmidt &#8211; Drehbuchautorin, Regisseurin </li>



<li>Lisa Çalan &#8211; Filmemacherin</li>



<li>Lisa Wentz &#8211; Autorin</li>



<li>Louis-Nicolai Nitsche &#8211; Schauspieler</li>



<li>Luca Eck &#8211; Musikproduzent</li>



<li>Lune &#8211; Sängerin, Künstlerin</li>



<li>L.M. Tietze &#8211; Violinistin</li>



<li>Lydia Amasko &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Mal Élevé &#8211; Musiker und Aktivist</li>



<li>Manuellsen &#8211; Sänger, Rapper</li>



<li>Maren Rahmann &#8211; Künstlerin</li>



<li>Marie Luise Lehner &#8211; Regisseurin, Autorin</li>



<li>Margarita Tsomou &#8211; Kuratorin</li>



<li>Marja Christians &#8211; Choreographin, Opernsängerin, künstlerische Projektleitung</li>



<li>Marleen Rothaus &#8211; Künstlerin</li>



<li>Marlene Goksch &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Melissa Kolukisagil &#8211; Künstlerische Leitung, Kuratorin, Kulturproduzentin</li>



<li>Melle (bangerfabrique) &#8211; Künstlerin</li>



<li>Meral Rakip &#8211; Theaterpädagogin</li>



<li>Mina Khani &#8211; Autorin und Gender Aktivistin</li>



<li>Mizgîn Bilmen &#8211; Regisseurin</li>



<li>Mohamed Kanj Khamis &#8211; Schauspieler </li>



<li>Morgaine &#8211; Musikerin, Friedensaktivistin</li>



<li>Moshtari Hilal &#8211; Künstlerin und Autorin</li>



<li>Nele Christoph &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Nicola Sidiropulos &#8211; Schauspieler</li>



<li>Niklas Taleb &#8211; Künstler</li>



<li>Nurhan Porst &#8211; Produzentin</li>



<li>Ole Liebl &#8211; Aktivist und Content Creator</li>



<li>Onur Suzan Nobrega &#8211; Professorin, Kuratorin </li>



<li>Paix 298 &#8211; Künstler</li>



<li>Patrice Greißmeier &#8211; Schauspieler</li>



<li>Pashanim &#8211; Rapper, Künstler</li>



<li>Paula Hartmann &#8211; Schauspielerin, Sängerin</li>



<li>Peter Ott &#8211; Filmemacher</li>



<li>Phung-Thien Phan &#8211; Künstlerin</li>



<li>PLH &#8211; Rapperin</li>



<li>PTK &#8211; Künstler</li>



<li>Rainer Wölzl &#8211; Künstler</li>



<li>Raquel Kishori Dukpa &#8211; Filmemacherin</li>



<li>Rebecca Racine Ramershoven &#8211; Künstlerin</li>



<li>Regina Guhl &#8211; Dramaturgin</li>



<li>Reinhard Denecke &#8211; Antiquar</li>



<li>Reinhard Klimmt &#8211; Antiquar, Bundesminister a.D.</li>



<li>Renas  Selim &#8211; Musiker</li>



<li>Richard Schuberth &#8211; Autor</li>



<li>Rio Riseup &#8211; Musiker</li>



<li>Robert Krieg &#8211; Filmemacher und Publizist</li>



<li>Rodolfo Lehnebach Bustos &#8211; Musikwissenschaftler, Musiker, Sprachwissenschaftler</li>



<li>Ronak Jundi, Art Direktorin</li>



<li>Rosa Jellinek &#8211; Content Creatorin, Aktivistin, politische Bildnerin</li>



<li>Roxana Safarabadi, Schauspielerin</li>



<li>Ruth Rosenfeld &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Sabine Braun &#8211; Malerin</li>



<li>Sandra Maren Schneider &#8211; Schauspielerin, Autorin</li>



<li>SAVO &#8211; Künstlerin, Sängerin</li>



<li>Sebastian23 &#8211; Autor, Aktivist, Komiker</li>



<li>Sebastian Wulff &#8211; Künstler</li>



<li>Sechser &#8211; Rapper</li>



<li>Şehbal Şenyurt Arınlı &#8211; Autorin, Dokumentarfilmmacherin</li>



<li>Serdar Altan &#8211; Schauspieler</li>



<li>Sarhad &#8211; Künstler, Rapper</li>



<li>Selin Alpaslan &#8211; Sportlerin</li>



<li>Senad Gashi &#8211; Boxweltmeister</li>



<li>Serdar Mutlu &#8211; Künstler</li>



<li>Seyithan Aytekin &#8211; Künstler</li>



<li>Seyneb Saleh &#8211; Theater- und Filmschauspielerin</li>



<li>Şeyda Kurt &#8211; Autorin</li>



<li>Sibylle Czichon &#8211; Künstlerin</li>



<li>Silke Putz &#8211; Malerin</li>



<li>Silvia Der Meguerditchian &#8211; Armenian Visual Artist </li>



<li>Sinan Güleç &#8211; Schauspieler</li>



<li>Soleen Yusef &#8211; Autorin, Regisseurin</li>



<li>Sonja Hilberger &#8211; Schauspielerin, Regisseurin, Professorin für Rollengestaltung </li>



<li>Sonos Cliq &#8211; Musikerduo</li>



<li>Sofia Iordanskaya &#8211; Schauspielerin</li>



<li>sofi čvo &#8211; Künstlerin </li>



<li>Sookee &#8211; Musikerin</li>



<li>Stefan Atzl &#8211; Maler und Bildhauer</li>



<li>Stefan Lenzen &#8211; Antiquar</li>



<li>Stefanie &#8211; Leinhos &#8211; Künstlerin</li>



<li>Stefanie Sargnagel &#8211; Autorin</li>



<li>Steven Adjei Sowah &#8211; Schauspieler</li>



<li>Symba &#8211; Musiker</li>



<li>Szerafina Schiesser &#8211; Künstlerin, Kuratorin</li>



<li>Tadzio Müller &#8211; Autor, Aktivist</li>



<li>Tahsim Durgun &#8211; Autor, Content-Creator</li>



<li>Teuterekordz &#8211; HipHop Gruppe</li>



<li>Theresa Bischof &#8211; Szenenbildnerin, Künstlerin</li>



<li>Thomas Held &#8211; Antiquar</li>



<li>Tina Leisch &#8211; Regisseurin, Österreich</li>



<li>Tijana Zilic &#8211; Kunstschaffende</li>



<li>Trace Bristol &#8211; Künstlerin</li>



<li>Tsellot Melesse &#8211; Moderatorin, Regisseurin</li>



<li>Ulf Aminde &#8211; Künstler </li>



<li>Ulrich Heider &#8211; Antiquar</li>



<li>Ulrich Keicher &#8211; Verleger</li>



<li>Valentin Schroeteler &#8211; Schauspieler</li>



<li>Vanessa Unzalu Troya &#8211; Theaterpädagogin, Dramaturgin </li>



<li>Yasi Çetinkaya &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Yasmin Mowafek &#8211; Schauspielerin</li>



<li>Zara Zandieh &#8211; Regisseur*in</li>



<li>Zehra Doğan &#8211; Künstlerin</li>



<li>Zynik &#8211; Musiker</li>
</ul>



<p><strong>Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava!</strong></p>



<p><strong>Aufruf zur Unterzeichnung</strong></p>



<p>Die sogenannte syrische Übergangsregierung in Damaskus, dominiert von Akteuren der ehemals al-Qaida-nahen dschihadistischen Organisation Hay’at Tahrir al-Sham (HTS), führt derzeit einen neuen, gezielt eskalierten Krieg gegen Rojava. Kampfjets, Drohnen und Aufklärungsflugzeuge werden gegen die Zivilgesellschaft eingesetzt. Es herrscht dschihadistischer Terror: Frauen werden verschleppt, vergewaltigt und gezielt umgebracht. Gleichzeitig wird diese Eskalation von zentralen internationalen Akteuren politisch geduldet – trotz offensichtlicher Verstöße gegen das Völkerrecht. Statt Deeskalation erleben wir eine faktische <strong>Rehabilitierung von Ahmed al-Sharaa als politischem Akteur.</strong></p>



<p><strong>Ahmed al-Sharaa – </strong>Kampfname al-Jolani steht dabei selbst in der Tradition der Dschihadisten, welche in Syrien unter der schwarzen Fahne des IS über Jahre hinweg mit Gewalt überzogen. Heute richtet sich seine Gewalt wieder gegen die Kurd:innen und Jesid:innen. Al-Jolani, der heute die Munitionsweste mit Krawatte getauscht, seinen Bart gekürzt und seinen Kampfnamen abgelegt hat, wurde im Irak, in US-Gefangenschaft, von keinem weniger als dem Anführer des Islamischen Staates, al-Baghdadi, ausgebildet. In Syrien baute er die Al-Nusra Front auf, aus welcher später Haiat Tahrir al Sham hervorging.</p>



<p>Demgegenüber steht die Realität der multiethnischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien: Seit über zehn Jahren haben Kurd:innen, Araber:innen, Assyrer:innen, Armenier:innen, Ezid:innen dort ein System aufgebaut, welches sich auf Demokratie, Ökologie und die Freiheit der Frau stützt. Frauen sind in allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen gleichberechtigt organisiert und zentrale Trägerinnen des sozialen Wandels.</p>



<p>Gerade diese Errungenschaften stehen nun im Fokus gezielter Angriffe. Berichte über <strong>Enthauptungen, Entführungen, Massenvertreibungen, Angriffe auf Krankenhäuser und zivile Infrastruktur mehren sich</strong>. Städte werden belagert, Fluchtwege blockiert. Es drohen genozidale Akte gegen bestimmte Gruppen, weil sich die Angriffe gezielt gegen Kurd:innen, Êzîd:innen und andere Gruppen richten – so wie zuvor bereits gegen Alawit:innen und Drus:innen im Land. Gleichzeitig sind Gefängnisse mit tausenden IS-Kämpfern in die Hände der Angreifer gefallen – mit absehbaren sicherheitspolitischen Folgen weit über Syrien hinaus.</p>



<p>Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der EU und der Staaten der ehemaligen Anti-IS-Koalition, ist in diesem Kontext nicht neutral – es ist politisch wirksam und mitverantwortlich für die aktuellen Ereignisse in der Region. Es untergräbt die eigenen menschenrechtlichen und völkerrechtlichen Verpflichtungen und begünstigt weitere Gewalt, Vertreibung und Destabilisierung.</p>



<p><strong>Unsere Forderungen</strong></p>



<p>Wir rufen alle Künstler und Kulturschaffende dazu auf, diesen Appell zu unterzeichnen und öffentlich zu unterstützen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Sofortiges Ende der militärischen Offensive gegen Rojava</strong> und Schutz der Zivilbevölkerung.<br></li>



<li><strong>Politische und rechtliche Anerkennung von Rojava</strong> durch die Europäische Union.</li>
</ol>



<p><strong>Anerkennung für Rojava ist kein symbolischer Akt.<br>Sie ist eine politische Verantwortung.</strong></p>



<p class="has-text-align-right">23.01.2026</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e. V.</em></p>



<p class="has-text-align-right">E-Mail: <a href="mailto:info@ceni-frauen.org">info@ceni-frauen.org</a></p>



<p></p>



<p><em>Parallel dazu sammelt Civaka Azad (Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.) Unterschriften für einen eigenen Aufruf für Akademiker:innen, Politiker:innen und Aktivist:innen . Wenn du diesen Aufruf unterzeichnen möchtest, schreibe bitte an</em> <a href="mailto:info@civaka-azad.org">info@civaka-azad.org</a>. Den Aufruf findest du auf <a href="https://civaka-azad.org/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fur-rojava/#">https://civaka-azad.org/freiheit-ist-nicht-verhandelbar-anerkennung-fur-rojava/#</a></p>
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					<![CDATA[260123Rojava_01-4]]>
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													<media:copyright>Cênî</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Demonstration &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/pressemitteilung-besuch-von-jolani-in-berlin-stoppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 21:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[HTS]]></category>
		<category><![CDATA[Jolani]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[rojava]]></category>
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					<description><![CDATA[Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 &#124; 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: Es rufen auf folgende Einzelpersonen: Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen! In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen. Wer ist Ahmad al-Sharaa?Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft. Die Lage in Syrien und RojavaDie jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt. Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. Wir fordern: Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin &#124; E-Mail: info@ceni-frauen.org &#124; https://ceni-frauen.org]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong>Demonstration „Ahmad al-Scharaa &#8211; von Merz eingeladen, von uns angeklagt“ am 19.1.26 | 16:00 Uhr am WILHELMSGARTEN an der U-Bahn Station: Bundestag</strong></p>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Organisationen und folgend Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Alan Kurdi &#8211; Initiative von Geflüchteten aus Kurdistan @alankurdipenaber.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Association of Syrian Alawites in Europe</li>



<li class="has-medium-font-size">Bewegung der Kurdischen Jugend Europa (TCS-Europa)</li>



<li class="has-medium-font-size">Borderless Collective @borderless.collective</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der alevitischen Studierenden Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Bund der Kommunst:innen @kommunist_innen</li>



<li class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdischen Frauenbüro für Frieden e.V. @ceni_e.v</li>



<li class="has-medium-font-size">Civaka Azad @civaka.official</li>



<li class="has-medium-font-size">Ciwanen Berlin &#8211; Kurdische Jugend Berlin @ci.wan.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Dachverband der Êzîdischen Frauenräte e. V. &#8211; SMJÊ</li>



<li class="has-medium-font-size">DAKB (Demokratik Alevi Kadinlar Birligi)</li>



<li class="has-medium-font-size">Dest Dan &#8211; Kurdischer Frauenrat e. V. @destdan_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">DEM Deutschland @demdeutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">SJ &#8211; Die Falken Berlin @falken_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Die Plattform @dieplattform_</li>



<li class="has-medium-font-size">FEDA &#8211; Föderation der demokratischen Aleviten e.V.) @berlin_feda</li>



<li class="has-medium-font-size">Feministische Organisierung Gemeinsam Kämpfen &#8211; für Selbstbestimmung und demokratische Autonomie @gemeinsam_kaempfen</li>



<li class="has-medium-font-size">Eziden in der Diaspora (KED)</li>



<li class="has-medium-font-size">Êzidischer Frauenrat Berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Familien für den Frieden</li>



<li class="has-medium-font-size">Frauenrat Rojbîn Hamburg</li>



<li class="has-medium-font-size">Flüchtlingsrat Berlin @fluechtlingsrat_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Gemeinschaft der kurdischen Hochschulgruppen @kurdischestudierende</li>



<li class="has-medium-font-size">Hamburg für Rojava @hamburgfuerrojava</li>



<li class="has-medium-font-size">Hawar Help @hawar.help</li>



<li class="has-medium-font-size">Initiative Frieden und Hoffnung e.V. @initiative.frieden.hoffnung</li>



<li class="has-medium-font-size">Interventionistische Linke @interventionistischelinke</li>



<li class="has-medium-font-size">ISKS // Ihr Seid Keine Sicherheit @ihrseidkeinesicherheit</li>



<li class="has-medium-font-size">Jinên Ciwan Berlin @jinen_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">Junge Frauen Kommunen @jungefrauenkommunen</li>



<li class="has-medium-font-size">Kali Feminists @kali_feminists</li>



<li class="has-medium-font-size">Kampagne Women Defend Rojava @womendefendrojava_brd</li>



<li class="has-medium-font-size">KON-MED &#8211; Konföderation der Gemeinschaft Kurdistans in Deutschland e. V. @kon.med</li>



<li class="has-medium-font-size">Konfederasyona Kurdên Ewrûpa</li>



<li class="has-medium-font-size">Kongra Star &#8211; Women´s Movement Rojava @star_kongra</li>



<li class="has-medium-font-size">Links Jugend @linksjugend_solid</li>



<li class="has-medium-font-size">MAF-DAD &#8211; Verein für Demokratie und internationales Recht e. V.</li>



<li class="has-medium-font-size">Mannheimer Konferenz</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Berlin @mera25.berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">MERA25 Deutschland @mera25.de</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-Berlin @nav_berlin</li>



<li class="has-medium-font-size">NAV-YEK &#8211; Zentralverband der Êzîdischen Vereine e.V. @navyek_eziden</li>



<li class="has-medium-font-size">O-platz United @oplatzunited</li>



<li class="has-medium-font-size">Partei der Demokratischen Union (PYD) &#8211; Deutschland</li>



<li class="has-medium-font-size">Peace Party &#8211; Syrian</li>



<li class="has-medium-font-size">Rozalia &#8211; Demokratische Junge Frauen</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg-Dêrik @staepa_derik</li>



<li class="has-medium-font-size">Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e.V. @frankfurtkobane</li>



<li class="has-medium-font-size">Solardarity For Rojava @solardarity_rojava</li>



<li class="has-medium-font-size">European Ecology Moevement for Kurdistan @tev_eko</li>



<li class="has-medium-font-size">Yekîtiya Jinên Elewî Yên Demokratîk</li>



<li class="has-medium-font-size">YUNA &#8211; Demokratische Jugend @demokratischejugend @demokratischejugend.b</li>



<li class="has-medium-font-size">Zentraler Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland @zmr.kurdinnen</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Es rufen auf folgende Einzelpersonen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Asha Hedayati</li>



<li class="has-medium-font-size">Aslı Filiz</li>



<li class="has-medium-font-size">Burak Yilmaz</li>



<li class="has-medium-font-size">Cansu Özdemir, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Cemile Dinçer</li>



<li class="has-medium-font-size">Civan Akbulut</li>



<li class="has-medium-font-size">Dahabflex</li>



<li class="has-medium-font-size">Daniela Sepehri</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Dilar Dirik&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Ferat Koçak, MdB, Die Linke</li>



<li class="has-medium-font-size">Gökay Akbulut, MdB, Die Linke&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Omar Alkadamani, SPD</li>



<li class="has-medium-font-size">Kassem Taher Saleh, Die Grüne</li>



<li class="has-medium-font-size">Dr. Kerem Schamberger</li>



<li class="has-medium-font-size">Nazanin Noori&nbsp;</li>



<li class="has-medium-font-size">Serpil Temiz Unvar</li>



<li class="has-medium-font-size">Şeyda Kurt</li>



<li class="has-medium-font-size">Simin Jawabreh</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Pressemitteilung &#8211; Besuch von Jolani in Berlin stoppen!</strong><br><br>In der kommenden Woche wird Ahmad al-Sharaa (Jolani) nach Einladung von Friedrich Merz nach Berlin kommen. Dieser geplante Besuch ist eine bewusste politische Entscheidung: während Deutschland an der Abschiebung von Geflüchteten interessiert ist,wird Jolani als politischer Akteur normalisiert und gar aufgewertet. Und wer ihn aufwertet, sendet ein gefährliches Signal: dass Gewalt, religiöser Extremismus und systematische Menschenrechtsverletzungen verhandelbar sind, wenn sie außenpolitisch opportun erscheinen.<br><br><strong>Wer ist Ahmad al-Sharaa?</strong><br>Ahmad al-Sharaa selbsternannter Übergangspräsident Syriens und ein früheres Mitglied von al-Qaida und der al-Nusra Front. Bis kürzlich war er Anführer der islamistischen Miliz HTS/SNA &#8211; einem Ableger der al-Qaida und türkischer Proxymiliz. Seine Macht basiert auf religiöser Ideologie, bewaffneter Kontrolle, Einschüchterung und systematischer Unterdrückung. Er verkörpert keine demokratische Alternative zum Assad-Regime, sondern ein weiteres autoritäres Projekt, das auf Angst, Zwang und Gewalt beruht. Er steht also nicht für einen politischen Wandel in Syrien, sondern für die Fortsetzung autoritärer Herrschaft.<br><br><strong>Die Lage in Syrien und Rojava</strong><br>Die jüngsten Angriffe auf kurdische Nachbarschaften in Aleppo, Vertreibungen, Misshandlungen und gezielte Tötungen von Zivilist:innen zeigen deutlich, welches Signal seine politische Aufwertung sendet: Straffreiheit für Täter, Entwertung der Opfer und Normalisierung extremistischer Gewalt. Besonders deutlich wird sein autoritärer Charakter in der systematischen Gewalt gegen Frauen. Feminizide, Entrechtung, sexualisierte Gewalt, öffentliche Bestrafungen und außergerichtliche Hinrichtungen gehören zum Herrschaftsalltag unter Jolanis Einfluss. Die Ermordung der kurdischen Politikerin Hevrin Xelef und jüngst der Kämpferin Deniz Ciya, stehen exemplarisch für diese Praxis. Während im Iran und Rojhilat Frauen und Männer gegen eine schiitisch-islamistische Diktatur protestieren, wird in Syrien, mit Unterstützung regionaler Mächte, den USA, Israel und weiteren westlichen Akteuren, der Aufbau einer neuen sunnitisch-islamistischen Ordnung vorangetrieben. Besonders die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nord- und Ostsyrien stehen unter massivem Druck: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Aktuell hat das syrische Regime die Selbstverwaltung als Militärzone und damit legitimes Angriffsziel erklärt.<br><br><strong>Die Rolle Deutschlands: Rückgrat oder Opportunismus?</strong><br>Gerade Deutschland trägt eine besondere Verantwortung. Die kurdische Gesellschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten kriminalisiert und marginalisiert. Hinzu kommt die bedingungslose Unterstützung regionaler Mächte, wie der Türkei und nun auch Syrien, um eigene politische Interessen voranzutreiben. Es ist eine Politik des Einknickens vor extremistischen Akteuren. Dieses politische Handeln macht deutlich, dass Deutschland nicht an Menschenrechten und demokratischen Werten interessiert ist, sondern eigene Interessenpolitik auf Kosten der Menschen in Syrien und Rojava betreibt. Wir stellen uns entschieden gegen die Haltung der deutschen Regierung und fordern, dass Ahmed al-Sharaa und die HTS zur Rechenschaft gezogen werden.<br><br><strong>Dafür laufen wir am 19.01.2026 um 16 Uhr vom Wilhelmsgarten (U-Bahn: Bundestag) zum Brandenburger Tor und stoßen dort zur Kundgebung dazu. </strong><br><br><strong>Wir fordern:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">die Absage des geplanten Treffens,</li>



<li class="has-medium-font-size">Volle Transparenz über außenpolitische Kontakte,</li>



<li class="has-medium-font-size">Eine klare Abkehr von der politischen Aufwertung extremistischer Akteure wie Jolani, und<br>eine konsequente Unterstützung demokratischer Kräfte in Syrien.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size">Cênî &#8211; Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>



<p class="has-medium-font-size">Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin | E-Mail: info@ceni-frauen.org | https://ceni-frauen.org</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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					<![CDATA[Aufruf]]>
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		<title>Kundgebung für Mexmûr: 30 Jahre Flucht: Vertreibung und Widerstand im Camp Mexmûr</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kundgebung-fuer-mexmur-30-jahre-flucht-vertreibung-und-widerstand-im-camp-mexmur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 14:54:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
		<category><![CDATA[mexmur]]></category>
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					<description><![CDATA[Solidarität mit Camp Mexmûr – Gegen Repression und Embargo! 11. Juni 2025 um 11 Uhr  vor der Irakischen Botschaft, Pacelliallee 19–21, 14195 Berlin Camp Mexmûr liegt im Nordirak und ist seit über 30 Jahren Zufluchtsort für rund 12.000 Kurd:innen, die in den 1990er-Jahren vor der Gewalt der türkischen Armee, u.a. in Form von systematischen Dorfzerstörungen, aus ihren Dörfern in Nordkurdistan fliehen mussten. Nach Jahren des Exils gründeten sie das Camp, das heute für weit mehr steht als nur für Schutz: Mexmûr ist ein Ort des Widerstands, der Selbstorganisation und des demokratischen Konföderalismus – mit eigenen Bildungsstrukturen, Frauenräten und basisdemokratischer Selbstverwaltung. Und genau deshalb ist es seit Jahrzehnten Zielscheibe von Angriffen und Repressionen: Die Lage vor Ort spitzt sich weiter zu – es ist unsere Aufgabe, das sichtbar zu machen.Die Menschen in Camp Mexmûr stehen seit Jahrzehnten für Selbstbestimmung und Würde. Ihre Stimmen sollen zum Schweigen gebracht werden – wir bringen sie auf die Straße. Gemeinsam (Name der Strukturen) setzen wir ein Zeichen gegen politische Willkür, gegen das Embargo – für ein Leben in Freiheit und Würde. Rally for Camp Mexmûr: 30 Years of Exile &#8211; Repressions and Displacement! Solidarity with Camp Mexmûr – Against Repression and Embargo!June 11, 2025, at 11:00 AM , in front of the Iraqi Embassy, Pacelliallee 19–21, 14195 Berlin Camp Mexmûr is located in northern Iraq and has served as a refuge for around 12,000 Kurds for over 30 years. These people fled their villages in the 1990s due to violence by the Turkish military, including the systematic destruction of villages. After years in exile, they founded the camp, which today stands for much more than protection: Mexmûr is a place of resistance, self-organization, and democratic confederalism – with its own education systems, women&#8217;s councils, and grassroots democratic self-governance. And precisely because of this, it has been targeted by attacks and repression for decades: The situation on the ground continues to escalate – it is our responsibility to make it visible. The people of Camp Mexmûr have been standing for self-determination and dignity for decades. Their voices are being silenced – we will carry them to the streets. As Cenî – Kurdish Women’s Office for Peace, we take a stand against political repression, against the embargo – for a life in freedom and dignity.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Solidarität mit Camp Mexmûr – Gegen Repression und Embargo!</strong></p>



<p><strong>11. Juni 2025 um 11 Uhr  vor der Irakischen Botschaft, Pacelliallee 19–21, 14195 Berlin</strong></p>



<p>Camp Mexmûr liegt im Nordirak und ist seit über 30 Jahren Zufluchtsort für rund 12.000 Kurd:innen, die in den 1990er-Jahren vor der Gewalt der türkischen Armee, u.a. in Form von systematischen Dorfzerstörungen, aus ihren Dörfern in Nordkurdistan fliehen mussten. Nach Jahren des Exils gründeten sie das Camp, das heute für weit mehr steht als nur für Schutz: Mexmûr ist ein Ort des Widerstands, der Selbstorganisation und des demokratischen Konföderalismus – mit eigenen Bildungsstrukturen, Frauenräten und basisdemokratischer Selbstverwaltung.</p>



<p>Und genau deshalb ist es seit Jahrzehnten Zielscheibe von Angriffen und Repressionen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Militärische Angriffen durch die Türkei, insbesondere mit Drohnen</li>



<li>Schikanen und Repressionen durch die irakische Zentralregierung und die kurdische Regionalregierung</li>



<li>Ein Embargo seitens der irakischen und südkurdischen Behörden, das die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten massiv einschränkt</li>



<li>Willkürlichen Verhaftungen und Bewegungsbeschränkungen</li>



<li>Angriffe durch den IS 2014, dessen omnipräsenz stets zu spüren ist und der Rückzug des UNCHRs seither</li>
</ul>



<p>Die Lage vor Ort spitzt sich weiter zu – es ist unsere Aufgabe, das sichtbar zu machen.<br>Die Menschen in Camp Mexmûr stehen seit Jahrzehnten für Selbstbestimmung und Würde. Ihre Stimmen sollen zum Schweigen gebracht werden – wir bringen sie auf die Straße. Gemeinsam (Name der Strukturen) setzen wir ein Zeichen gegen politische Willkür, gegen das Embargo – für ein Leben in Freiheit und Würde.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Rally for Camp Mexmûr: 30 Years of Exile &#8211; Repressions and Displacement!</h2>



<p><strong>Solidarity with Camp Mexmûr – Against Repression and Embargo!<br>June 11, 2025, at 11:00 AM , in front of the Iraqi Embassy, Pacelliallee 19–21, 14195 Berlin</strong></p>



<p>Camp Mexmûr is located in northern Iraq and has served as a refuge for around 12,000 Kurds for over 30 years. These people fled their villages in the 1990s due to violence by the Turkish military, including the systematic destruction of villages. After years in exile, they founded the camp, which today stands for much more than protection: Mexmûr is a place of resistance, self-organization, and democratic confederalism – with its own education systems, women&#8217;s councils, and grassroots democratic self-governance.<br><br>And precisely because of this, it has been targeted by attacks and repression for decades:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Military attacks by Turkey, particularly drone strikes</li>



<li>Harassment and repression by the Iraqi central government and the Kurdish regional government</li>



<li>An embargo by Iraqi and South Kurdish authorities that severely restricts access to food and medicine</li>



<li>Arbitrary arrests and restrictions on freedom of movement</li>



<li>IS attacks in 2014 and a continued presence since then; resulting in the withdrawal of the UNHCR and other aid organizations</li>
</ul>



<p>The situation on the ground continues to escalate – it is our responsibility to make it visible. The people of Camp Mexmûr have been standing for self-determination and dignity for decades. Their voices are being silenced – we will carry them to the streets.<br> As Cenî – Kurdish Women’s Office for Peace, we take a stand against political repression, against the embargo – for a life in freedom and dignity.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
					<media:content
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				<media:title type="plain">
					<![CDATA[Kundgebung für Mexmûr]]>
				</media:title>
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				</item>
		<item>
		<title>Aufruf: Mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/aufruf-mit-entschlossenheit-fuer-frieden-demokratie-und-aufarbeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2025 08:57:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung der PKK]]></category>
		<category><![CDATA[DEM]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Imrali]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Öcalan]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen. In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden. Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten. Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht. Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige. Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde. Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System. Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen. Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt. Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme. Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî! Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
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<p>Anfang Mai hat die PKK, dem Aufruf ihres inhaftierten Gründers und Vorsitzenden Abdullah Öcalan folgend, ihre Auflösung bekannt gegeben. Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen Vertreter*innen der DEM-Partei und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali übermittelte Abdullah Öcalan Ende Februar eine historische Botschaft, der sich an die PKK, aber auch an die Zivilgesellschaft richtete. Er plädiert darin für eine neue Phase des Friedens und der Demokratisierung. Ein Schritt in diese Richtung müsse die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der PKK sein. Als „umfangreichste bewaffnete Bewegung in der Geschichte der Republik“ habe die PKK ihre Lebensdauer erreicht; ihre Gründung sei in erster Linie eine Antwort auf die Tatsache gewesen, dass die Kanäle demokratischer Politik verschlossen waren. Nun sei die Zeit gekommen, die kurdische Frage auf politischem Wege zu lösen.</p>



<p>In einer Zeit, in der sich der Krieg und die Unterdrückung zugespitzt und die Situation ausweglos erschien, wagte Abdullah Öcalan einen historischen Schritt, der den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will, und rief zu einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft und Politik und der Annäherung an die kurdische Frage auf. Heute, angesichts globaler Krisen und wachsender Ungerechtigkeit, ist es dringender denn je, seinen Aufruf zu verstehen, seine Ideen zu diskutieren – und aktiv zu werden.</p>



<p>Die PKK hat vom 5.-7. Mai ihren Kongress abgehalten und ihre Auflösung verkündet. Doch die Auflösung der PKK impliziert nicht, dass die Notwendigkeit für weiteren Widerstand aufgehoben ist. Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht zu Ende, sondern wird an die demokratische Gesellschaft übergeben. Damit kommt uns als Zivilgesellschaft, und insbesondere als Frauen, Jugendliche und Menschen, die sich für Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit einsetzen, eine bedeutende Rolle zu. Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen und den weiteren Verlauf wie Außenstehende zu betrachten. Mit unserer Entschlossenheit, hinter unseren Prinzipien zu stehen und für diese zu kämpfen, können und müssen wir den weiteren Prozess mitgestalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Für einen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht.</p>
</blockquote>



<p>Insbesondere im Anbetracht der immer noch feindlichen Haltung des türkischen Staates – was sich in den anhaltenden Angriffen gegen die Guerilla und in Nordsyrien/Rojava zeigt – müssen wir auf unserem Kampf beharren und politischen Druck ausüben. Die türkische Regierung weigert sich bisher, ernsthafte Schritte für einen konstruktiven politischen Prozess zu gehen. Sie zeigt keine Bereitschaft für eine Aufarbeitung des jahrzehntelangen Konflikts und der staatlichen Verbrechen in Kurdistan. Für einen wirklichen demokratischen Wandel reichen einseitige Bemühungen nicht, die türkische Regierung muss Möglichkeiten der Aufarbeitung, der Verhandlungen und der politischen Organisierung zulassen und bereitstellen. Doch mit den Angriffen und den Repressionen gegen Oppositionelle demonstriert die Türkei das Gegenteilige.</p>



<p>Umso mehr ist unsere Entschlossenheit gefragt. Umso mehr ist unser Widerstand notwendig. Umso mehr müssen wir unsere Prinzipien in die Gesellschaft tragen und für die Selbstbestimmung der Völker, für ein Ende staatlicher und patriarchaler Gewalt, für ein Ende von Ausbeutung und Krieg und für eine radikale demokratische Transformation der Gesellschaft kämpfen. Wir müssen Druck ausüben – nicht nur auf den türkischen Staat, der den Prozess blockiert, sondern auch auf den deutschen Staat, der weiterhin kurdische Aktivist*innen mit dem Vorwurf der PKK-Mitgliedschaft kriminalisiert, wie jüngst den ehemaligen Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KCDK-E, der in Bremen festgenommen wurde.</p>



<p>Es reicht nicht, dass Regierungen und Parteien den Aufruf Öcalans oder die Auflösung der PKK begrüßen. Es müssen Taten folgen, es muss ein neuer Umgang mit der kurdischen Frage und mit der PKK gefunden werden, damit ein politischer Prozess ermöglicht wird.</p>



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<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das patriarchale und kapitalistische System.</p>
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<p>Doch noch wichtiger als Druck auf Regierungen und Staaten ist unser Kampf innerhalb der Gesellschaft. Nun sind all unsere Bemühungen gefragt, um über den Prozess zu informieren und aufzuklären, unsere Forderungen transparent zu machen und uns zu organisieren und zu vernetzen. In einer Welt, in der Staaten, Kapitalismus, Kriege und Besatzung unvorstellbares Leid verursachen, müssen wir noch größere Anstrengungen unternehmen, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen.</p>



<p>Zentral in der kommenden Phase ist die Vertiefung unseres Kampfes gegen das kapitalistische und patriarchale System. Abdullah Öcalan macht in seinen Erklärungen und auch in seinen veröffentlichten Schriften deutlich, dass sich echter Frieden am Grad der Befreiung der Frau misst. Er sieht in der patriarchalen Unterdrückung nicht nur eine Form sozialer Ungleichheit, sondern die Wurzel von Krieg, Ausbeutung und Gewalt insgesamt.<br><br>Öcalan erkennt in der Frau nicht nur ein Opfer jahrtausendelanger Unterdrückung, sondern die stärkste Trägerin des Widerstands für eine neue, freie Gesellschaft. Der Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ist eng verbunden mit emanzipatorischen feministischen Kämpfen. Er ruft dazu auf, die “revolutionäre Haltung der Frau” nicht nur als politischen Kampf zu sehen, sondern als tiefgreifende Transformation von Denken, Leben und Zusammenleben – als den Anfang vom Ende aller Herrschaftssysteme.</p>



<p>Lasst uns Verantwortung übernehmen und kämpfen – mit Entschlossenheit für Frieden, Demokratie und Aufarbeitung! Jin Jiyan Azadî!</p>



<p><strong>Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</strong></p>
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			</item>
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		<title>Kein Frieden ohne ein Ende der Repressionen!</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kein-frieden-ohne-ein-ende-der-repressionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 11:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[PKK-Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Gefangene]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 18. März ist Tag der politischen Gefangenen. Heute denken wir an Aktivist*innen, Mitstreiter*innen, Genoss*innen, Freund*innen und insbesondere an Frauen, die weltweit aufgrund ihres Kampfes gegen Kapitalismus, Patriarchat, staatliche Gewalt und Krieg in Haft sitzen. Das Gefängnissystem, Repressionen und Kriminalisierung sind Werkzeuge des Staates, um revolutionäre Kämpfe und den Willen derer, die für eine bessere Welt kämpfen, zu brechen. Durch die Kriminalisierung von Befreiungskämpfen auf der ganzen Welt sollen Aktivist*innen eingeschüchtert und isoliert werden. Gefangenschaft, insbesondere in Verbindung mit der Verwehrung grundlegender Rechte oder Folter, ist in Kurdistan und in der gesamten Welt immer ein Mittel gewesen, um Angst und Unsicherheit zu schüren, Menschen von ihren Kämpfen abzubringen und sie von ihren Genoss*innen zu trennen. Doch wir sehen gleichzeitig, dass vor allem Frauen sich nicht so leicht von ihrem Kampf abbringen lassen und ihren Widerstand trotz allem fortsetzen. Wir senden an dieser Stelle unsere revolutionären Grüße an alle Antifas, Feminist*innen, Freiheitskämpfer*innen in den Gefängnissen in Deutschland, in Kurdistan, in Europa und weltweit. Wir erinnern besonders an Pakhshan Azizi und Varisheh Moradi, zwei kurdische Aktivistinnen, denen im Iran aktuell die Hinrichtung droht. Derzeit ist die Hoffnung auf einen möglichen Lösungs- und Demokratisierungsprozess in Kurdistan gestiegen – nach jahrelanger Totalisolation gab es zum ersten Mal ein Lebenszeichen von Abdullah Öcalan, dem Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der seit 1999 in türkischer Haft sitzt. Sein Aufruf, der Ende Februar veröffentlicht wurde, war nicht nur ein Aufruf an die PKK, den bewaffneten Kampf zu beenden. Er appellierte auch an alle Teile der Gesellschaft, ihre Bemühungen für Frieden und Befreiung zu verstärken. In seinem Brief anlässlich des feministischen Kampftages 8. März betonte er zudem deutlich, dass der Weg dahin nur über die Befreiung von Frauen führt. Es ist bekannt, dass Frauen und queere Menschen weltweit an vorderster Front für Gerechtigkeit, Frieden und Selbstbestimmung kämpfen – und genau das macht sie besonders zur Zielscheibe von Repressionen. Der Staat kriminalisiert feministische und antifaschistische Kämpfe, Kämpfe für Frieden, Arbeitskämpfe und Proteste gegen Besatzung und Krieg. Das zeigt sich immer wieder an den Gerichtsurteilen, an der brutalen Polizeigewalt gegen linke Aktivist*innen, an den sich immer weiter entwickelnden Technologien, die vom Staat zur Überwachung und Einschüchterung genutzt werden. Die Türkei setzt seine Angriffe und Repressionen trotz der jüngsten Entwicklungen ungehindert fort, durch Drohnenattacken, Bombardements, Angriffe auf Zivilist*innen und Festnahmen von Aktivist*innen. Und obwohl der Aufruf Öcalans international, auch von Deutschland, positiv aufgenommen wurde, gehen auch hier die Prozesse gegen Aktivist*innen auf Grundlage des Paragrafen 129b weiter. Wenn Deutschland und die EU einen Friedensprozess wirklich unterstützen wollen, wäre die Entkriminalisierung der PKK, die ihrerseits immer wieder Versuche für einen Friedensprozess unternommen hat, ein wichtiger Schritt. Oder die Urteile über die kurdischen politischen Gefangenen, die mittlerweile in europaweiter Zusammenarbeit ausgeliefert, inhaftiert und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden, zu überdenken. Die Vergangenheit hat leider immer wieder gezeigt, dass Deutschland die Narrative wie auch ihre Politik gegenüber Kurd*innen von ihrer Nato-Partnerin Türkei übernimmt. Auch Appelle nach einer Freilassung oder zumindest Verbesserung der Haftbedingungen Öcalans bleiben derzeit aus – obwohl klar ist, dass er eine Schlüsselfigur für einen etwaigen Friedens- und Demokratisierungsprozesses ist und zudem für viele Kurd*innen ein Vertreter ihrer Sache. Mit der jahrzehntelangen Isolation Öcalans wurde nicht nur versucht, seinen Widerstand zu brechen, sondern auch die kurdische Bewegung allgemein in Verunsicherung und Orientierungslosigkeit zu treiben, was dem Staat nicht gelungen ist. Jetzt, wo die PKK einen Waffenstillstand verkündet hat, muss die Türkei handeln. Wir müssen unseren Druck erhöhen, damit politische Gefangene endlich freigelassen werden und die Bedingungen geschaffen werden, um Abdullah Öcalan die Leitung eines Prozesses zu ermöglichen. Ohne ein Ende der Repressionen kann es keinen Demokratisierungs- und Friedensprozess geben. Wir müssen unseren Kampf als Feminist*innen und progressive Bewegungen in diesen Tagen besonders auf Kriminalisierung richten. Wir, die sich gegen Kriege, staatliche Gewalt, Ausbeutung, Besatzung und Klimakrise einsetzen, sind alle potentiell davon betroffen. Wir senden noch einmal unsere wärmsten Grüße an alle Betroffenen. Jin, Jiyan, Azadî! Berxwedan jiyan e! Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden]]></description>
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<p>Der 18. März ist Tag der politischen Gefangenen. Heute denken wir an Aktivist*innen, Mitstreiter*innen, Genoss*innen, Freund*innen und insbesondere an Frauen, die weltweit aufgrund ihres Kampfes gegen Kapitalismus, Patriarchat, staatliche Gewalt und Krieg in Haft sitzen.</p>



<p>Das Gefängnissystem, Repressionen und Kriminalisierung sind Werkzeuge des Staates, um revolutionäre Kämpfe und den Willen derer, die für eine bessere Welt kämpfen, zu brechen. Durch die Kriminalisierung von Befreiungskämpfen auf der ganzen Welt sollen Aktivist*innen eingeschüchtert und isoliert werden. Gefangenschaft, insbesondere in Verbindung mit der Verwehrung grundlegender Rechte oder Folter, ist in Kurdistan und in der gesamten Welt immer ein Mittel gewesen, um Angst und Unsicherheit zu schüren, Menschen von ihren Kämpfen abzubringen und sie von ihren Genoss*innen zu trennen. Doch wir sehen gleichzeitig, dass vor allem Frauen sich nicht so leicht von ihrem Kampf abbringen lassen und ihren Widerstand trotz allem fortsetzen. Wir senden an dieser Stelle unsere revolutionären Grüße an alle Antifas, Feminist*innen, Freiheitskämpfer*innen in den Gefängnissen in Deutschland, in Kurdistan, in Europa und weltweit. Wir erinnern besonders an Pakhshan Azizi und Varisheh Moradi, zwei kurdische Aktivistinnen, denen im Iran aktuell die Hinrichtung droht.</p>



<p>Derzeit ist die Hoffnung auf einen möglichen Lösungs- und Demokratisierungsprozess in Kurdistan gestiegen – nach jahrelanger Totalisolation gab es zum ersten Mal ein Lebenszeichen von Abdullah Öcalan, dem Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der seit 1999 in türkischer Haft sitzt. Sein Aufruf, der Ende Februar veröffentlicht wurde, war nicht nur ein Aufruf an die PKK, den bewaffneten Kampf zu beenden. Er appellierte auch an alle Teile der Gesellschaft, ihre Bemühungen für Frieden und Befreiung zu verstärken. In seinem Brief anlässlich des feministischen Kampftages 8. März betonte er zudem deutlich, dass der Weg dahin nur über die Befreiung von Frauen führt. Es ist bekannt, dass Frauen und queere Menschen weltweit an vorderster Front für Gerechtigkeit, Frieden und Selbstbestimmung kämpfen – und genau das macht sie besonders zur Zielscheibe von Repressionen. Der Staat kriminalisiert feministische und antifaschistische Kämpfe, Kämpfe für Frieden, Arbeitskämpfe und Proteste gegen Besatzung und Krieg. Das zeigt sich immer wieder an den Gerichtsurteilen, an der brutalen Polizeigewalt gegen linke Aktivist*innen, an den sich immer weiter entwickelnden Technologien, die vom Staat zur Überwachung und Einschüchterung genutzt werden.</p>



<p>Die Türkei setzt seine Angriffe und Repressionen trotz der jüngsten Entwicklungen ungehindert fort, durch Drohnenattacken, Bombardements, Angriffe auf Zivilist*innen und Festnahmen von Aktivist*innen. Und obwohl der Aufruf Öcalans international, auch von Deutschland, positiv aufgenommen wurde, gehen auch hier die Prozesse gegen Aktivist*innen auf Grundlage des Paragrafen 129b weiter. Wenn Deutschland und die EU einen Friedensprozess wirklich unterstützen wollen, wäre die Entkriminalisierung der PKK, die ihrerseits immer wieder Versuche für einen Friedensprozess unternommen hat, ein wichtiger Schritt. Oder die Urteile über die kurdischen politischen Gefangenen, die mittlerweile in europaweiter Zusammenarbeit ausgeliefert, inhaftiert und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden, zu überdenken. Die Vergangenheit hat leider immer wieder gezeigt, dass Deutschland die Narrative wie auch ihre Politik gegenüber Kurd*innen von ihrer Nato-Partnerin Türkei übernimmt.</p>



<p>Auch Appelle nach einer Freilassung oder zumindest Verbesserung der Haftbedingungen Öcalans bleiben derzeit aus – obwohl klar ist, dass er eine Schlüsselfigur für einen etwaigen Friedens- und Demokratisierungsprozesses ist und zudem für viele Kurd*innen ein Vertreter ihrer Sache. Mit der jahrzehntelangen Isolation Öcalans wurde nicht nur versucht, seinen Widerstand zu brechen, sondern auch die kurdische Bewegung allgemein in Verunsicherung und Orientierungslosigkeit zu treiben, was dem Staat nicht gelungen ist. Jetzt, wo die PKK einen Waffenstillstand verkündet hat, muss die Türkei handeln. Wir müssen unseren Druck erhöhen, damit politische Gefangene endlich freigelassen werden und die Bedingungen geschaffen werden, um Abdullah Öcalan die Leitung eines Prozesses zu ermöglichen.</p>



<p>Ohne ein Ende der Repressionen kann es keinen Demokratisierungs- und Friedensprozess geben. Wir müssen unseren Kampf als Feminist*innen und progressive Bewegungen in diesen Tagen besonders auf Kriminalisierung richten. Wir, die sich gegen Kriege, staatliche Gewalt, Ausbeutung, Besatzung und Klimakrise einsetzen, sind alle potentiell davon betroffen. Wir senden noch einmal unsere wärmsten Grüße an alle Betroffenen.</p>



<p>Jin, Jiyan, Azadî! Berxwedan jiyan e!</p>



<p>Cênî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden</p>
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		<title>Frauen an der Spitze des Widerstands – Kein Frieden mit Patriarchat und Kapitalismus! &#8211; Statement zum 8. März</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/frauen-an-der-spitze-des-widerstands-kein-frieden-mit-patriarchat-und-kapitalismus-statement-zum-8-maerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 22:46:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[8März]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&#160; Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter. Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt. Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung. Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält. Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&#160; In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird. Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung. Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&#160; Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&#160; Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt. Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution! Jin Jiyan Azadi! 08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der 8. März ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Er ist der Tag, an dem wir als Frauen und unterdrückte Geschlechter unsere Stimmen erheben – für unsere Freiheit, für eine Welt, in der keine von uns mehr in Angst leben muss. Unsere Kämpfe sind keine isolierten Kämpfe, sie sind Teil eines weltweiten Widerstands gegen die Herrschaft der Staaten, der Kapitalinteressen und des Militarismus, die unsere Körper und unser Leben kontrollieren wollen.&nbsp;</p>



<p>Der Kampf der Frauen für Freiheit ist kein symbolischer, sondern ein realer Kampf, der Leben kostet. Wir gedenken all jener, die für diesen Kampf ihr Leben gaben – den Frauen in Rojava, die mit der Waffe in der Hand gegen ISIS kämpften, den Frauen im Iran, die für ihre Freiheit hingerichtet wurden, den Aktivistinnen, die in Abya Yala ermordet wurden, weil sie sich nicht unterordneten, den Frauen, die in den Bergen Kurdistans unerschütterlich gegen den blanken Faschismus des türkischen Staates kämpften und kämpfen. Ihre Namen mögen die Herrschenden aus den Geschichtsbüchern verbannen wollen, aber wir tragen sie weiter: Sehid Sara, Sehid Rojbin, Sehid Rohani, Sehid Hevrin Khalaf, Sehid Arin Mirkan und unzählige andere, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihr Widerstand lebt in uns weiter.</p>



<p>Abdullah Öcalan hat immer betont, dass Frauen an der Spitze des Widerstands stehen müssen, weil ohne die Befreiung der Frauen keine Gesellschaft befreit werden kann. Dies zeigt sich besonders in Rojava, wo Frauen nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern ein Modell einer neuen, gerechten Gesellschaft erschaffen haben. Doch genau deshalb ist die Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien unter Dauerbeschuss. Die türkische Besatzung, die gezielte Ermordung von Aktivistinnen, die Zerstörung von Infrastruktur und das systematische Zurückdrängen von Frauen in alte patriarchale Strukturen sind kein Zufall – sie sind eine direkte Antwort auf die Bedrohung, die ein freies und selbstbestimmtes Leben für das herrschende System darstellt.</p>



<p>Seit Jahrzehnten steht die Frauenbewegung an der Spitze des Widerstands gegen Patriarchat, Besatzung und Krieg. Doch genauso steht sie an der Spitze des Kampfes für einen gerechten Frieden. Abdullah Öcalan hat mit seiner Erklärung vom 27. Februar erneut betont: Ohne die Freiheit der Frauen kann es keinen wahren Frieden geben. Sein Friedensaufruf ist kein Appell an die Herrschenden, sondern eine Aufforderung an uns alle, die Strukturen von Unterdrückung und Gewalt zu zerschlagen und eine Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Freiheit möglich sind. Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die aktive Zerschlagung des Faschismus und des kapitalistischen Systems, das auf Spaltung und Unterwerfung beruht. Die Frauenbewegung in Kurdistan hat dies immer vor Augen gehabt – und kämpft deshalb nicht nur gegen das Patriarchat, sondern für eine radikale gesellschaftliche Veränderung.</p>



<p>Das Patriarchat ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Es hält Frauen in unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit gefangen – sei es in der Familie, in sozialen Berufen oder in der reproduktiven Arbeit, die das System am Laufen hält. Ohne diese unsichtbare und unbezahlte Arbeit würde der Kapitalismus zusammenbrechen &#8211; er beruht auf der ständigen Verfügbarkeit von billiger oder kostenloser Arbeitskraft. Zudem sichert das Patriarchat die Kriegswirtschaft und Militarisierung, indem es eine Kultur der Männlichkeit und Hierarchie reproduziert, die Gehorsam, Gewalt und Nationalismus fördert – alles Grundpfeiler einer kapitalistischen Gesellschaft, die sich durch Krieg, Ausbeutung und Zerstörung erhält.</p>



<p>Während Frauen weltweit für ein Ende von Gewalt und Unterdrückung kämpfen, erleben wir eine seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Militarisierung. Deutschland setzt auf Aufrüstung, will ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 400 Mrd. Euro schaffen und liefert Kriegsschiffe an die Türkei – ein Staat, der offen völkerrechtswidrige Kriege führt, Kurd*innen ermordet und vertreibt und die Frauenbewegung bekämpft.&nbsp;</p>



<p>In der NATO-Logik heißt es nun, „kriegstüchtig“ zu sein, während die Türkei seit Jahren dieselbe Rhetorik nutzt, um ihre Besatzungspolitik zu legitimieren. Die Herrschenden wollen uns glaubhaft machen, dass es keine Alternative zum Krieg gibt, doch wir wissen: Der wahre Feind ist nicht irgendein Land, sondern das System aus Kapitalismus, Nationalismus und Patriarchat, das sich nur durch Spaltung und Gewalt erhält. In Kriegszeiten wird die patriarchale Ordnung besonders aggressiv verteidigt – sei es durch die Militarisierung der Gesellschaft, die Einschränkung von Frauenrechten oder die Gewalt gegen all jene, die sich der Kriegslogik widersetzen. Frauen werden systematisch instrumentalisiert: als Mütter der Nation, die „den Krieg unterstützen“ sollen, als unsichtbare Arbeiterinnen in den kriegswichtigen Produktionsstätten oder als Opfer sexualisierter Gewalt, die in jedem Krieg als Waffe eingesetzt wird.</p>



<p>Die Kämpfe der Frauen in Kurdistan, in Palästina, im Iran, in Afghanistan und weltweit zeigen uns, dass Widerstand möglich ist. Doch er braucht Organisierung, er braucht Solidarität, er braucht einen klaren Bruch mit den herrschenden Strukturen. Gewerkschaften, feministische Kollektive und revolutionäre Bewegungen müssen sich vereinen, um dieser Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Nur wenn wir die kapitalistische Kriegsmaschinerie und ihre Profiteure als das benennen, was sie sind, können wir sie ins Wanken bringen. Unser Widerstand muss die wirtschaftlichen und politischen Zentren treffen, die diese Kriege ermöglichen – durch Streiks, durch Sabotage, durch internationale Vernetzung.</p>



<p>Die Frauenrevolution ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Jede von uns, die sich organisiert, die kämpft, die Widerstand leistet, ist Teil dieser Revolution. Deshalb rufen wir dazu auf, den 8. März nicht als bloße Symbolik zu begehen, sondern als Tag der Mobilisierung.&nbsp;</p>



<p>Unser Kampf endet nicht, solange Patriarchat und Kapitalismus existieren.&nbsp;</p>



<p>Unsere Waffe ist unsere Solidarität und unser unermüdlicher Kampf für eine andere Welt.</p>



<p>Hoch die internationale Solidarität! Hoch die Frauenrevolution!</p>



<p>Jin Jiyan Azadi!</p>



<p>08.03.2025, Cênî &#8211; Das Kurdische Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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		<title>Beharren wir auf den Frieden! Erklärung zum Friedens- und Demokratieaufruf von Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/beharren-wir-auf-den-frieden-erklaerung-zum-friedens-und-demokratieaufruf-von-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 10:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[pkk]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten. Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben. Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle. Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht. Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben. „Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft. Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“ In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert. Jin Jiyan Azadî! 05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden haben wir die jüngsten Entwicklungen im Kontext des Friedens- und Demokratieaufrufs von Abdullah Öcalan, des Vorsitzenden und Repräsentanten der kurdischen Bewegung, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Öcalans Aufruf ist nicht nur ein Aufruf an die PKK, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, sobald die Bedingungen für einen Demokratisierungsprozess gegeben sind. Vor allem ist er als Aufruf an alle Teile der Zivilgesellschaft zu verstehen, gemeinsam mit demokratischen Verbündeten und mit einem gestärkten Willen den Weg des Friedens zu beschreiten.</p>



<p>Angesichts dieser Phase, in der der türkische Staat pausenlos Angriffe in Rojava und Südkurdistan durchführt und kurdische Oppositionelle in der Türkei zu Dutzenden verhaftet, hat der Aufruf zur Auflösung und Entwaffnung der PKK für viele Fragezeichen gesorgt. Es ist klar, dass die Türkei in der aktuellen Phase kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner ist, nicht aus edlen Motiven handelt und erst gewisse Schritte unternehmen muss, damit der Beginn eines Prozesses gewährleistet werden kann. Die PKK machte auch schon deutlich, dass eine Entwaffnung von heute auf morgen nicht denkbar ist, solange die repressiven und undemokratischen Zustände und vor allem die Bedingungen der Gefangenschaft Öcalans so bestehen bleiben.</p>



<p>Worauf wir uns jetzt besonders fokussieren müssen und was uns als Aufgabe in dieser Zeit zukommt, ist, auf den Frieden zu beharren und unsere Bemühungen für Frieden und Befreiung fortzusetzen, komme was wolle.</p>



<p>Der staatliche Terror in Kurdistan hat unvorstellbares Leid, Krieg und Unterdrückung hervorgebracht. Der Widerstand, den die kurdische Freiheitsbewegung seit mehr als 46 Jahren leistet, war zum einen der bewaffnete Kampf, für den unzählige Menschen ihr Leben geopfert haben und gefallen sind – wir gedenken den Gefallenen des Befreiungskampfes mit Respekt und Liebe. Auf der anderen Seite war es der Kampf der Gesellschaft, insbesondere der Frauen, die sich jedem Tag dem staatlichen Terror und den Repressionen widersetzen. Mit dem Aufruf von Rêber Abdullah Öcalan wird deutlich, dass der Gesellschaft in dieser kommenden Phase eine große Aufgabe bevorsteht.</p>



<p>Wir müssen in dieser Phase richtig verstehen, was unsere historische Rolle auf dem Weg zu einem Lösungsprozess ist, uns vereinen, um für Frieden zu kämpfen, und uns dabei unsere Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstbestimmung klar vor Augen führen und wahren. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte des Krieges in Kurdistan anschauen. Der Staat hat die Gesellschaft immer wieder durch Femizid, patriarchale Gewalt, Ökozid und psychologische Kriegsführung angegriffen. Als Cênî betonen wir immer wieder, dass Frauen und die Jugend die Hauptleidtragenden des Krieges sind – sie sind besonders betroffen von der Gewalt, von der Zerstörung der Natur, von der allgegenwärtigen Normalisierung von Krieg und Militarismus. Deshalb kann es keine Befreiung und keinen Frieden ohne die Beteiligung von Frauen geben. Ohne den Erfahrungsschatz der feministischen und Frauenbewegungen, ohne eine Haltung gegen Krieg, Militarismus, staatliche und patriarchale Gewalt, und ohne einen aktiven Widerstand gegen die Kriegslogik des kapitalistischen und patriarchalen Systems wird es keinen Frieden geben.</p>



<p>„Respekt für Identitäten, freie Selbstdarstellung und demokratische Selbstorganisation jedes einzelnen Gesellschaftsteils auf der Grundlage ihrer eigenen sozioökonomischen und politischen Strukturen sind nur durch die Existenz einer demokratischen Gesellschaft und eines politischen Raums möglich“, schreibt Rêber Apo. Eine demokratische Transformation benötigt die Mühen aller Teile der Gesellschaft.</p>



<p>Demokratisierung ist in diesem Kontext keineswegs im oberflächlichen, staatlichen Sinne zu verstehen. Das betonte Rêber Apo auch im Gespräch mit der Imrali-Delegation, wie die DEM-Vorsitzende Tülay Hatimoğulları berichtete: „Er betonte, dass der Kampf für Demokratie untrennbar mit der Frauenbewegung verbunden sei. Demokratisierung bedeute revolutionär zu sein. Der erste Schritt dazu sei eine freiheitliche Herangehensweise an die Frauenfrage, sagte Öcalan. Er stellte klar, dass Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie nur durch die Einbindung der Frauen in den gesellschaftlichen Wandel erreicht werden können.“</p>



<p>In diesem Sinne und mit diesem Geist rufen wir alle feministischen Bewegungen dazu auf, am 8. März und zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am 21. März die Straßen mit ihren Appellen für Frieden und Freiheit zu füllen. Uns kommt jetzt eine historische Rolle zu – wenn wir uns vereinen, wenn wir kämpfen, können wir das System der Gewalt und des Krieges erschüttern, und eine bessere Welt schaffen, in der die Gesellschaft über sich selbst bestimmt und sich selbst organisiert.</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>05.03.2025 / Cênî – kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.</p>
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		<title>Aufruf 8. März Demo &#8211; Der unaufhaltsame Widerstand der Frauen* (nur Flinta*)</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/8-maerz-demo-der-unaufhaltsame-widerstand-der-frauen-nur-flinta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 09:21:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[8März]]></category>
		<category><![CDATA[feministischer Kampftag]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Freund*innen, Schwestern, Mütter, Genoss*innen, überall auf der Welt nimmt der Angriff auf uns Frauen zu: In den Gefängnissen von Goma, in den Krankenhäusern von Kolkata, im Sudan, in Palästina, Kurdistan, Chiapas und anderswo. Wir werden misshandelt, versklavt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Jeden Tag und zu jeder Sekunde. Derweil ziehen weltweit immer mehr konservative und rechte Kräfte in die Parlamente, die für Kriegstreiberei, Genozide sowie frauenfeindliche und faschistische Politik verantwortlich sind. Unsere Antwort lautet: Selbstverteidigung. Überall dort, wo wir Frauen und andere Geschlechter unterdrückt werden, leisten wir Widerstand gegen Patriarchat, Kapital, Faschismus und Imperialismus. Widerstand ist Leben und unser Widerstand ist unaufhaltsam! Lasst uns deshalb am 8. März gemeinsam durch die Straßen ziehen und unseren Ärger, unsere Trauer und unsere Wut lauter ertönen denn je! Hoch lebe die Frauenrevolution in Rojava und weltweit! Jin Jiyan Azadî! Datum: 08.03.2025Uhrzeit: 14 UhrOrt: Brandenburger Tor Call for March 8 demo &#8211; The unstoppable resistance of women* (flinta* only) Dear friends, sisters, mothers, comrades, All over the world, the attack on us women is increasing: In the prisons of Goma, in the hospitals of Kolkata, in Sudan, in Palestine, Kurdistan, Chiapas and elsewhere. We are abused, enslaved, raped, burned and killed. Every day and every second. Meanwhile, more and more conservative and right-wing forces responsible for warmongering, genocide, misogynist and fascist policies are entering parliaments around the world. Our answer is self-defense. Wherever we women and other genders are oppressed, we resist patriarchy, capital, fascism and imperialism. Resistance is life and our resistance is unstoppable! So let&#8217;s march together on March 8th and let our anger, grief and rage be heard louder than ever! Long live the women&#8217;s revolution in Rojava and worldwide! Jin, Jiyan, Azadî! Date: 08.03.2025Time: 14 UhrPlace: Brandenburger Tor]]></description>
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<p>Liebe Freund*innen, Schwestern, Mütter, Genoss*innen,</p>



<p>überall auf der Welt nimmt der Angriff auf uns Frauen zu: In den Gefängnissen von Goma, in den Krankenhäusern von Kolkata, im Sudan, in Palästina, Kurdistan, Chiapas und anderswo. Wir werden misshandelt, versklavt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Jeden Tag und zu jeder Sekunde.</p>



<p>Derweil ziehen weltweit immer mehr konservative und rechte Kräfte in die Parlamente, die für Kriegstreiberei, Genozide sowie frauenfeindliche und faschistische Politik verantwortlich sind.</p>



<p>Unsere Antwort lautet: Selbstverteidigung. Überall dort, wo wir Frauen und andere Geschlechter unterdrückt werden, leisten wir Widerstand gegen Patriarchat, Kapital, Faschismus und Imperialismus. Widerstand ist Leben und unser Widerstand ist unaufhaltsam!</p>



<p>Lasst uns deshalb am 8. März gemeinsam durch die Straßen ziehen und unseren Ärger, unsere Trauer und unsere Wut lauter ertönen denn je! Hoch lebe die Frauenrevolution in Rojava und weltweit!</p>



<p>Jin Jiyan Azadî!</p>



<p>Datum: 08.03.2025<br>Uhrzeit: 14 Uhr<br>Ort: Brandenburger Tor</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Call for March 8 demo &#8211; The unstoppable resistance of women* (flinta* only)</h2>



<p>Dear friends, sisters, mothers, comrades,</p>



<p>All over the world, the attack on us women is increasing: In the prisons of Goma, in the hospitals of Kolkata, in Sudan, in Palestine, Kurdistan, Chiapas and elsewhere. We are abused, enslaved, raped, burned and killed. Every day and every second.</p>



<p>Meanwhile, more and more conservative and right-wing forces responsible for warmongering, genocide, misogynist and fascist policies are entering parliaments around the world.</p>



<p>Our answer is self-defense. Wherever we women and other genders are oppressed, we resist patriarchy, capital, fascism and imperialism. Resistance is life and our resistance is unstoppable!</p>



<p>So let&#8217;s march together on March 8th and let our anger, grief and rage be heard louder than ever! Long live the women&#8217;s revolution in Rojava and worldwide!</p>



<p>Jin, Jiyan, Azadî!</p>



<p>Date: 08.03.2025<br>Time: 14 Uhr<br>Place: Brandenburger Tor</p>
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		<item>
		<title>Kurdisches Frauenbüro von Frieden anlässlich des 26. Jahrestags des Internationalen Komplotts gegen Abdullah Öcalan</title>
		<link>https://ceni-frauen.org/erklaerungen/kurdisches-frauenbuero-von-frieden-anlaesslich-des-26-jahrestags-des-internationalen-komplotts-gegen-abdullah-oecalan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cênî]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 22:01:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[15. februar]]></category>
		<category><![CDATA[abdullah öcalan]]></category>
		<category><![CDATA[internationaler komplott]]></category>
		<category><![CDATA[jin jiyan azadi]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan, der Vordenker der kurdischen Freiheitsbewegung und Architekt der Frauenbefreiungsideologie, durch die Kollaboration von NATO-Staaten und Israel in einem internationalen Komplott gefangen genommen. Seitdem sitzt er in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali – 26 Jahre der Isolation, 26 Jahre des Widerstands gegen ein System, das seine Ideen fürchtet. Öcalans Vision einer befreiten Gesellschaft, die das Patriarchat, den Kapitalismus und den Staat überwindet, ist nicht nur eine Bedrohung für die Unterdrücker, sondern eine Hoffnung für die Unterdrückten. Seine Ideen zur Frauenbefreiung haben Abertausende von Frauen inspiriert, sich aus den Fesseln der patriarchalen Tyrannei zu befreien. Sie haben gezeigt, dass der Kampf für die Freiheit der Frauen untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und das Patriarchat verbunden ist. Diese Ideen sind zu einer globalen Perspektive geworden, zu einem Wegweiser für Millionen von Frauen, die gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt aufbegehren. Wir befinden uns in einer dynamischen und entscheidenden Phase, in der der türkische Staat, zunehmend in die Ecke gedrängt, mit den Konsequenzen seiner eigenen Politik konfrontiert wird. Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den vorsichtigen Gesprächen zwischen Abdullah Öcalan und dem türkischen Staat verdeutlichen die tiefe Krise, in der sich das System befindet. Öcalan, der seit über zwei Jahrzehnten in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali festgehalten wird, bleibt eine zentrale Figur nicht nur für die kurdische Freiheitsbewegung, sondern auch für die Suche nach einer politischen Lösung der kurdischen Frage. Doch seine Ideen gehen weit darüber hinaus – sie sind ein Aufruf zur Befreiung der gesamten Gesellschaft aus den Fesseln des Kapitalismus, des Patriarchats und des Nationalstaats. In einer Welt, die von Kriegen, Genoziden und der Krise des Kapitalismus zerrissen wird, ist Öcalans Vision einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft mehr denn je eine Notwendigkeit. Der Dritte Weltkrieg tobt, die Kriegsmaschinerie läuft auf Hochtouren, und die Herrschenden versuchen mit aller Gewalt, ihre Macht zu erhalten. Doch die Ideen der Freiheit, die Öcalan verkörpert, lassen sich nicht einsperren, nicht isolieren, nicht zum Schweigen bringen. In der aktuellen Phase des Dritten Weltkriegs, getrieben von der gnadenlosen Gier nach Kapitalakkumulation, dem Erstarken faschistischer Mächte weltweit, stecken alle Staaten in einer tiefen Krise. Die Menschen, ob in Kriegsgebieten oder in den vermeintlich „friedlichen“ Regionen der Welt, erheben ihre Stimmen immer lauter gegen ein System, das sie in Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit stürzt. Doch statt auf die berechtigten Forderungen der Menschen zu hören, reagieren die Staaten mit verstärkter Repression, mit Angst und Brutalität. Die Herrschenden haben Angst – Angst vor der Macht der Massen, Angst vor der Idee der Freiheit, die sich nicht mehr unterdrücken lässt. Sie versuchen, den Widerstand mit Polizeigewalt, Überwachung, Zensur und militarisierter Kontrolle zu ersticken. Doch je brutaler die Repression wird, desto klarer wird: Das System hat keine Antworten mehr. Es kann nur noch zerstören, unterdrücken, töten. In jeder Ecke der Welt wächst der Widerstand – gegen Krieg, gegen Kapitalismus, gegen Patriarchat und staatliche Gewalt. Die Krise des Systems ist auch eine Chance: die Chance, eine neue Welt aufzubauen, eine Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, eine Welt, die auf Solidarität, Gleichheit und Freiheit basiert. Die revolutionäre Kraft der kurdischen Frauenbewegung, die unter dem Leitbild von Öcalans Frauenbefreiungsideologie steht, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie der Kampf für Freiheit geführt werden kann. &#160;Der Kampf für eine befreite Gesellschaft ist nicht nur ein Kampf gegen ein System, sondern ein Kampf für das Leben selbst. Die Freilassung Abdullah Öcalans ist nicht nur eine Forderung der kurdischen Bewegung, sondern ein Schritt zur Befreiung aller unterdrückten Völker und Geschlechter. Solange Öcalan in Isolationshaft gehalten wird, solange seine Ideen bekämpft werden, wird der Widerstand weitergehen – denn die Freiheit ist unteilbar, und der Kampf für sie ist unbesiegbar. Die revolutionäre Frauenbewegung Kurdistans führt uns voran, mit Mut, Entschlossenheit und der unerschütterlichen Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Welt der Freiheit, der Gleichheit und der Würde – und diese Welt wird erkämpft werden. Jin, Jiyan, Azadî! Kurdish Women&#8217;s Office for Peace on the 26th year of the International Plot against Abdullah Öcalan On February 15, 1999, Abdullah Öcalan, the leading thinker of the Kurdish freedom movement and architectural force behind the ideology of women&#8217;s liberation, was captured in an international conspiracy through the collaboration of NATO states and Israel. Since then, he has been in solitary confinement on the prison island of Imrali &#8211; 26 years of isolation, 26 years of resistance against a system that fears his ideas. Öcalan&#8217;s vision of a liberated society that overcomes patriarchy, capitalism and the state is not only a threat to the oppressors, but a hope for the oppressed. His ideas on women&#8217;s liberation have inspired thousands and thousands of women to free themselves from the shackles of patriarchal tyranny. They have shown that the fight for women&#8217;s freedom is inextricably linked to the fight against capitalism and patriarchy. These ideas have become a global perspective, a signpost for millions of women rebelling against oppression, exploitation and violence. We are in a dynamic and pivotal phase in which the Turkish state, increasingly backed into a corner, is confronted with the consequences of its own policies. The current developments surrounding the meetings between Abdullah Öcalan and the Turkish state illustrate the deep crisis in which the system finds itself. Öcalan, who has been held incommunicado on the prison island of Imrali for over two decades, remains a central figure not only for the Kurdish freedom movement, but also for the search for a political solution to the Kurdish question. But his ideas go far beyond this &#8211; they are a call for the liberation of society as a whole from the shackles of capitalism, patriarchy and the nation state. In a world torn apart by wars, genocides and the crisis of capitalism, Öcalan&#8217;s vision of a democratic, ecological and gender-liberated society is more than ever a necessity. The Third World War is raging, the war machine is running at full speed and the rulers are trying with all their might to maintain their power. But the ideas of freedom that Öcalan embodies cannot be imprisoned, isolated or silenced. In the current phase of the Third World War, driven by the merciless greed for capital accumulation and the strengthening of fascist powers worldwide, all states are in a deep crisis. People, whether in war zones or in the supposedly “peaceful” regions of the world, are raising their voices ever louder against a system that is plunging them into poverty, violence and hopelessness. But instead of listening to the legitimate demands of the people, states are reacting with increased repression, fear and brutality. Those in power are afraid &#8211; afraid of the power of the masses, afraid of the idea of freedom, which can no longer be suppressed. They are trying to stifle resistance with police violence, surveillance, censorship and militarized control. But the more brutal the repression becomes, the clearer it becomes: The system has no more answers. It can only destroy, suppress and kill. Resistance is growing in every corner of the world &#8211; against war, against capitalism, against patriarchy and state violence. The crisis of the system is also an opportunity: the opportunity to build a new world, a world beyond exploitation and oppression, a world based on solidarity, equality and freedom. The revolutionary force of the Kurdish women&#8217;s movement, which is guided by Öcalan&#8217;s ideology of women&#8217;s liberation, is a living example of how the struggle for freedom can be waged. The struggle for a liberated society is not just a struggle against a system, but a struggle for life itself. The release of Abdullah Öcalan is not only a demand of the Kurdish movement, but a step towards the liberation of all oppressed peoples and genders. As long as Öcalan is kept in solitary confinement, as long as his ideas are fought against, the resistance will continue &#8211; because freedom is indivisible and the struggle for it is invincible. The revolutionary women&#8217;s movement of Kurdistan leads us forward, with courage, determination and the unwavering determination that another world is possible. A world of freedom, equality and dignity &#8211; and this world will be fought for. Jin, Jiyan, Azadî!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan, der Vordenker der kurdischen Freiheitsbewegung und Architekt der Frauenbefreiungsideologie, durch die Kollaboration von NATO-Staaten und Israel in einem internationalen Komplott gefangen genommen. Seitdem sitzt er in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali – 26 Jahre der Isolation, 26 Jahre des Widerstands gegen ein System, das seine Ideen fürchtet. Öcalans Vision einer befreiten Gesellschaft, die das Patriarchat, den Kapitalismus und den Staat überwindet, ist nicht nur eine Bedrohung für die Unterdrücker, sondern eine Hoffnung für die Unterdrückten. Seine Ideen zur Frauenbefreiung haben Abertausende von Frauen inspiriert, sich aus den Fesseln der patriarchalen Tyrannei zu befreien. Sie haben gezeigt, dass der Kampf für die Freiheit der Frauen untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und das Patriarchat verbunden ist. Diese Ideen sind zu einer globalen Perspektive geworden, zu einem Wegweiser für Millionen von Frauen, die gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt aufbegehren.</p>



<p>Wir befinden uns in einer dynamischen und entscheidenden Phase, in der der türkische Staat, zunehmend in die Ecke gedrängt, mit den Konsequenzen seiner eigenen Politik konfrontiert wird. Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den vorsichtigen Gesprächen zwischen Abdullah Öcalan und dem türkischen Staat verdeutlichen die tiefe Krise, in der sich das System befindet. Öcalan, der seit über zwei Jahrzehnten in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali festgehalten wird, bleibt eine zentrale Figur nicht nur für die kurdische Freiheitsbewegung, sondern auch für die Suche nach einer politischen Lösung der kurdischen Frage. Doch seine Ideen gehen weit darüber hinaus – sie sind ein Aufruf zur Befreiung der gesamten Gesellschaft aus den Fesseln des Kapitalismus, des Patriarchats und des Nationalstaats.</p>



<p>In einer Welt, die von Kriegen, Genoziden und der Krise des Kapitalismus zerrissen wird, ist Öcalans Vision einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft mehr denn je eine Notwendigkeit. Der Dritte Weltkrieg tobt, die Kriegsmaschinerie läuft auf Hochtouren, und die Herrschenden versuchen mit aller Gewalt, ihre Macht zu erhalten. Doch die Ideen der Freiheit, die Öcalan verkörpert, lassen sich nicht einsperren, nicht isolieren, nicht zum Schweigen bringen.</p>



<p>In der aktuellen Phase des Dritten Weltkriegs, getrieben von der gnadenlosen Gier nach Kapitalakkumulation, dem Erstarken faschistischer Mächte weltweit, stecken alle Staaten in einer tiefen Krise. Die Menschen, ob in Kriegsgebieten oder in den vermeintlich „friedlichen“ Regionen der Welt, erheben ihre Stimmen immer lauter gegen ein System, das sie in Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit stürzt. Doch statt auf die berechtigten Forderungen der Menschen zu hören, reagieren die Staaten mit verstärkter Repression, mit Angst und Brutalität. Die Herrschenden haben Angst – Angst vor der Macht der Massen, Angst vor der Idee der Freiheit, die sich nicht mehr unterdrücken lässt. Sie versuchen, den Widerstand mit Polizeigewalt, Überwachung, Zensur und militarisierter Kontrolle zu ersticken. Doch je brutaler die Repression wird, desto klarer wird: Das System hat keine Antworten mehr. Es kann nur noch zerstören, unterdrücken, töten.</p>



<p>In jeder Ecke der Welt wächst der Widerstand – gegen Krieg, gegen Kapitalismus, gegen Patriarchat und staatliche Gewalt. Die Krise des Systems ist auch eine Chance: die Chance, eine neue Welt aufzubauen, eine Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, eine Welt, die auf Solidarität, Gleichheit und Freiheit basiert. Die revolutionäre Kraft der kurdischen Frauenbewegung, die unter dem Leitbild von Öcalans Frauenbefreiungsideologie steht, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie der Kampf für Freiheit geführt werden kann. &nbsp;Der Kampf für eine befreite Gesellschaft ist nicht nur ein Kampf gegen ein System, sondern ein Kampf für das Leben selbst.</p>



<p>Die Freilassung Abdullah Öcalans ist nicht nur eine Forderung der kurdischen Bewegung, sondern ein Schritt zur Befreiung aller unterdrückten Völker und Geschlechter. Solange Öcalan in Isolationshaft gehalten wird, solange seine Ideen bekämpft werden, wird der Widerstand weitergehen – denn die Freiheit ist unteilbar, und der Kampf für sie ist unbesiegbar. Die revolutionäre Frauenbewegung Kurdistans führt uns voran, mit Mut, Entschlossenheit und der unerschütterlichen Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Welt der Freiheit, der Gleichheit und der Würde – und diese Welt wird erkämpft werden.</p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Kurdish Women&#8217;s Office for Peace on the 26th year of the International Plot against Abdullah Öcalan</h2>



<p>On February 15, 1999, Abdullah Öcalan, the leading thinker of the Kurdish freedom movement and architectural force behind the ideology of women&#8217;s liberation, was captured in an international conspiracy through the collaboration of NATO states and Israel. Since then, he has been in solitary confinement on the prison island of Imrali &#8211; 26 years of isolation, 26 years of resistance against a system that fears his ideas. Öcalan&#8217;s vision of a liberated society that overcomes patriarchy, capitalism and the state is not only a threat to the oppressors, but a hope for the oppressed. His ideas on women&#8217;s liberation have inspired thousands and thousands of women to free themselves from the shackles of patriarchal tyranny. They have shown that the fight for women&#8217;s freedom is inextricably linked to the fight against capitalism and patriarchy. These ideas have become a global perspective, a signpost for millions of women rebelling against oppression, exploitation and violence.</p>



<p>We are in a dynamic and pivotal phase in which the Turkish state, increasingly backed into a corner, is confronted with the consequences of its own policies. The current developments surrounding the meetings between Abdullah Öcalan and the Turkish state illustrate the deep crisis in which the system finds itself. Öcalan, who has been held incommunicado on the prison island of Imrali for over two decades, remains a central figure not only for the Kurdish freedom movement, but also for the search for a political solution to the Kurdish question. But his ideas go far beyond this &#8211; they are a call for the liberation of society as a whole from the shackles of capitalism, patriarchy and the nation state.</p>



<p>In a world torn apart by wars, genocides and the crisis of capitalism, Öcalan&#8217;s vision of a democratic, ecological and gender-liberated society is more than ever a necessity. The Third World War is raging, the war machine is running at full speed and the rulers are trying with all their might to maintain their power. But the ideas of freedom that Öcalan embodies cannot be imprisoned, isolated or silenced.</p>



<p>In the current phase of the Third World War, driven by the merciless greed for capital accumulation and the strengthening of fascist powers worldwide, all states are in a deep crisis. People, whether in war zones or in the supposedly “peaceful” regions of the world, are raising their voices ever louder against a system that is plunging them into poverty, violence and hopelessness. But instead of listening to the legitimate demands of the people, states are reacting with increased repression, fear and brutality. Those in power are afraid &#8211; afraid of the power of the masses, afraid of the idea of freedom, which can no longer be suppressed. They are trying to stifle resistance with police violence, surveillance, censorship and militarized control. But the more brutal the repression becomes, the clearer it becomes: The system has no more answers. It can only destroy, suppress and kill.</p>



<p>Resistance is growing in every corner of the world &#8211; against war, against capitalism, against patriarchy and state violence. The crisis of the system is also an opportunity: the opportunity to build a new world, a world beyond exploitation and oppression, a world based on solidarity, equality and freedom. The revolutionary force of the Kurdish women&#8217;s movement, which is guided by Öcalan&#8217;s ideology of women&#8217;s liberation, is a living example of how the struggle for freedom can be waged. The struggle for a liberated society is not just a struggle against a system, but a struggle for life itself.</p>



<p>The release of Abdullah Öcalan is not only a demand of the Kurdish movement, but a step towards the liberation of all oppressed peoples and genders. As long as Öcalan is kept in solitary confinement, as long as his ideas are fought against, the resistance will continue &#8211; because freedom is indivisible and the struggle for it is invincible. The revolutionary women&#8217;s movement of Kurdistan leads us forward, with courage, determination and the unwavering determination that another world is possible. A world of freedom, equality and dignity &#8211; and this world will be fought for.</p>



<p><strong>Jin, Jiyan, Azadî!</strong></p>
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